Bruttoinlandsprodukt: Deutschlands Wachstum in Zahlen

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Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands wird vom Statistischen Bundesamt berechnet. Wie lange es das BIP noch geben wird, ist jedoch fraglich. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres.

Es trifft eine Aussage über die Produktion von Waren und Dienstleistungen, welche dem Endverbrauch dienen.

Mehr dazu: Bruttoinlandsprodukt: Definition der wichtigsten Wirtschaftsgröße.

Da das BIP die gesamte ökonomische Wertschöpfung eines Staates angibt, ist es gleichzeitig der wichtigste Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft.

Aus diesem Grund bietet eine Veränderung der Kennzahl von einem Wirtschaftsjahr auf das andere Aufschluss über das wirtschaftliche Wachstum Deutschlands.

Berechnet wird das BIP in Deutschland vom Statistischen Bundesamt.

Bruttoinlandsprodukt: So funktioniert die Berechnung in Deutschland

Jedes Jahr legt das Statistische Bundesamt zweimal Berechnungen für das BIP des Vorjahres vor.

Im Frühjahr (etwa in den Monaten März und April) erfolgt die Vorlage des sogenannten Vorberichts. Im Herbst erscheint dann der Hauptbericht.

Der Hauptbericht beinhaltet auch die Zahlen der früheren Jahre. Diese werden dann noch einmal einer Prüfung unterzogen und in der Regel etwas revidiert.

Mehr dazu: Der ifo-Index als Stimme der Wirtschaft – so funktioniert seine Berechnung.

Auch für den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung zu Jahresbeginn liefert das Statistische Bundesamt entsprechende Zahlen des gerade beendeten Jahres.

Da die Berechnung im Januar erfolgt, beruhen die Zahlen allerdings zum Teil auf erfahrungsgemäßen Schätzungen.

Die Enquete-Kommission: Ablösung des Bruttoinlandsproduktes geplant

In seiner 77. Sitzung am 1. Dezember 2010 beschloss der Deutsche Bundestag die Einsetzung einer Enquete-Kommission mit dem Namen „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft“.

Am 17. Januar 2011 nahm die Kommission ihre Arbeit auf.

Ihr Auftrag ist es, bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2013 Vorschläge für eine neue Messgröße für Wohlstand und Lebensqualität in der Bundesrepublik zu erarbeiten.

Die Ansätze der Kommission sollen auf Dauer das Bruttoinlandsprodukt ablösen können.

Das grundsätzliche Thema, mit dem sich die Kommission seit ihrer Gründung in 1. Linie beschäftigt, dreht sich um die Frage, ob klassisches Wachstum heutzutage mehr Wohlstand schaffen kann.

Unter anderem beschäftigen sich die insgesamt 5 Arbeitsgruppen mit den folgenden Fragen:

  • Lassen sich Rohstoffverbrauch und Güterproduktion voneinander entkoppeln?
  • Unter welchen Bedingungen führt technischer Fortschritt zu mehr Umweltschutz?

Die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland

Die Statistiken machen deutlich, dass das BIP in den letzten Jahren immer um knapp 2,0% anstieg.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die BRD hinter den USA, Japan und China nach absoluten Zahlen die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt darstellt.

Im Jahr 2013 beispielsweise wird das BIP in Deutschland laut der Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung um 0,7% gegenüber dem Vorjahr wachsen.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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