Bargeld: Versenden oder transferieren?

Bargeld ist als Last-Minute-Geschenk äußerst beliebt. Was aber, wenn Sie Geld über große Strecken transportieren wollen? Machen Sie jetzt bloß nicht den Fehler, es in ein Kuvert zu stecken und es zusammen mit der Weihnachtskarte zu versenden.

Denn den guten alten Wertbrief gibt es bei der Deutschen Post nicht mehr, und die Haftung für den Versand von Geldscheinen in einem normalen Brief ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich ausgeschlossen.

Geldgeschenke in Weihnachtsbriefen

Tatsächlich aber kommt Geld in Glückwunsch- und Weihnachtsbriefen ausgesprochen oft weg, das bestreitet auch die Deutsche Post nicht.

Die Verlockung ist wohl sehr groß, die Scheine unbemerkt zu entfernen und den Brief einfach verschwinden zu lassen oder – noch unauffälliger – den Umschlag nach Entnahme des Bargeldes wieder zuzukleben und den Brief zuzustellen.

Was also tun, wenn Sie Geld schenken wollen? Ganz einfach: Dafür gibt es den Bargeldtransfer. Der bekannteste Anbieter heißt Western Union. Sie können seine Dienste beispielsweise bei der Postbank oder bei der Reisebank nutzen.

Dort gehen Sie hin, zahlen die entsprechende Summe ein, die Sie verschenken wollen, und nennen Sie den Empfänger. Noch einfacher geht’s online.

Nutzen Sie den Bargeldtransfer

Dort eröffnen Sie zunächst ein Konto und legen ein Passwort fest. Das Geld können Sie mit giropay, VISA oder Master-Card einfach von Ihrem Giro- oder Kreditkarten-Konto abbuchen lassen.

Von Western Union erhalten Sie dann die Daten, die nötig sind, um den Geldbetrag abzuholen. Der Empfänger muss außerdem seinen Ausweis vorlegen, Ihren Namen als Auftraggeber und die erwartete Summe nennen können.

Eine Abholungsstelle in der Nähe des Empfängers lässt sich problemlos auf der Website von Western Union im Internet ermitteln. Damit ist Ihr Geld deutlich sicherer unterwegs als per Post. Übrigens ist so auch ein Geldtransfer ins Ausland problemlos möglich.

Ganz billig ist der Bargeldtransfer per Western Union allerdings nicht. Bei einem Online-Versand zahlen Sie bis zu einer Summe von 450 Euro immerhin 18 Euro Gebühr. Was darüber liegt, wird mit 4 Prozent des Geldbetrags in Rechnung gestellt, den Sie versenden wollen. Bei Postbank beträgt die Mindestgebühr bis 500 Euro ganze 20 Euro.

Was darüber hinausgeht, wird ebenfalls mit 4 Prozent des Geldbetrags, maximal jedoch 200 Euro berechnet. Wer Summen bis 145 Euro versenden möchte, fährt mit der Reisebank günstiger. Bis 40 Euro kostet der Versand 8,50 Euro, bis 75 Euro 10 Euro, bis 145 Euro kostet er 14,50 Euro.

23. Dezember 2010

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Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".

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