Bargeld-Verbot: Die Gefahr ist real

Immer wieder erreichen mich Anfragen zum Thema Bargeld-Verbot. Dieses Thema beschäftigt mich schon längere Zeit.

So hatte ich schon im Jahr 2015 ein Lesertreffen bei meinem Börsendienst „Crash-Investor“ zu dem Thema angeboten.

Schon damals hatte ich die maßgeblichen Gefahren eines Bargeld-Verbots klar herausgestellt – und seitdem hat sich die Lage nicht wirklich verbessert.

Damals machte ich in meinem Vortrag deutlich, warum ein Bargeld-Verbot für Sie fatal wäre.

Neue Finanzkrise droht – gar mit heftigerem Ausmaß als 2008

Wie die Entwicklung der globalen Überschuldung zeigt, droht eine neue Finanzkrise.

Immerhin sind heute die weltweiten Schulden um mehr als 40% höher als zur Finanzkrise 2008 (Stand: 2017).

Dieses Problem wird nicht mehr lange durch die Notenbanken kaschiert werden können.

Das Ausmaß einer neuen Krise wird demnach erheblich über dem von 2008 liegen.

Dazu belegen die einbrechenden Rohstoffpreise, dass die Weltwirtschaft schon lange nicht mehr so boomt, wie es die Aktienbörsen suggerieren.

Ein Crash wird die Folge sein…

Immer mehr Experten fordern Bargeld-Verbot

Diese Entwicklung ist der Grund, warum immer mehr Experten, wie der US-Ökonom Kenneth Rogoff und der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger, ein Bargeld-Verbot fordern.

Mit einer Abschaffung des Bargelds nimmt man Ihnen die Möglichkeit Ihr Geld durch Abheben vom Konto vor einer Bankenkrise in Sicherheit zu bringen.

Sie sind dem Banken-System und den Krisen-Folgen dann völlig ausgeliefert.

Darum ist nur Bargeld Geld im engeren Sinn

Weiterhin erklärte ich in dem Vortrag, warum heute von der Geld-Definition her nur Bargeld Geld im engeren Sinn ist.

Im Bundesbankgesetz steht dazu: „Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel.“

Das bedeutet, dass Giral- und Buchgeld nur Forderungen – und damit bloße Versprechen – auf Bargeld sind.

Richtigem Geld mit Annahmezwang entspricht nur Bargeld. Die Vorteile von Bargeld liegen dabei auf der Hand:

Es ist anonym verwendbar, krisensicher, unabhängig von Banken, billig und schnell einsetzbar.

Bargeld-Abschaffung: Überwachungs-Staat droht

Eine Abschaffung des Bargelds würde unmittelbar in einen Überwachungs-Staat führen, in dem jederzeit festgestellt werden könnte, wann Sie wo, was, zu welchem Preis kaufen.

Ich machte deutlich, dass es ein Irrglaube ist, anzunehmen Sie wären immer auf der sicheren Seite, wenn Sie die Gesetze einhalten.

Wie die Vergangenheit gezeigt hat, kann es jederzeit zu einer neuen – auch radikalen – Regierung kommen.

Und diese kann dann den Überwachungs-Staat – gestützt auf die heutigen spionagetechnischen Möglichkeiten – skrupellos gegen Sie einsetzen.

Fazit uns Ausblick

Hieran sehen Sie ganz klar, welch massive Folgen für unser aller Leben ein Bargeld-Verbot tatsächlich hätte.

Doch Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, denn die Bestrebungen zur Abschaffung des Bargelds sind in vielen Ländern (Beispiel: Indien) schon weit vorangeschritten.

12. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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