Citrix Aktie trotz Corona-Krise auf Rekordkurs

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Die Citrix Aktie profitiert vom Trend zum digitalen Arbeitsplatz - insbesondere in der Corona-Krise. (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Der US-Softwareanbieter Citrix Systems gilt als einer der Gewinner der Corona-Krise. Während viele Aktien im Zuge der Virus-Pandemie und der zu erwartenden weltweiten Rezession kräftig eingebrochen sind, konnte die Citrix Aktie seit Jahresbeginn um rund 25 % zulegen. Auf 5-Jahressicht ergibt sich sogar ein Kursplus von über 170 %.

Doch was sind die Gründe dafür, warum Citrix Systems so erfolgreich ist und viele Analysten immer noch optimistisch für die Citrix Aktie sind?

Citrix Aktie – ein kurzer Überblick über das Unternehmen

Die US-Softwarefirma Citrix Systems wurde bereits im Jahr 1989 gegründet. Das Software-Unternehmen mit Sitz in Fort Lauderdale/Florida bietet vor allem Cloud-basierte Arbeitsplatz- und Netzwerk-Software an.

Dazu gehören Produkte wie Citrix HyperVisor und Software für die Virtualisierung von Netzwerk-Rechnern (Server) und Mitarbeiter-Zusammenarbeit (Collaboration-Software). Unter dem Strich hat sich Citrix mit seinen Softwarelösungen darauf spezialisiert, um den digitalen Arbeitsplatz Realität werden zu lassen. Damit soll es für Mitarbeiter einfacher werden, remote (z.B. von Zuhause aus) zu arbeiten.

Mithilfe einer einfachen und modernen IT-Infrastruktur soll jede Anwendung auf Abruf bereitstehen. Unter dem Strich will Citrix mit seiner Software eine höhere Mitarbeiter-Motivation und dadurch auch eine höhere Produktivität erreichen.

Citrix Systems in Zahlen

Aus diesem Grunde setzen heute mehr als 400.000 Firmenkunden (Adobe Systems, Vestas etc.) mit über 100 Mio. Anwender aus über 100 Länder weltweit auf Citrix-Lösungen. Unter dem Strich vertrauen 99 % der Fortune 500 Firmen auf Citrix-Produkte.

Den Großteil seiner Erlöse erzielt Citrix über ein Abo-Modell, wodurch das Unternehmen auf stabile und wiederkehrende Umsätze hoffen kann.

Bereits im vergangenen Fiskaljahr setze Citrix mehr als 3 Mrd. US-$ um, im kommenden Jahr 2021 sollen die Erlöse dann die Marke von 3,3 Mrd. US-$ erreichen. Citrix Systems ist seit Jahren hochprofitabel. Im Jahr 2020 rechnen Analysten mit einem Gewinn von 5,36 Dollar je Aktie, der im Jahr 2021 voraussichtlich auf über 6 US-$ je Anteil steigen soll.

Was ist das Besondere an Citrix Systems?

Citrix Software bringt virtuelle Windows-Anwendungen und Desktops an jeden Ort der Welt, so dass Mitarbeiter von unterwegs aus arbeiten (Teleworking) können. Eine große Rolle spielen dabei Virtualisierungslösungen, um Windows-Anwendungen auch auf jenen Geräten zur Verfügung zu stellen, auf denen gar kein Windows-Betriebssystem läuft.

Kurzum: Citrix gelingt es mit seinem kompakten Lösungsangebot, dass jeder Mitarbeiter von überall auf der Welt zu jeder Zeit von jedem Gerät aus auf die gewünschten Anwendungen zugreifen kann.

Fazit: Citrix trifft den Nerv der Zeit

Citrix Systems hat Produkte im Angebot, die den Nerv der Zeit treffen. Denn gerade in Zeiten der Corona-Krise versuchen viele Unternehmen den Arbeitsplatz ins Homeoffice zu verlagern.

Dadurch können Firmen mithilfe von Citrix-Software nicht nur die Auswirkungen von Ausgangsbeschränkungen abmildern. Daneben gelingt es Firmen auch, die Arbeitsweise ihrer Mitarbeiter positiv zu verändern und damit nicht nur die Arbeit angenehmer zu gestalten, sondern die Produktivität erhöhen.

Aus diesem Grunde sind Analystenhäuser wie Morgan Stanley nach wie vor optimistisch für die Citrix Aktie. Die US-Analysten glauben, dass der Trend von Zuhause aus zu arbeiten, den freien Cashflow von Citrix über die Marke von 10 US-$ je Aktie im Jahr 2022 heben werden. Ferner dürfte Citrix von seiner breiten Kundenbasis (über 400.000 Firmen, über 100 Mio. Nutzer) und seiner führenden Stellung im Remote Computing Markt profitieren.

Dennoch sollten Anleger vorsichtig sein, denn viele positive Entwicklungen sind in den jetzigen Kursen bereits eingepreist (Kurs-Gewinn-Verhältnis 2020: 26). Anleger sollten daher auf Kursrücksetzer warten und die Citrix Aktie nicht auf dem Jahreshoch kaufen.

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Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

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