Candlestickmuster: Der Hammer verspricht steigende Kurse

Der Hammer ist als Muster bei der Candlestickanalyse ein Signal für wieder steigende Kurse. Aber Vorsicht, es besteht Verwechslungsgefahr.

Der Hammer ist eines der wichtigen Signale in der Candlestickanalyse und gibt das Signal für wieder ansteigende Kurse nach einem Abwärtstrend. Candlesticks bieten innerhalb der Charttechnik deutliche Vorteile gegenüber Liniencharts, da sie Bewegungen innerhalb eines Tages, bzw. des betrachteten Handelszeitraums, darstellen und helfen so dem Anleger erfolgreich im Markt handeln zu können.

Candlesticks werden vermehrt seit Anfang der 1990er Jahre zu technischen Analyse für Aktientrends eingesetzt. Entstanden sind die Candlsticks jedoch weit früher. Der Japaner Munehisa Homma (1724 – 1803) entwickelte die Methode um Preise am Reismarkt vorherzusagen. Sein System der Candlesticks setzte er so erfolgreich ein, dass er den Ehrennamen „Gott der Märkte“ bekam.

Der Hammer: Das Chartbild in den Candlesticks

Candlesticks Hammer Chartbild

Ein Blick auf das Erscheinungsbild der Kerze erklärt den Namen. Sie ist geformt wie ein Hammer oder Kanazuchi, wie die japanische Übersetzung lautet. Der kleine Kerzenkörper zeigt, dass Eröffnungskurs und Schlusskurs nahe beieinander lagen. Durch den langen „Stiel“ des Hammers wird ersichtlich, dass im Handelsverlauf weit tiefere Kurse gehandelt wurden.

Ohne den richtigen Trend kein Hammer

Der Hammer wird oft als Einzelkerze dargestellt, dies ist aber nicht korrekt. Besonders Anleger die noch nicht so vertraut mit den Candlesticks sind können hier in die Falle tappen. Der Hammer setzt zwingend einen vorhergehenden Abwärtstrend voraus. Tritt der Hammer in einem Seitwärtstrend auf hat er keine Aussagekraft.

Die Verwechslungsgefahr besteht, wenn in einem Aufwärtstrend eine solche Kerze als Hammer gedeutet wird. In diesem Fall ist nicht mit steigenden Kursen, sondern mit einer Trendumkehr zu fallenden Kursen zu rechnen.  In diesem Fall wird die Kerze auch nicht als Hammer, sondern als Hanging Man bezeichnet.

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Der Stiel des Hammers ist wichtig

Ob der Schlusskurs leicht unterhalb oder oberhalb des Startkurses liegt, ist nicht wirklich entscheidend. Wichtig ist der „Stiel“ des Hammers, oder besser die Lunte, wie der Bereich unterhalb des Kerzenkörpers wirklich bezeichnet wird. Die Lunte sollte mindestens die doppelte Länge des Kerzenkörpers ausmachen.

Die lange Lunte zeigt an, dass im Tagesverlauf der vorherrschende Verkaufsdruck zunächst noch Bestand hatte, dann aber gedreht hat. Diese deutliche Änderung ist ein Signal dafür, dass die negative Stimmung im Markt ein Ende gefunden hat.

Bestätigung und Aufwärtspotential

Auch wenn der Hammer ein aussagekräftiges Signal für eine Trendwende nach einem Abwärtstrend ist, sollte der Investor zumindest eine Bestätigung durch eine weitere positive Kerze im nächsten Handelszeitraum abwarten. Das Durchbrechen der übergeordneten Trendlinie wäre ein weiteres Signal für die Trendumkehr.

Nach einer solchen Trendumkehr ist das Kurspotential in den wieder ansteigenden Kursen von der Höhe des vorherigen Abwärtstrends abhängig und lässt sich mit Hilfe des Fibunacci-Retracement  berechnen.

Der Hammer: ein leicht zu erkennendes Candlestickmuster

Wer auf den vorherrschenden Trend achtet, kann das Bild des Hammers leicht in Chartverläufen ausmachen. Mit Hilfe dieses Candlesticksmusters ist es Anlegern möglich eine Trendumkehr frühzeitig zu erkennen. Der Hammer gilt als sehr zuverlässiges Signal der Candlesticks, trotzdem sollten Anleger vor einem Investment immer eine Bestätigung abwarten.


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Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.

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