Börsen-Erfolg leicht gemacht mit diesen einfachen Regeln

Um an der Börse dauerhaft erfolgreich zu sein, braucht es mehr als nur einen guten Einstieg zu erwischen. Ist eine […] (Foto: Mr.Raw / Shutterstock.com)

Um an der Börse dauerhaft erfolgreich zu sein, braucht es mehr als nur einen guten Einstieg zu erwischen.

Ist eine Aktie erst einmal im Depot, wissen viele Anleger nicht, wie sie weiter vorgehen sollen.

Fällt der Kurs, werden sie nervös. Steigt die Aktie, realisieren sie häufig viel zu schnell ihre Gewinne.

Daher möchte ich Ihnen hier einige wertvolle Tipps mit auf den Weg geben.

Wenn Sie diese Regeln bei Ihren Investments beachten, wird Ihr Depot dauerhaft in der Erfolgsspur bleiben.

Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb

Eine grundsätzliche Überlegung sollten Sie auf jeden Fall treffen, bevor Sie Ihr Depot aufbauen:

Sie sollten schon im Vorfeld für sich selbst festlegen, wie viele Positionen Sie maximal in Ihr Portfolio aufnehmen.

Eine vernünftige Streuung ist wichtig: Konzentrieren Sie sich auf zu wenige Positionen, wirken sich Verlierer zu stark auf Ihr Gesamt-Depot aus.

Nehmen Sie sehr viele verschiedene Werte auf, sinkt zwar das Risiko für Ihr Depot.

leichzeitig wird es aber zunehmend schwieriger, auch alle Positionen zu beobachten.

Wie so oft empfiehlt sich ein gesunder Mittelweg. Wenn Sie in Einzelaktien investieren, sollten Sie Ihr Kapital auf mind. 10 Werte verteilen.

Ich empfehle Ihnen, sich auf 15 bis max. 20 Titel zu konzentrieren – für eine vernünftige Risiko-Streuung ist dies vollkommen ausreichend.

Gleichzeitig sind Sie noch in der Lage, Ihre Werte im Auge zu behalten.

Ich habe schon viele Depots von Anlegern gesehen, in denen sich 50, 60 oder noch mehr Werte tummeln; davon kann ich Ihnen nur abraten!

Hier verlieren Sie den Überblick. Zudem bringt Ihnen ein derartiges Sammelsurium von Aktien keinen Vorteil, was die Streuung angeht.

Sie brauchen einen Plan

Wenn Sie dann starten, ist es wichtig, dass Sie nie planlos agieren. Entscheiden Sie sich eine Aktie zu kaufen, sollten Sie sich bereits vorher überlegen, an welchem Punkt Sie wieder aussteigen möchten.

Grundsätzlich gibt es hierbei 2 Möglichkeiten:

  1. Sie verkaufen, weil ihr Kursziel erreicht wurde. Ich selbst arbeite als Trendfolger nicht mit Kurszielen, sondern folge dem Trend. Dazu komme ich aber noch.
  2. Sie steigen aus, weil die Aktie Ihre Erwartungen nicht erfüllt hat und Ihnen Verluste einbringt. Auch für diesen Fall sollten Sie sich wappnen und bereits vor einer Investition wissen, wo Sie die Reißleine ziehen.

Eine Frage, über die sich viele Anleger oft auch wenige Gedanken machen, ist die Frage nach der Positionsgröße, also wie viel sie in einen Wert investieren wollen.

Nike-Aktie zeigt imposante StärkeGlänzende Zahlen ließen die Nike-Aktie zuletzt auf ein neues Rekordhoch klettern. Die Chancen für weiter steigende Kurse stehen gut. › mehr lesen

Dies hängt davon ab, wo Sie Ihren Verlust begrenzen und wie weit dieses Niveau vom aktuellen Kurs entfernt ist. Wie Sie dabei vorgehen sollten, verrate ich Ihnen in der Folge:

Stellen Sie sich niemals gegen den Markt

Bevor ich darauf eingehe, will ich Ihnen eines mit auf den Weg geben: Hören Sie immer auf die Signale des Marktes!

Die Kurs-Entwicklung ergibt sich aus der Meinung ALLER Marktteilnehmer: Kleinanleger, Großinvestoren, Fondsmanager oder Insider.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie es besser wissen als alle anderen, ist sehr gering. Das sollten Sie akzeptieren.

Daher meine dringende Empfehlung: Stellen Sie sich niemals gegen den Markt!

Gerade wenn eine Position in die Verlust-Zone läuft, wechseln viele Anleger in den Hoffnungs-Modus („Die Aktie kommt schon wieder.“). So werden aus anfänglich kleinen Verlusten häufig große.

Keiner, wirklich keiner liegt immer richtig! Es gehört zum Geschäft, dass Sie mit der einen oder anderen Aktie einen Verlust machen.

Deshalb ist es für Sie entscheidend diese unvermeidlichen Verluste in einem überschaubaren Rahmen zu halten.

Achten Sie auf Ihr Risikomanagement

Damit wären wir beim Thema Risiko-Management:

Verluste strikt zu begrenzen, ist ein ganz wichtiger Punkt. Überlegen Sie sich bereits vor einer Investition, an welchem Punkt Sie wieder aussteigen, falls die Position nicht in die gewünschte Richtung läuft.

Wenn Sie das wissen, können Sie auch die Frage nach der Positionsgröße beantworten. Bewährt hat sich die 1%-Regel: Lassen Sie pro Position nicht mehr als 1% Verlust bezogen auf das Gesamt-Depot zu.

Konkretes Beispiel:

Liegt Ihr Stopp bei einer Aktie 20% unter dem Einstieg, sollte der Anteil dieser Position am Portfolio 5% betragen. Wird der Stopp erreicht, beläuft sich der Verlust im Gesamt-Depot exakt auf 1%.

Lassen Sie Ihre Gewinne laufen

Das2. Szenario, das Sie hoffentlich häufiger erleben, ist der Umgang mit Gewinnen.

Manche Anleger, etwa Value-Investoren, arbeiten mit Kurszielen. Ich selbst setze mir keine festen Kursziele, an denen ich eine Position verkaufe. Als Trendfolger bleibe ich solange investiert, bis es zum Trendbruch kommt.

Das empfehle ich auch Ihnen. Der viel zitierte Ratschlag „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“ ist gerade bei der Trendfolge der zentrale Erfolgsfaktor.

Halten Sie Ihre Verluste gering! Auf der anderen Seite sollten Sie nicht voreilig verkaufen, nur weil Sie ein paar Prozent im Gewinn sind.

Wenn ich die wichtigste Regel für den Börsen-Erfolg benennen soll, dann ist es diese: „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“.

Wenn Sie die Verlust-Positionen konsequent aussortieren und sich auf die Gewinner konzentrieren, haben Sie den entscheidenden Schritt zu Ihrem dauerhaften Börsen-Erfolg gemacht.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.