Crash-Gefahr: Immobilienpreise steigen immer schneller

Während bis vor Kurzem immer noch behauptet wurde, Deutschland hätte keine Immobilien-Blase, zeigen die neuesten Daten aus dem Finanzstabilitäts-Bericht der Deutschen Bundesbank ein völlig anderes Bild:

Preis-Entwicklung deutscher Wohnimmobilien bestätigt: Blase ist da

Allein zwischen 2011 und 2016 haben sich die Preise für Wohnimmobilien in Großstädten wie München, Hamburg, Köln, Frankfurt und Berlin um über 45% erhöht.

Selbst in den Regionen im Umland der Großstädte liegt der Wertzuwachs immer noch bei über 35%.

Solche Zahlen sind für mich ganz eindeutig Hinweise auf eine Immobilien-Blase.

Eine gesunde Entwicklung würde sich am realen Wachstum der Wirtschaft und der Einkommen orientieren.

Alles, was langfristig darüber hinausgeht, ist definitiv eine Blase, weil sich die Preis-Entwicklung nicht im Gleichgewicht mit der Gesamt-Entwicklung der Wirtschaft befindet.

Letztlich läuft der derzeitige Trend der Immobilienpreise darauf hinaus, dass sich immer weniger Menschen ein Eigenheim leisten können.

Denn die Schere zwischen Einkommen und Immobilienpreisen klafft immer weiter auseinander.

Zwar wird ein Teil der Preissteigerungen durch das aktuell niedrige Zinsniveau bei den Hypotheken-Krediten kompensiert.

Schere aus Kreditsumme und Immobilienwert klafft beim Crash massiv auseinander

Was dabei aber immer wieder übersehen wird, ist, dass es um die Kreditsumme im Ganzen geht und nicht nur um den heute niedrigen Zinssatz.

In einer Krise sind auch fest vereinbarte Zinssätze schnell Makulatur, wenn die Immobilienpreise fallen und die Kredite dann von den Banken fällig gestellt werden, weil die noch ausstehende Kreditsumme und der als Sicherheit dagegenstehende Immobilienwert in ein Missverhältnis zulasten des Kreditnehmers geraten.

Die Auswirkungen des Platzens einer Immobilienblase sind gewaltig:

Im Gegensatz zu anderen Blasen wie etwa bei Aktien wird davon die gesamte Wirtschaft betroffen; v. a. aber die Banken, weil die Summen, um die es geht, wesentlich größer sind als nur bei einer Aktienblase.

So war die Ursache für die Finanzkrise 2008 die platzende Immobilien-Blase in den USA. Für Sie heißt das: Halten Sie sich von dieser Blase fern!

Abgesehen vom Eigenheim sollten Sie nicht weiter auf Immobilien setzen. Anderenfalls riskieren Sie große Wertverluste, wenn es zum Crash am Immobilienmarkt kommt.

Geschichte zeigt: Immobilien in der Krise am meisten davon betroffen

Diese Anlageform ist keine Absicherung gegen Finanzkrisen, sondern meist sogar am stärksten davon betroffen.

In der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre fielen die Preise für Wohnimmobilien um über 90%, ebenso in der Argentinien-Krise im Jahr 2001.

7. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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