Bosch expandiert: Halbleiter-Produktion bekommt Zuwachs

Automobilzulieferer Bosch investiert rund 1 Mrd. € in eine neue Chip-Fabrik in Dresden. Anleger können aber nur über Umwege profitieren. (Foto: Ekaterina-Kupeeva)

Robert Bosch ist Deutschlands größter Automobilzulieferer und gleichzeitig eine der bedeutendsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 375.000 Mitarbeiter und weist einen Jahresumsatz von über 70 Mrd. € (2015) aus.

Bei dem Mischkonzern, der auch Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge und Gebäudetechnik herstellt und vertreibt, ist die Sparte Automobiltechnik mit etwa 59 % der größte Geschäftsbereich.

Bosch Investition – Wirtschaftsstandort Deutschland aufwerten

Zu den 80 Betriebsstätten in Deutschland gesellt sich nun ein neuer hinzu. In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden baut Bosch eine neue Halbleiter-Chip-Fabrik und investiert dabei rund 1 Mrd. €. Damit schafft die Gesellschaft nach eigenen Angaben bis zu 700 Arbeitsplätze und möchte die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland stärken.

Bis Ende des Jahres 2019 soll der Bau der Betriebsstätte laut Bosch abgeschlossen sein. Für 2021 ist nach einer Anlaufphase voraussichtlich mit dem Beginn der Produktion zu rechnen. Wie die Unternehmensleitung weiter erklärte, sind Halbleiter eine Schlüsseltechnologie und finden in erster Linie bei der Automatisierung, der Elektrifizierung und der zunehmenden Vernetzung in der Industrie sowie im privaten Bereich Verwendung.

Wie Anleger von den Aktivitäten von Bosch profitieren können

Da es sich bei Bosch um eine GmbH handelt, ist es für private Investoren kaum möglich, sich an dem Unternehmen z.B. in Form eines Aktien-Investments zu beteiligen. Der Autozulieferer ist an keiner deutschen Börse gelistet. Aber wenn es eine solche Aktie gäbe, könnte sie sich wahrscheinlich vor Investoren kaum retten.


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Dennoch gibt es ein solches Papier: Aufgrund von Zukäufen ist Bosch India mit der ISIN INE323A01026 auf den internationalen Märkten erhältlich. Und das mit einer sehr guten Performance. In den zurückliegenden 3 Jahren (Stand: Juni 2017) verzeichnete Bosch India einen Kurszuwachs von mehr als 104 %.

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Auch Anleger, die den hohen Aufwand und die nicht geringen Kosten scheuen, eine indische Aktie ins Depot zu nehmen, besitzen noch eine weitere Möglichkeit, sich hier zu engagieren. Bosch India ist auch Bestandteil des Aktienfonds Comgest Growth India, der auf indische Mid Caps (mittelgroße Unternehmen) ausgerichtet ist. Neben dem Ableger des deutschen Vorzeigeunternehmens zählen der Motorenproduzent Cummins und das Internet-Stellenportal Info Edge zum Portfolio.

Seit einigen Jahren überzeugt die indische Börse die Anleger wieder mit einer sehr guten Entwicklung. Die Vorteile dieses aufstrebenden Landes sind ein Wirtschaftswachstum von knapp 6 %, gesunde Banken, eine niedrige Abhängigkeit vom Export und 1 Mrd. meist gut ausgebildeter Konsumenten.

Mit der neuen Investition von rund 1 Mrd. € in den Bau einer Chip-Fabrik in Dresden weitet Bosch seine Aktivitäten in Deutschland aus. Damit behauptet die Gesellschaft den 1. Platz unter den Autozulieferern des Landes.

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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