Crash-Gefahr: EZB-Direktor warnt vor weiterer Liquiditäts-Politik

Die lockere Geldpolitik der Notenbanken geht einfach immer weiter…

Ausnahmezustand wird immer mehr zum Standard

Was als Notfall-Maßnahme direkt nach der Finanzkrise 2008 gestartet worden ist, hat sich nun zur neuen Normalität ausgeweitet.

Doch eines muss Ihnen dabei klar sein: Wir erleben aktuell alle ein großes Experiment durch die Notenbanken, dessen Ausgang alles andere als klar ist.

Wie umstritten mittlerweile die lockere Geldpolitik auch innerhalb der Führungs-Etage der europäischen Zentralbank ist, verdeutlicht folgende Aussage:

So hat das EZB-Direktoriums-Mitglied Yves Mersch Ende 2016 vor einer weiter anhaltenden Liquiditäts-Politik der EZB gewarnt.

Damit stellt er sich eindeutig gegen den Chef des Gremiums, Mario Draghi. Solche Positionen waren bislang nur selten zu hören.

Daher erscheint es mir mittlerweile angesagt, genauer hinzuschauen, was denn die Währungshüter tatsächlich tun bzw. was sie besser lassen sollten.

Zeit der Niedrigzinsen birgt weiter große Gefahren

Das Direktoriums-Mitglied Yves Mersch sagte: Je länger wir in diesem Niedrigzins-Umfeld verharrten, desto stärker würden die Nebenwirkungen dieser Maßnahmen sichtbar.

Zudem könne mit der Zeit die Wirksamkeit dieser Politik abnehmen. Ziel sollte sein, diesen Sonderzustand so schnell wie möglich zu verlassen, um den Schaden klein zu halten.

Daran sehen Sie, dass sich offensichtlich auch Mitglieder des EZB-Leitungs-Gremiums durchaus bewusst sind, dass die Liquiditäts-Politik der EZB langfristig Schäden anrichtet.

Insbesondere wird es auch immer deutlicher, dass diese Politik nicht mehr die gewünschten Wirkungen zeigt, wie etwa noch vor einigen Jahren:

So genügte früher schon eine Andeutung von EZB-Präsident Mario Draghi, um die Aktienmärkte in Hochstimmung zu versetzen.

Heute reicht es nicht einmal mehr, wenn im Rekord-Maßstab von 80 Mrd. € pro Monat Anleihen von der EZB aufgekauft werden, um das Zins-Niveau weiter künstlich niedrig zu halten.

Dies macht deutlich, dass jetzt auch die Notenbanken an ihre Grenzen gelangen und den Crash nicht mehr lange aufhalten können.

Sichern Sie sich aktiv ab

Deshalb ist es für Sie wichtig, dass Sie sich aktiv gegen diesen Kollaps absichern. Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen möglichst breit diversifizieren.

Auch Bargeld gehört dazu: Ich empfehle Ihnen, eine Bargeld-Menge vorzuhalten, die ausreicht, um mindestens 2 Monate Ihres derzeitigen Lebens-Standards finanzieren zu können.

22. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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