Chartanalyse Euro – eine Seitwärtsphase im Abwärtstrend

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Börsenexperte Michael Berkholz unternimmt für Sie in diesem Beitrag eine Euro-Chartanalyse – hier ein aktueller Blick auf den EUR/USD. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die Chartanalyse Euro – Dollar zeigt mehr als nur das Verhalten von zwei Währungen im Vergleich zueinander. Es geht hier um Europa gegen die USA – bzw. welches Geldsystem mehr unter Druck gerät als das andere.

Zugegeben, die Turbulenzen der vergangenen Jahre haben wir 2013 noch nicht erlebt. Das kann man durchaus als gutes Zeichen werten. Vor allem, weil damit wohl die politische Börse etwas an Stärke verloren hat.

Es gibt zwar regelmäßige Ansprachen der Währungshüter, aber diese haben aktuell keine drastischen Auswirkungen. Der Markt weiß, dass radikale Entscheidungen unwahrscheinlich sind, und die Politiker haben bisher wenig effektive Lösungen vorgestellt, um aus der Währungskrise zu kommen. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf werfen wir nun einen Blick auf die Chartanalyse Euro.

Wochenchart EUR/USD

Die kurzfristige Volatilität in natürlich besonders im Devisenmarkt weiterhin gegeben. Wer allerdings als Kleinanleger eher im mittelfristigen Zeitfenster spekulieren möchte, sollte sich nicht unbedingt den Stundenchart ansehen.

Der Wochenchart im EUR/USD macht die Sachlage weit übersichtlicher. Im folgenden Bild zur Chartanalyse Euro zeichnen sich einige Widerstände und Unterstützungen ab.

Chartanalyse Euro

(Quelle:guidants.com)

Kürzlich wurde die rote Trendlinie, die bisher einen Widerstand darstellte, auf Wochenschlussbasis gebrochen. Das ist ein bullisches Zeichen.

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Sollten sich die EUR/USD-Kurse in den kommenden Wochen darüber festigen, wäre das bisherige Jahreshoch bei etwa 1,37 das nächste Ziel. Die obere gelbe Linie am bisherigen Jahreshoch 2013 ist dann der nächste große Widerstand. „Weltkrieg der Währungen” – Ist der Dollar am Ende?

Auf der anderen Seite unterstützt aktuell die grüne Linie einen mittelfristigen Aufwärtstrend bei der Chartanalyse Euro. Falls die Kurse wieder unter die rote Linie rutschen, könnten sie an der grünen Trendlinie wieder nach oben abprallen.

Seitwärtsphase im Chart

Aktuell befinden wir uns allerdings in einer Seitwärtsphase im EUR/USD. Die gelben Linien zeigen das Jahreshoch und das Jahrestief. In diesem Bereich scheint der Kurs auch weiterhin zu schwanken.

Die Unterstützung bei 1,275 macht einen soliden Eindruck und wurde bereits dreimal dieses Jahr getestet. Im Vergleich dazu könnte das Jahreshoch bei 1,37 leichter durchbrochen werden. Forex Strategie – wie man Währungspaare handelt

Dennoch, der übergeordnete ist abwärts gerichtet – auch wenn die Kurse seit Mitte 2012 steigen. Somit ist es durchaus möglich, dass sich der EUR/USD noch einige Wochen (wenn nicht sogar Monate) weiter seitwärts bewegt.

Chartanalyse Euro: Fazit

Die Währungshüter auf beiden Seiten des Atlantik haben scheinbar den Geldmarkt einigermaßen in den Griff bekommen. Auf Jahressicht hat sich der EUR/USD lange nicht mehr so ruhig verhalten. Ob man das als Zeichen interpretieren mag, dass die Finanzkrise vorbei ist, sei einmal dahingestellt. Es kann auch nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm oder schwarzen Schwan sein.

Es müssen große Entscheidungen gefällt werden, damit sich wieder etwas tut in der Chartanalyse Euro. Vielleicht kommt nach der Bundestagswahl am 22. September 2013 etwas mehr Schwung in die Märkte. Zumindest kann man noch darauf hoffen, dass nach der Wahl tatsächlich etwas gegen die Finanzkrise unternommen wird.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.