Börsen von Wirtschaft abgekoppelt – Gefahr für Crash nimmt zu

In einem vorangegangenen Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, wie stark sich die Wirtschafts-Entwicklung von den Börsen abgekoppelt hat. Das ist […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

In einem vorangegangenen Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, wie stark sich die Wirtschafts-Entwicklung von den Börsen abgekoppelt hat. Das ist eine Gefahr für den kommenden Crash.

Genau das belegt eine neue ausführliche Analyse von mir, welche die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in den USA mit dem S&P500-Aktienindex vergleicht.

Seit den 1980er-Jahren wachsen die Aktienmärkte in den USA 3x schneller als die reale Wirtschaft – wir erleben eine Aktienblase:

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Oben sehen Sie bei diesem Vergleich, dass das BIP der realen Wirtschaft bis in die 1980er-Jahre deutlich stärker gestiegen ist, als der Zuwachs der Kurse an den Aktienmärkten betrug.

Von 1945 – 1980 war der BIP-Zuwachs in den USA sogar 1,7x größer als das Wachstum an der Börse.

Erst in den 1980er-Jahren drehte sich diese Entwicklung um und von 1980 – 2015 sind die Börsen umgekehrt  fast 3x schneller gestiegen als die reale Wirtschaft.

Das bedeutet nichts anderes, als dass die Börsen seit 30 Jahren völlig aus dem Ruder laufen und dieser Zuwachs nicht mehr fundamental gerechtfertigt ist.

Aktienblase: Die Börsen wachsen erst seit 30 Jahren schneller als das BIP

Doch dieses Börsen-Wachstum von heute ist nicht stabil, denn es widerspricht Naturgesetzen:

Ich vergleiche die Entwicklung immer mit einem Baum, bei dem die Wurzeln die reale Wirtschaft sind, auf welche der Baum (also die Börsen) aufbaut.

Der Baum kann nur dann langfristig stabil wachsen, wenn auch die Wurzeln, die ihn im Boden halten, mindestens genauso zunehmen. Anderenfalls wird er früher oder später umstürzen.

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Bis in die 1980er-Jahre hinein waren die Börsen stabil, weil sie sich auf ein hohes Wachstum der realen Wirtschaft stützen konnten.

Doch seither haben die Aktienkurse ein exponentielles, also immer schnelleres Wachstum erfahren.

Dieses ist nicht mehr durch eine Zunahme der realen Wirtschaft begründet – der Baum wächst also seither 3x schneller als die Wurzeln, die ihn festhalten.

Börsen werden anfällig für den Crash

So wie auch ein Baum eine ganze Zeit schneller wachsen kann als die Wurzeln, können auch die Börsen viele Jahre nach oben schießen, ohne dass dies fundamental begründet ist.

Doch zwangsläufig kommt der Tag der Wahrheit und ein kleiner Windstoß wird den Baum umstürzen bzw. die Börsen in einem gewaltigen Knall crashen lassen.

Die Crashes vom Jahr 2000 und von 2008 waren nur Vorboten davon, dass diese Aktienblase völlig zusammenbrechen wird.

Denn jedes Ungleichgewicht endet in der Natur im Crash bis hin zur Selbstzerstörung.

Das gilt für die USA und noch umso mehr für Deutschland und Europa

Die Entwicklung in Europa oder anderen Teilen der Welt ist ähnlich der in den USA und z. T. sogar noch extremer:

Der Zuwachs beim DAX ist beispielsweise deutlich stärker als der beim S&P500; und damit ist das Rückschlag-Potential bei uns weitaus größer als in den USA.

Unser Finanz-System befindet sich damit nicht in einem nie mehr endenden Boom, sondern in der Endphase vor dem endgültigen Kollaps.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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