Chancen und Risiken bei Investitionen in die Immobilien-Klasse REIT

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Ein Überblick über die Chancen und Risiken bei Investitionen in die Immobilien-Klasse REIT. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Die Einführung von REITs (Real Estate Investment Trust) macht die Auswahl der richtigen Immobilien-Investition noch schwieriger.

Zu den unbestritten besten Altersvorsorgeinvestitionen gehört die selbst genutzte Wohnimmobilie. Der zusätzliche Besitz von Mietwohnungen bietet sich nur dann an, wenn Sie ein Objekt in optimaler Lage finden.

Angesichts der in Deutschland abnehmenden Bevölkerungszahl gilt die alte Immobilienweisheit mehr denn je: „Es gibt 3 Kriterien für die Auswahl eines guten Mietobjektes: Die Lage, die Lage und noch einmal die Lage!“

Hinzu kommt der Arbeitsaufwand (Auswahl der Mieter, Reparaturen, Sanierungen, Nebenkostenabrechnungen …). Angesichts dieser Nachteile bieten sich Mietobjekte nur in wenigen Fällen als echte Alternative an.

Sollten Sie sich Gedanken über eine Immobilieninvestition machen, ist es wichtig, sich einen guten Überblick zu diesem Thema zu verschaffen.

Im Folgenden bekommen Sie einen Überblick über die Chancen und Risiken bei Investitionen in die Immobilien-Klasse REIT.

REIT: Chancen

  • Attraktive Ausschüttungs-Renditen von bis zu 10%
  • Kursstabilisierung durch hohe Ausschüttungen
  • Geringe Einstiegskosten
  • Tägliche Wertkontrolle
  • Schneller Kauf und Verkauf möglich
  • Niedrige Einstiegssummen erforderlich
  • Hohes Kurspotenzial

REIT: Risiken

  • Kursschwankungen möglich
  • Börsenkenntnisse erforderlich
  • Allgemeine Börsenstimmung beeinflusst die Wertentwicklung (nicht nur der Wert des Immobilienportfolios)

Mehr zum Thema: REITs: Die Erfolgsgeschichte

Alles drängt zum Gold – Vergessen Sie dabei das Betongold nicht!

Immobilien gewinnen bei der privaten Vermögensbildung wieder an Bedeutung. Diese neue Wertschätzung verdankt das „Betongold“ ausgerechnet einer anderen Anlageklasse.

Der Rohstoffboom mit der Wiederentdeckung des Goldes hat in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass das Thema „Asset Allocation“, also die Diversifikation (Streuung) von Geldanlagen, neu diskutiert wird und alte Anlageempfehlungen in die Mottenkiste wandern.

Noch vor 10 Jahren haben sich viele Vermögensberater auf die Anlageklassen Aktien und Anleihen beschränkt. Vereinfacht galt die Faustformel:

100 – Alter = Aktienquote

Ein 20-jähriger Azubi konnte also ruhigen Gewissens 80% seiner Ersparnisse in Aktien investieren und 20% in konservative Rentenpapiere (Bundesanleihen).

Die Aktienquote durfte so hoch sein, weil in dem Alter der Kapitaleinsatz im Regelfall noch nicht so groß ist und ein Börsencrash über mehrere Jahre einfach ausgesessen werden kann.

Wer dagegen mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geht, sollte auf der sicheren Seite stehen. Ein Wertpapierdepot mit 65% Anleihen bietet den notwendigen Schutz und klar kalkulierbare Zinseinnahmen. Die 35% Aktien sind dann der Rendite-Hebel für den Extra-Urlaub oder ein neues Auto.

Durch den Rohstoffboom wurde dieses einfache Aktien- Anleihen-Schema in Frage gestellt. Rohstoff-Investments sind als Depotbeimischung gefragter denn je.

Der Trend geht sogar dahin, noch mehr Asset-Klassen zu berücksichtigen. Ein sechsstelliges Depot kann heute Aktien, Zinspapiere, Rohstoffe (inklusive Gold), Hedge-

Fonds, Private-Equity-Fonds und Immobilien-Investments enthalten.

Beim Thema Immobilien-Investments wird in Deutschland aktuell fast ausschließlich über die Einführung von Real Estate Investment Trusts (REITs) gesprochen.

Das ist auch ohne Frage ein Meilenstein in der Entwicklung dieser Anlage-Klasse, doch um Stärken und Schwächen bewerten zu können, ist ein Überblick über alle Formen der Immobilien-Investments erforderlich.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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