Bundesbank in der Krise: So schützen Sie Ihr Vermögen

Das Bundesbank-Desaster, das wir Ihnen ausführlich dargestellt haben, reflektiert auch auf Ihr Vermögen: Fallende Zinsen und steigende Inflation fressen es […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Das Bundesbank-Desaster, das wir Ihnen ausführlich dargestellt haben, reflektiert auch auf Ihr Vermögen:

Fallende Zinsen und steigende Inflation fressen es schneller auf, als ein Heuschrecken-Schwarm.

Kaufkraft und Vermögen der Deutschen rauschen in den Keller

Sie wissen jetzt: Deutschlandweit gesehen nimmt die Kaufkraft jährlich zwischen 80 – 120 Mrd. € ab – umgerechnet auf den Einzelnen sind das 1.000 – 1.500 € im Jahr.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat Folgendes ausgerechnet:

Der reale Rückgang des Vermögens der Deutschen von 2003 – 2013 um 15% beträgt netto – das entspricht umgerechnet auf den Einzelnen 20.437 €.

Und eine Studie der DZ Bank ergab, dass Sparer, die von 2010 – 2015 auf Geldwerte setzten, insgesamt 112 Mrd. € verloren.

Und trotzdem liegen 70% des deutschen Geldvermögens immer noch auf Sparbüchern, Tagesgeld-Konten, Lebensversicherungen – oder im Sparstrumpf.

Sind Sie zu risikoscheu?

Die Deutschen – und vielleicht auch Sie – sind zu risikoscheu; so rangiert bei den hiesigen Sparern die Sicherheit weit vor der Rendite.

Und nur Wenige wollen sich mit riskanten Aktien beschäftigen. Daher legen Sie Ihr Geld lieber nutz- und zinslos auf ein Girokonto.

Manch einer setzt noch auf die vermeintliche Zuverlässigkeit der festverzinslichen Wertpapiere. Die Betonung dabei liegt ausdrücklich auf „vermeintlich“!

Das alles hat weder Hand noch Fuß.

So schützen Sie Ihr Vermögen

  • Streuen Sie Ihr Vermögen – neben Immobilien(-Anteilen), Bargeld-Reserven, ausländischen Währungen und Edelmetallen (Gold und Silber) auch mit weiteren Sachwerten; beispielsweise mit Schmuck,  Porzellanen, Orient-Teppichen, Weinen, Kunstgegenständen, Rohstoffen, etc.
  • Bedenken Sie: Sachwerte werden nie völlig wertlos – außer natürlich, sie werden physisch zerstört. Insbesondere in Zeiten fragiler Wirtschafts-Systeme und Euro-Turbulenzen sind diese eine gute Ergänzung zu den klassischen Anlagen.
  • Legen Sie in wenig schwankungsanfälligen Aktien an. Vermeiden Sie dabei spekulative Titel. Investieren Sie stattdessen in grundsolide, krisensichere Firmen, die es in Jahrzehnten noch geben wird. Konzentrieren Sie sich also auf Konzerne, die international vertreten sind. So können Krisen auf einzelnen nationalen Märkten durch andere ausgeglichen werden.
  • Prüfen Sie anhand der Geschäftsberichte das Cash-Polster, die Eigenkapitalquote des Konzerns (mind. 30%). Beachten Sie weitere Kriterien: Die entsprechenden Betriebe sollten über ein mittelfristiges Wachstums-Potenzial, ein stabiles Geschäftsmodell, eine gute Unternehmens-Führung und eine erfolgsversprechende Gewinn-Prognose verfügen; also eine stetige Gewinn-Entwicklung vorweisen. Dazu gehört die Ausschüttung einer regelmäßigen und möglichst hohen Dividende.
  • Alle anderen Anteilspapiere werden, wie die Geschichte bereits gezeigt hat, bei einem „System-Crash“ einen Totalverlust erleiden. Achten Sie darauf, dass Sie die Aktien nicht zu einem absoluten Höchstkurs kaufen. In Ihrem Vermögens-Portfolio sollte Ihr Aktienanteil durchschnittlich 30% betragen.
  • Ebenso können Sie in ausgesuchte defensive Mischfonds investieren. Das sind Finanz-Pools, die flexibel zwischen Aktien, Anleihen oder Bargeld umschichten. Einen Großteil der Anleger-Mittel halten diese dabei stets in sicheren Zinspapieren.
  • Schließen Sie weder eine Lebensversicherung noch einen Bausparvertrag als Geldanlage oder zur Finanzierung ab. Diese lohnen nicht und entwickeln sich stattdessen immer mehr zu einem Minus-Geschäft.
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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.