Bargeld: FDP-Politiker warnt vor scheibchenweiser Abschaffung

Kurse Laptop – shutterstock_532873330 phongphan

Das Thema Bargeld-Abschaffung drängt sich seit Längerem mehr und mehr in den Vordergrund. Inzwischen hat auch der durch seine Euro-Kritik […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Das Thema Bargeld-Abschaffung drängt sich seit Längerem mehr und mehr in den Vordergrund. Inzwischen hat auch der durch seine Euro-Kritik bekannte FDP-Politiker Frank Schäffler darauf hingewiesen: Von Seiten der Regierung wird daran gearbeitet, das Bargeld scheibchenweise abzuschaffen.

Der streitbare Politiker aus dem ostwestfälischen Wahlkreis Minden-Lübecke II macht besonders durch seine extremen Positionen auf sich aufmerksam. Schäffler vertritt den Neoliberalismus, bringt seine Partei mit Äußerungen über die Eurosparpläne an den Rand einer Spaltung und zieht gewagte Vergleiche.

So wird die schrittweise Abschaffung Schäffler zufolge ablaufen

Es geht seiner Auffassung nach nicht darum, Bargeld als Zahlungsmittel von heute auf morgen zu eliminieren. Vielmehr befürchtet Schäffler, dass die Bargeld-Nutzung Schritt für Schritt eingeschränkt werden soll, um sie erst am Ende ganz abzuschaffen. Auf diese Weise könnte die Bevölkerung nach und nach quasi vom Bargeld „entwöhnt“ werden.

Obwohl das Bargeld im Bundesbankgesetz ganz klar als „einziges unbeschränktes gesetzliches Zahlungsmittel“ definiert ist, verweigern sowohl Finanzämter als auch andere Behörden heute schon oftmals die Barzahlung.

Nur Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel

Schäffler weist darauf hin, dass Bargeld mehr ist als nur eine Münze oder ein Geldschein. Es ist ein Symbol der individuellen Freiheit; und dieses Symbol zu beseitigen hieße, den Staat und seine Organe über den Bürger zu stellen. Das sehe ich ganz genau so.

Münzen Kurse Kaufen Verkaufen – SergeyP – shutterstock_136259339

Neue Kursphantasie: Dieser MDAX-Wert plant weitere ÜbernahmenIm Index der mittelgroßen Unternehmen stand gestern die Schaeffler-Aktie mit einem Plus von 1,87% einsam an der Spitze.  › mehr lesen

Wenn das Bargeld abgeschafft wird, geht grundsätzlich Ihre persönliche Freiheit verloren. Denn im Gegensatz zu Bargeld können Sie dann keine Käufe mehr anonym tätigen. Und Sie sind auf Gedeih und Verderb an Banken gebunden, die Ihre gewünschten Zahlungen auch ablehnen können.

Dazu kommt, dass Sie im Falle einer erneuten Banken-Krise Ihr Vermögen bei einer kompletten Bargeld-Abschaffung nicht mehr durch Abheben Ihres Ersparten retten können. Ihr Geld ist dann völlig an das Banken-System gebunden und geht verloren, wenn die Banken Konkurs gehen und die Einlagen-Sicherung nicht ausreicht.

Setzen Sie es auch ein – zu Ihrem eigenen Wohl!

Deshalb rate ich Ihnen auch, hier ein Zeichen zu setzen und schon heute möglichst auf Karten-Zahlungen zu verzichten.

Zahlen Sie wann immer es geht mit Bargeld, denn nur so bleibt Ihre Privatsphäre wirklich geschützt und Sie signalisieren damit den Bargeld-Abschaffern, dass Sie auch weiterhin nicht auf die Vorteile von Bargeld verzichten wollen!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.