Börse Wien – Geschichte, bedeutende Indizes & Börsengänge

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Über die Entstehung des Begriffs der Börse, an der mit Wertpapieren oder Waren gehandelt wird, gibt es verschiedene Theorien. Die […] (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)


Überblick zur Börse Wien

Gründung: 1771 von Maria Theresia

Unternehmensstruktur: CEESEG Holding (CEE Stock Exchange Group)

Bedeutende Indizes: ATX – Austrian Traded Index, div. CEE-Indizes

Größter Börsengang: Bawag P.S.K. mit 1.932 Mio. € im Jahr 2017


Über die Entstehung des Begriffs der Börse, an der mit Wertpapieren oder Waren gehandelt wird, gibt es verschiedene Theorien. Die lateinische Bezeichnung Bursa für ein Säckchen mit Geld oder eine Ledertasche findet sich auch im Ausdruck Burse wieder. Dieser bezeichnet eine Gruppe an Menschen, die eine gemeinsame Kasse nutzt. Dabei handelt es sich sozusagen um die Vorläufer von Studentenwohnheimen oder Studentenverbindungen.

Möglicherweise stammt der Begriff auch von der belgischen Familie van der Beurse, die aus Brügge stammte. In ihrem Wappen finden sich die Abbildung dreier Geldbörsen. Sie ermöglichten den Handel und Tausch von Waren zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert.

Die ersten Aktien wurden nach Überlieferungen um 1602 in den Niederlanden und Belgien zum Kauf angeboten. Dort hatte sich die „Verenigde Ostindische Compagnie” (VOC) gebildet. Diese Gesellschaft erfüllte bereits die Merkmale einer Aktiengesellschaft wie wir sie heute kennen. Der Hauptsitz der VOC befand sich in Amsterdam und gilt als die erste Börse der Welt.

Welche Aufgaben übernimmt die Börse Wien?

Im Grunde sind die Prozesse an der Börse wenig komplex: An diesem Markt werden für Wertpapiere in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage Preise berechnet. Der Handel findet jedoch nicht direkt zwischen Verkäufer und Käufer statt, sondern er wird durch Händler durchgeführt.

  • Investoren und Anlegern ist es jederzeit möglich, beispielsweise Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Dieser Ablauf erfolgt stets nach gewissen Regeln, an die sich alle Teilnehmer halten müssen. Der Prozess des Kaufens und Verkaufens findet an der Börse statt.
  • Unternehmen, die ihre Wertpapiere an der Börse anbieten, erlangen durch den Verkauf zusätzliches Kapital, mit dem etwa in Weiterentwicklung, Innovation und Forschung investiert werden kann.

An der Börse treffen sich die beiden Interessensgruppen – Anleger und Unternehmen. Dadurch erfüllt sie eine bedeutende Rolle in der Volkswirtschaft, denn sie sichert das Wachstum der Unternehmen und schafft damit indirekt neue Arbeitsplätze. Die Aufgaben einer Börse sind des Weiteren:

  • Schaffung einer Handelsplattform
  • Sicherung der Transparenz bzgl. Preisen und Umsätzen
  • Zulassung von neuen Teilnehmern am Handelsmarkt
  • Berechnung von Indizes

Bedeutende Indizes an der Börse Wien

Der ATX an der Börse Wien

Unter dem ATX oder Austrian Traded Index versteht man den bedeutendsten Aktienindex Österreichs. Er zeigt die Kursentwicklung der 20 liquidesten österreichischen Unternehmen an und wird als Basiswert für Finanzinstrumente wie Optionsscheine oder Futures herangezogen. Aufgrund dieses Index kann außerdem die wirtschaftliche Stellung Österreichs bewertet werden.

ATX-Unternehmen Börse Wien

CEE Aktienindizes an der Wiener Börse

In Wien werden auch mehrere Osteuropa-Indizes verteilt und berechnet. Dabei handelt es sich unter anderem um:

  • CTX – Czech Traded Index
  • HTX – Hungarian Traded Index
  • PTX – Polish Traded Index
  • CECEEUR – Central European Clearinghouses & Exchanges Index – setzt sich aus tschechischen, ungarischen und polnischen Unternehmen zusammen.
  • CEE-Indizes für Kroatien (CROX), Serbien (SRX), Rumänien (ROTX), Bulgarien (BTX), Bosnien (BATX)

Börse Wien Zahlen und Fakten

Die CEESEG der Börse Wien

Bei der CEE Stock Exchange Group handelt es sich um eine Dachgesellschaft, der zurzeit die Börsen Wien und Prag angehören. Bis ins Jahr 2015 zählten dazu auch die Budapester und die Laibacher Börse. In dieser Holding werden die strategische und finanzielle Führung, nicht aber die operativen Geschäfte der Tochtergesellschaften geregelt.

Die CEESEG steht in Kooperation mit zahlreichen Börsen aus Zentral- und Südosteuropa. Diese betreffen unter anderem:

  • Berechnung von Börsenindizes
  • Verteilung von Börsendaten
  • IT-Services

Geschichte der Börse Wien

Gründung der Börse Wien

Die Börse Wien wurde von Maria Theresia, einer Habsburger Fürstin, im Jahr 1771 gegründet.  Damit gehört sie zu einer der ältesten Wertpapierbörsen der Welt. Damals kümmerten sich sogenannte Sensale um den Handel mit den Anleihen und Devisen. Sie entsprechen den heutigen Börsenmaklern und wurden für die Vermittlung von Geschäften mit einer Provision bezahlt.

In den Jahren nach der Gründung entwickelte sich die Börse Wien allmählich zu einem bedeutsamen Handelsplatz der gesamten Habsburger Monarchie. Täglich wurde das damals öffentliche Gebäude von etwa 2.000 Personen besucht.

1818: Die Österreichische Nationalbank notiert an der Börse Wien

Im Jahr 1818 notierte schließlich die erste Aktiengesellschaft, die Österreichische Nationalbank, an der Börse Wien. Durch die große Ausdehnung der Monarchie erlangte die Börse bald hohes Ansehen an den internationalen Handelsplätzen. Auch der durch die Industrialisierung einsetzende Wirtschaftsaufschwung kam dem Erfolg der Wiener Börse entgegen.

Viele Unternehmen nutzten die Möglichkeit von Anleihen und Aktien, um ihr Wachstum voranzutreiben. Dazu gehörten unter anderem die namhaften Bauunternehmen Porr AG und Wienerberger AG. Ihre Aktien finden sich bis heute unter den notierten Unternehmen.

1873: Erster Börsencrash an der Börse Wien

Einige mutige Gründer stiegen mit ihren Ideen in den Handel ein und lösten Spekulationsgeschäfte aus. Diese führten 1873 den ersten Börsencrash der Börse Wien aus. Daraufhin schlossen etwa 50 % der neu gegründeten Aktiengesellschaften. Die Rückkehr zum geregelten, sicheren Börsengeschäft sollte einige Jahre dauern.

Mit dem Laufe der Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt von der Finanzierung der Industrie vom Aktienmarkt hin zu den großen Banken. Diese entwickelten sich daraufhin zu wichtigen Faktoren im Börsenverkehr und Kapitalmarkt. Die damaligen Entwicklungen machten außerdem die Einführung gewisser Gesetze und Regelungen für den Handel an der Börse Wien unumgänglich. Das 1875 erlassene Börsegesetz regelte die Autonomie und die Abläufe der Geschäfte an der Börse Wien.

1877: Der Umzug in das Gebäude am Schottenring erfolgt

1877 erfolgt die Eröffnung des neuen Gebäudes am Schottenring, welches von dem Architekten Theophil von Hansen entworfen worden war. Zu dieser Zeit geschah auch ein erneuter Umbruch in den Börsengeschäften wie auch auf den Kapitalmarkt. Während die reiche Oberschicht als Financiers den Aktienmarkt beherrschte, konzentrierte sich der Mittelstand, die Privatiers, auf den Anleihemarkt.

Die Wiener Börse nach dem Ersten Weltkrieg

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschütterte der Erste Weltkrieg Österreich und die Habsburger Monarchie. Der Handel an der Börse Wien wurde erst Ende 1919 wieder gestartet. Trotz des Zerfalls der Monarchie und der damit verbundenen Folgen konnte die Bedeutung des Börsenstandortes Wien für Südosteuropa aufrechterhalten werden. Zahlreiche Aktien und Wertpapiere aus Ungarn, Kroatien oder Tschechien waren weiterhin in Wien erhältlich.

Der darauffolgende wirtschaftlichen Aufschwung fand mit einem Crash 1924 ein jähes Ende, von dem sich die Geschäfte nur langsam erholten. Übrigens hatte der große amerikanische Börsenkrach 1929, der aufgrund einer Spekulationsblase entstanden war, eher geringe Auswirkungen auf die Wiener Börse.

Dennoch mussten neue Strukturen für den Kapitalmarkt des Landes Österreich geschaffen werden. Dies hatte eine Umwälzung des wirtschaftlichen Besitzes und somit auch Veränderungen im Aktienmarkt zur Folge. Die finanzielle Macht verschob sich auf große Bankkonzerne, die jeweils bestimmten Industriesparten besonders nahestanden.

Wie beeinflusst der Zweite Weltkrieg die Börse Wien?

Die Börse Wien verlor ihre Autonomie 1938 mit dem Anschluss an das Deutsche Reich. Von da an galt das Börsenrecht Deutschlands. Der Handel mit Wertpapieren fand bis 1948 nur noch eingeschränkt statt.

Aufbauarbeit in der Nachkriegszeit

In der Nachkriegszeit, 1948, konnte die Börse Wien erneut eröffnet werden. Ein Jahr später wurden die sogenannten Aufbauanleihen als erste Bundesanleihen angeboten. Der Aktienmarkt, der nach den Kriegsjahren und der Verstaatlichung so mancher Industriezweige stark eingeengt war, fand nach der Währungsreform 1952 langsam wieder zu seiner ursprünglichen Größe zurück. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der steigende Trend der Kurse spürbar.

Der erste Index der Börse Wien war der sogenannte WBI, der Wiener Börse Index. Er wurde 1968 eingeführt umfasst die Summe aller österreichischen Aktien die an der Börse notieren.

Von da an wuchs insbesondere der Rentenmarkt. Der Handel mit Aktien oder Wertpapieren stand eher im Hintergrund. 1985 erfolgte ein großer Umbruch. Ein US-amerikanische Analyst machte auf das Potenzial der Wiener Börse aufmerksam und löste damit Kurszuwächse von bis zu 130 % aus. Dies vergrößerte die Umsätze der Unternehmen um das Sechsfache!

In den 80er Jahren erfolgten Börsengänge einiger großer österreichischer Unternehmen:

  • 1987: RHI und OMV
  • 1988: Austrian Airlines, Verbund
  • 1989: EVN

Dadurch steigerten sich die Umsätze sowie die Marktkapitalisierung enorm. Die positive Kursentwicklung an der Börse Wien hielt bis ins Jahr 1990 an.

Die Einführung des ATX an der Wiener Börse

1991 erfolgte die Einführung des ATX, der Austrian Traded Index. Als Leitindex der Börse Wien umfasst er die 20 umsatzstärksten Aktientitel.

Zum Ende des 20. Jahrhunderts erlebte der österreichische Aktienmarkt einen erneuten Aufschwung durch die Privatisierung ehemals staatlicher Industrieunternehmen. Während der Anteil des Aktienbesitzes unter allen Österreichern 1990 noch 1 % betrug, war er 1997 auf 4 % gestiegen. Laut einer IMAS-Studie waren 2006 bereits 6 % der österreichischen Bevölkerung Aktienbesitzer.

1999 wurde die Börse Wien privatisiert. Die Börsekammer wurde aufgelöst und deren Anteile österreichischen Emittenten angeboten.

2002: Die Börse Wien erschließt neue Märkte

Nachdem eine neue Marktsegmentierung nach der Liquidität und dem Ausmaß der Marktbetreuung eingeführt worden war, wurde der Wertpapierhandel 1999 auf das vollelektronische System Xetra® umgestellt.

2002 erschloss man das Marktsegment des prime market und führte die Strombörse EXAA (Energy Exchange Austria) ein. Dies markiert den Anfang einer Plattform für den Handel mit Energieprodukten.

Weil die Börse Wien von den starken Kurseinbrüchen 2002 weniger betroffen war, wurde sie von Investoren als sichere Alternative entdeckt. Auch die Erweiterung der Europäischen Union nach Osteuropa konnte optimal genutzt werden. Diese Kooperation wurde besonders durch den Erwerb eines großen Anteils an der Budapester Börse sowie mehreren Kooperationsabkommen mit südosteuropäischen Banken unterstützt.

Der ATX entwickelte sich positiv und so trat 2005 die Raiffeisen International Bank-Holding AG in die Börse ein. 2006 folgte die Österreichische Post AG.

Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Wiener Börse

Trotz der weltweiten Finanzkrise, die ab 2007 zum Tragen gekommen war, stiegen die monatlichen Umsätze an der Börse Wien von 10,5 auf 15 Milliarden € an. Besonders Kapitalerhöhungen und Börsengänge beeinflussten den Kapitalmarkt positiv.

2008 litt schließlich auch der ATX an Kursverlusten. Ende 2008 schloss er mit einem Minus von 61,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die monatlichen Handelsumsätze waren im gleichen Jahr von 14,7 auf 12 Milliarden € gesunken.

Nach dem Erwerb von Mehrheitsanteilen der Börse Laibach und Prag 2008 setzte an der Börse Wien im zweiten Quartal 2009 ein Aufschwung ein.

Die Unternehmensstruktur der Börse Wien

Die Holding CEESEG (CEE Stock Exchange Group) umfasst ab 2010 die Börsen Wien, Budapest, Laibach und Prag als Tochtergesellschaften. Die Wiener Börse agiert dabei als Alleinaktionärin. Während das operative Geschäft in den einzelnen Standorten weitergeführt wird, übernimmt die CEESEG AG die strategische und finanzielle Führung.

Erweiterung der Indexpalette der Börse Wien 2012

Im Jahr 2012 erweiterte das Vorstandsteam bestehend aus Birgit Kuras und Michael Buhl die Indizes der Börse Wien auf eine Summe von 88. Das folgende Jahr war durch den wirtschaftlichen Aufschwung in der internationalen Börsenlandschaft gekennzeichnet. Der Leitindex ATX erwirtschaftete ein Plus von 6,05 %.

Ende 2013 fand eine erneute Erweiterung des Marktsegments für Unternehmensanleihen statt. Das Premiumsegment „corporates prime” wurde entwickelt. Dieses soll besonders für private Anleger Transparenz gewährleisten.

Der Einfluss der internationalen Wirtschaft auf die Börse Wien

Besonders die beiden Segmente Banken sowie Erdöl/Erdgas standen2014 unter dem Einfluss des Nahostkonflikts sowie politischer Krisen in der Ukraine oder Russland. Bis zum Jahresende war der Ölpreis im Sinken begriffen. Er schloss mit einem Minus von 15,18 %.

Auch 2015 war durch internationale wirtschaftliche Ereignisse geprägt, welche Einflussfaktoren auf die internationalen Börsen darstellten, etwa die Krise Griechenlands oder den Krieg in Syrien. Das Handelsvolumen der Börse Wien stieg dennoch auf 4,9 Milliarden € im monatlichen Durchschnitt, das sind rund 24 %. Auch der Leitindex ATX erreichte ein Plus von 10,97 %.

Änderungen in der CEESEG AG der Börse Wien

Die CEE Stock Exchange Group verkaufte 2015 ihre Beteiligungen an den Börsen Laibach sowie Budapest. Prag und Wien blieben weiterhin Tochtergesellschaften. Es wird ein Kooperationsmodell für IT-Services, Indexlizensierung und Datenvertrieb mit anderen Börsen der CEE-Region angestrebt.

2016 nehmen erneut Ereignisse der Weltpolitik Einfluss auf den Handel der Börse Wien:

  • Senkung des Leitzinses der EZB von 0,05 auf 0 %
  • Der Beschluss des Brexits
  • Das Ergebnis der US-Amerikanischen Präsidentschaftswahl

Im darauffolgenden Jahr erfolgt eine strategische Neuausrichtung, die ihren Anfang in der Schaffung des Segments „global market” fand. Damit wird Anlegern eine sogenannte One-Stop-Shop Lösung für den Kauf internationaler Aktien angeboten.

2017 fand ebenso der bisher größte Börsengang in der Geschichte der Börse Wien statt. Das Emissionsvolumen der BAWAG Group AG betrug 1,93 Millionen €. Die Wiener Börse sieht sich heute als Dienstleister anderer Börsen, insbesondere des südosteuropäischen Marktes.

Top 5: Die größten Börsengänge an der Wiener Börse

Die Erstnotierung an der Börse Wien, die das höchste Emissionsvolumen einbrachte, war die Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG (BAWAG P.S.K.). Dabei erreichte man 2017 einen Betrag von 1.93 Millionen €. Die Aktien werden am Prime Market der Börse Wien gehandelt.

Bei dem Unternehmen handelt es sich, gemessen an der Bilanzsumme, um die viertgrößte Bank Österreichs, die zuvor von der sogenannten BAWAG-Affäre betroffen war und einige Krisen und Neustrukturierungen hinter sich hatte.

Zehn Jahre zuvor hatte eines der größten Bauunternehmen Europas, die STRABAG SE einen Erlös von rund 1,33 Millionen € erreicht. Das in Wien ansässige Unternehmen bedient die Kernmärkte Österreich und Deutschland sowie zahlreiche ost- und südosteuropäische Länder im Bereich der Bauindustrie.

Die Raiffeisen International ist die zweite große Bank, die es 2005 mit 1.11 Millionen € an den dritten Platz der größten Börsengänge an der Börse Wien geschafft hat. Inzwischen wurde sie zu 100 % von der Raiffeisen Bank International AG übernommen.

Im Jahr 2000 erreichte die Telekom Austria eine Wertpapieremission von 1.00 Millionen €. Das Telekommunikationsunternehmen ist international tätig und als Konzernholding an der Börse notiert. Diese übernimmt insbesondere strategische Aufgaben und steht auch über dem operativen Segment der A1 Telekom Austria. Auch manche ost- und südosteuropäische Mobilfunkunternehmen sind der Holding als Tochterunternehmen unterstellt.

Den fünften Platz der größten Börsengänge an der Börse Wien belegt erneut eine Bank, die heutige Unicredit Bank Austria AG im Jahr 2003 mit einem Erlös von 957,9 Millionen €. Diese steht seit dem Jahr 2005 im Mehrheitseigentum der Unicredit S.p.A.. Dabei handelt es sich um eine Großbank mit Hauptsitz in Mailand, die in ganz Europa tätig ist.

Top 5 der Börsengänge an der Börse Wien

Top 5: Die größten Kapitalerhöhungen an der Börse Wien

Auch die größten Kapitalerhöhungen an der Wiener Börse werden von Banken dominiert. An der ersten Stelle steht die Erste Bank mit rund 2.92 Millionen € 2006. Diese 1819 als Verein gegründete Sparkasse stellt das älteste, noch bestehende Kreditinstitut Österreichs dar.

Auch die Immoeast, eine Wiener Immobiliengesellschaft, die auf Zentral- und Osteuropa spezialisiert ist, erreichte 2007 eine Kapitalerhöhung von über 2 Millionen € – genau 2.835 Millionen €. Diese Gesellschaft ist noch einmal im Ranking der Top 5 vertreten. 2006 betrug die Erhöhung 2.752 Millionen €.

2014 konnte die Raiffeisen International mit einer Kapitalerhöhung von 2.778 Millionen € glänzen. Den fünften Platz belegt die Erste Group mit 1.740 Millionen €. Diese ist Teil der Sparkassengruppe Österreich.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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