Steuererklärung: Ziehen Sie Vorteile aus Ihren Verlusten

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Eine Steuererklärung muss für Sie nichts Schlechtes bedeuten, Sie können auch Vorteile aus Ihren Verlusten ziehen - wir zeigen Ihnen, wie. (Foto: RomanR / shutterstock.com)

Besitzer von Häusern oder Wohnungen können steuerlich von Verlusten profitieren, wenn sie einige Dinge bei der Steuererklärung beachten.

Wann muss ich eine Steuererklärung machen?

Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung werden in der Anlage V zur jährlichen Einkommensteuererklärung erfasst. Sie müssen diese Anlage einreichen, wenn Sie:

– Grundbesitz oder einzelne Teile davon vermietet, wie beispielsweise ein Haus, Zimmer, Wohnung oder eine Garage.

– ein Haus oder eine Wohnung bauen oder kaufen und dieses vermieten wollen.

– für Ihren Grundbesitz keinen Mieter gefunden haben.

Notwendigkeit der Anlage V

Zu beachten ist, dass für jedes einzelne Mietobjekt eine gesonderte Anlage V abgeben werden muss.

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Bei der Anlage V müssen Sie auf der einen Seite die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung auflisten und auf der anderen Seite Ihre, aus dem Mietobjekt entstandenen, Kosten aufführen.

Die sich daraus ergebende Differenz wird erfasst und versteuert. Eine positive Differenz und somit ein positiver Überschuss muss dementsprechend versteuert werden. Eine negative Differenz mindert dagegen den zu versteuernden Betrag.

Werbungskosten senken die Steuerlast

Eine negative Differenz kommt u.a. durch die Werbungskosten zustande. Unter Werbungskosten versteht man alle Ausgaben, die der Besitzer eines Mietobjekts macht, um Mieteinnahmen zu erzielen. Dazu gehören zum Beispiel Maklerkosten oder Renovierungskosten. Damit Sie Werbungskosten gelten machen können, muss Ihr Mietobjekt noch nicht vermietet sein. Lediglich die Absicht einer Vermietung ist nachzuweisen.

Zur Minderung Ihrer Steuerlast wird die Summe der Werbungskosten von den Mieteinnahmen abgezogen. Aus dieser Summe bildet sich dann der zu versteuernde Betrag.

Anhand des Kaufdatums des Mietobjekts und des Datum der Fertigstellung kann das Finanzamt den Abschreibungssatz des Objekts ermitteln. Unter Abschreibungen versteht man die Wertminderungen des Hauses, der Wohnung beziehungsweise des Grundstücks.

Die entsprechenden Abschreibungsbeträge sind als Werbungskosten sofort abzugsfähig.


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Heinz-Wilhelm Vogel
Von: Heinz-Wilhelm Vogel. Über den Autor

Heinz-Wilhelm Vogel ist Rechtsanwalt in Hamburg.