Bei Fremdwährungs-Krediten ist das Risiko einfach zu groß

In den letzten Jahren sind Fremdwährungs-Kredite sehr beliebt geworden.

Ausschlaggebend waren die niedrigeren Zinsen für Kredite in der fremden Währung im Vergleich zu einer Kredit-Aufnahme bei einheimischen Banken.

Typische Beispiele dafür waren Kredite in Japanischem Yen oder, speziell bei uns, in Schweizer Franken.

Doch warum ich immer schon vor solchen Fremdwährungs-Krediten gewarnt habe, konnten Sie schon Anfang 2015 klar sehen:

2015: Franken-Aufwertung in der Schwiz

Der Kreditnehmer hat es nicht in der Hand, was der Wechselkurs der Währung macht, auf die der Kredit lautet.

Die quasi über Nacht erfolgte massive Aufwertung des Schweizer Frankens im Januar 2015 führte dazu, dass Kreditnehmer nun rund 20% und mehr zusätzlich in Euro gerechnet zurückzahlen müssen.

Deshalb rate ich auch weiterhin dringend von solchen Lock-Angeboten ab! Denn ein Fremdwährungs-Kredit birgt für Sie unkalkulierbare Risiken.

Sollten Sie einen derartigen Kredit haben, rate ich dazu, ihn so schnell wie möglich in einen Euro-Kredit umzuwandeln.

Nur so können Sie den Folgen einer weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro vorbauen.

Aktives Eingreifen der Notenbank in der Schweiz war negativ für Kreditnehmer

Hier ist die Strategie der Schweizer Notenbank den Wechselkurs beim Schweizer Franken künstlich zu begrenzen klar gescheitert.

Im Endeffekt bleibt es dabei: Noch nie ist es langfristig gelungen willkürlich bestimmte Wechselkurse gegen den Markt stabil zu halten.

2001: Peso-Aufwertung in Argentinien

Ähnliches praktizierte auch Argentinien: Das Land legte einen festen Kurs des heimischen Peso zum US-Dollar fest.

Das führte am Ende im Jahr 2001 zu einer dramatischen Krise, die bis heute noch nicht ausgestanden ist.

Sie sehen daran, wie wenig Politiker von Wirtschaft und Geldpolitik verstehen.

Diese glauben beliebig in den Markt eingreifen und alles willkürlich steuern zu können, nur um am Ende doch ein Fiasko zu erleben.

Vorsicht vor der desaströsen EZB-Finanzpolitik

Das Gleiche gilt auch für alle Aktionen, die die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit praktiziert, um den Euro zu „retten“.

Für Sie heißt das, dass Sie keinesfalls auf Politiker oder Notenbanken vertrauen sollten!

Denn die sogenannten  „Rettungsmaßnahmen“, die heute ergriffen werden, führen bereits in kurzer Zeit zu einer Katastrophe.

Deshalb ist es für Sie wichtig, sich weiter aktiv abzusichern. Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen und damit flexibel sowie jederzeit zugriffsbereit anlegen.

9. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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