Crash-Gefahr: OECD warnt vor wachsenden Risiken

Die Krisengefahr wird aktuell in der Öffentlichkeit kaum noch gesehen. Es ist eher so, dass es fast täglich neue Jubelmeldungen […]

Die Krisengefahr wird aktuell in der Öffentlichkeit kaum noch gesehen. Es ist eher so, dass es fast täglich neue Jubelmeldungen und angehobene Prognosen gibt.

Wenn man diesen Meldungen Glauben schenkt, könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass es auf ewig so weitergehen wird mit dem wirtschaftlichen Aufschwung.

Doch wie Sie sich denken können, stehe ich diesem fast grenzenlosen Optimismus kritisch gegenüber.

Mit dieser Meinung stehe ich auch nicht allein da. Wenn man etwas genauer hinschaut, finden sich nämlich auch auf offizieller Seite mahnende Stimmen:

OECD-Chef-Ökonomin Catherine Mann: „Finanzmärkte haben sich heute mehr denn je von der Realwirtschaft abgekoppelt.“

Unbeobachtet von der breiten Öffentlichkeit hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unlängst vor steigenden Ungleichgewichten im Finanz-System gewarnt.

Die OECD-Chef-Ökonomin Catherine Mann wies dabei darauf hin, dass sich die Finanzmärkte heute mehr denn je von der Realwirtschaft abgekoppelt hätten.

Die Risiken würden dort nicht mehr gesehen und es gebe dadurch gefährliche Entwicklungen.

Zwar schränkte die Chef-Ökonomin ihre Warnung wieder ein, als sie auf die komplett andere Lage von heute, verglichen mit früheren Wirtschafts-Zyklen, verwies.

Doch in einer Hinsicht bin ich derselben Auffassung wie sie: Gerade seit der Finanzkrise 2008 hat sich das Finanz-System von der Realwirtschaft abgekoppelt.

Das sehen Sie v. a. bei den Aktienbörsen, wo z. B. noch im Jahr 2016 der S&P500-Index um ganze 17% anstieg, während die von ihm repräsentierte US-Wirtschaft gerade einmal um 1,6% zulegte.

Immobilien und Aktien massiv überbewertet

Das Gleichgewicht ist gestört, und Aktien, Immobilien sowie Anleihen werden trotzdem auf immer neue Rekord-Höhen hochspekuliert.

Doch solch ein Zustand geht nicht dauerhaft gut. In der Natur endet jede Fehlentwicklung letztlich in einer Korrektur der Verhältnisse.

Bei einem Gewitter bauen sich unterschiedliche Ladungen in der Wolke und am Boden so lange auf, bis ein Kurzschluss entsteht, für den ein Blitz einen Ausgleich schafft.

Auch das Finanz-System unterliegt diesen Naturgesetzen, und deshalb ist der Crash unausweichlich, um die entstandenen Auswüchse zu beseitigen.

Fazit

Das bedeutet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die jetzigen überzogenen Kurse wieder ganz plötzlich korrigieren.

Dann werden die Aktien abstürzen und Immobilien wieder drastisch an Wert verlieren.

Deshalb sollten Sie sich rechtzeitig, nämlich schon heute, gegen diesen unweigerlich kommenden Crash absichern!

Das tun Sie mit einer breiten Streuung Ihres Vermögens, die ich Ihnen an dieser Stelle immer wieder nahelege.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.