Berkshire Hathaway – die teuerste Aktie der Welt

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Warren Buffett investiert mit Berkshire Hathaway nur in Top-Unternehmen. Die B-Aktien sind auch für Privatanleger interessant. (Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com)

Haben Sie die Schnauze auch voll von dem Politikzirkus in Griechenland, Frankreich oder auch Deutschland?

Dann empfehle ich Ihnen, einen Blick auf die Beteiligungs-Gesellschaft Berkshire Hathaway, die teuerste Aktie der Welt,  zu werfen.

Berkshire-Chef und Großaktionär Warren Buffett ignoriert politische Tagesstimmungen und investiert in Unternehmen mit gesunden Kennzahlen.

Berkshire Hathaway ist also eine Art „politikfreie Zone“.

Heute stelle ich Ihnen das Unternehmen noch einmal kurz vor.

Die Startphase in den 60er-Jahren

Bevor Buffett Berkshire Hathaway zu der legendären Holding-Gesellschaft machte, die sie heute ist, verwaltete er zwischen den Jahren 1956 und 1969 einen Investmentpool, zu dem Verwandte das Startkapital von 105.000 US-$ beigesteuert hatten.

In dieser Zeit schaffte er es, mit einem überdurchschnittlichen Anlageergebnis das von den Investoren angelegte Kapital zu vervielfachen.

Wer von Beginn an dabei war, bekam für 10.000 US-$ Startkapital im Jahr 1969 runde 150.000 US-$ ausbezahlt.

Ende der 1960er-Jahre herrschte eine Stimmung an den Börsen, die Warren Buffett überhaupt nicht gefiel.

Er hatte etwas dagegen, dass die Anleger zu sehr auf kurzfristige Kursgewinne und spekulative Investments schauten.

1967 sagte Buffett dazu: „Ich kann mit den herrschenden Bedingungen nichts mehr anfangen.“

Als Konsequenz löste er seinen Investmentpool auf und tauschte das Geld der Investoren in Anteile von Berkshire Hathaway um.

Einfaches Geschäftsmodell bringt Rekordgewinn

Ganz nach dem Vorbild Benjamin Grahams, Buffetts Lehrmeister, erwarb Berkshire nicht einfach nur Unternehmensanteile und spekulierte auf deren Wertzuwachs.

Vielmehr sah sich Warren Buffett als Unternehmer und kaufte häufig auch 100-prozentige Beteiligungen von Unternehmen.

Berkshire Hathaway selbst war zunächst eine in finanzielle Schwierigkeiten geratene Textilfirma, die 1965 von Buffett übernommen wurde. Er machte aus dem Unternehmen eine Finanzholding.

Buffett investierte, wie er selbst sagt, nur in Unternehmen, deren Geschäftsmodell er verstehen konnte.

In der Folge führte der Erfolg von Berkshire Hathaway – und damit auch gleichzeitig von Buffett – dazu, dass der Aktienkurs einen unglaublichen Anstieg von 19 auf 135.000 US-$ pro Stück, und damit zur teuersten Aktie der Welt, hinlegen konnte.

Versicherungen, Blue Chips und unterbewertete Perlen

Heute legt Berkshire Hathaway seine Beteiligungen breit diversifiziert an, wobei der Bereich Versicherungen mit etwa 1/3 des Umsatzes am wichtigsten ist.

Dabei zählen GEICO (Autoversicherung) und der Rückversicherer General Re zu den wichtigsten Stützen in diesem Segment.

Daneben hält das Unternehmen eine ganze Reihe von Beteiligungen an großen Weltkonzernen wie Coca Cola, Kraft Foods, Procter & Gamble oder Wal-Mart.

Der Rest wird sehr breit in kleinere Unternehmen investiert, wobei diese aus den unterschiedlichsten Branchen stammen können.

Buffett hält auch Gegenwind aus

Warren Buffett ist als Investor allerdings nicht immer frei von Kritik geblieben.

V. a. in Boom-Phasen, wie wir sie z. B. zu Zeiten des Neuen Marktes um die Jahrtausendwende gesehen haben, wurde er von anderen Marktteilnehmern aufgrund seiner „langweiligen“ und konservativen Anlagestrategie als Dinosaurier bezeichnet.

Seinen Aktionären war diese Kritik egal, denn seit über 40 Jahren erwirtschaftet Buffett für sie im Schnitt pro Jahr eine Rendite (gemessen am Buchwert) von knapp 20 %.

B-Aktien für Aktionäre interessant

So lange Buffett auf eine solche Erfolgsquote zurückblicken kann, werden die Berkshire-Aktionäre verschmerzen, wenn sie einige kurzfristige Trends verpassen.

Außerdem bietet das Platzen von solchen Spekulationsblasen immer einige sehr gute Einstiegsmöglichkeiten….

Die A-Aktien von Berkshire Hathaway (854075) notieren bei fast 125.000 US-$, aber die B-Aktien (A0YJQ2) sind bereits für 82 US-$ zu haben.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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