Dank Trump: Sichere Renditen mit US-Waffenkonzernen

Nicht erst seit Trump sind Rüstungsaktien im Aufwind. Allerdings verstärkt er den Trend, mit einem massiven Aufrüstungsprogramm. (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Als nach der Wahl von Donald Trump die Börsen durchstarteten, standen im ersten Haushaltsentwurf des neuen US-Präsidenten drastisch erhöhte Militärausgaben auf der Prioritätenliste. Wegen der unklaren Gegenfinanzierung warteten die Börsen zunächst ab, doch dann ging es mit den Kursen nach oben. Allein die Ankündigungen Trumps beflügelten Rüstungsaktien und sorgten für Fantasie der Anleger.

Wie Rüstungsaktien von Trump profitieren

Dass Rüstungsaktien von Trump profitieren würden, zeigte sich dann etwa im Mai 2017, als mit Saudi-Arabien einer der größten Waffendeals vereinbart wurde – mit einem Volumen von rund 110 Mrd. US-$. Über weitere zehn Jahre hinweg sind insgesamt 350 Mrd. US-$ angepeilt. Davon hat sich allein Lockheed Martin Bestellungen über 28 Mrd. US-$ gesichert. Rund 15 Mrd. US-$ entfallen auf General Electric. Auch Raytheon und die Boeing kamen zum Zuge.

Erneut schickte Trump die Rüstungsaktien auf Höhenflug. Die Papiere legten nicht nur kurzfristig stärker zu als der Gesamtmarkt. Der einschlägige NYSE/Arca Defense Index brachte auf Jahressicht mit 29,9 % über zwei Drittel mehr als der Dow Jones.

US-Vormachtstellung ausbauen

Beim genauen Hinsehen zeigt sich aber, dass der Bereich schon seit Jahren stark zulegt. Seinen letzten Schub, der bis heute anhält, bekam er im Februar 2016. Zu der Zeit war noch Obama Präsident, der mit Militärausgaben zurückhaltender umging. Grund für den Anstieg waren die international aufgeflammten Krisenherde inklusive dem, was als Kampf gegen den Terrorismus verbucht wird.

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Unter Trump hielt bei Rüstungsaktien die Hausse ungebremst an. Er will um jeden Preis die weltweite Überlegenheit des US-Militärs sicherstellen, vor allem gegenüber China und Russland. Angeschafft werden sollen neue Flugzeuge, Schiffe, Raketen und Raketenabwehrsysteme. Das alles ist ein längerfristig ausgelegtes Aufrüstungsprogramm. Bis etwa die Marine von 277 auf 350 Schiffe anwächst, wird es noch einige Jahre dauern.

Munition auf Jahre hinaus

Spitzenreiter unter den US-Rüstungsfirmen ist nach wie vor Lockheed Martin. Dessen Umsätze erreichten 2016 über 40 Mrd. US-$. Dessen Aktie legte auf Fünfjahressicht um gut 327 % zu, das Papier des Konkurrenten Raytheon kommt auf denselben Wert. Northrop Grumman schaffte es gar auf 469 % Plus.

Unter den reinen Rüstungsaktien fällt mit 255 % der Wertzuwachs des Panzerbauers General Dynamics deutlich geringer aus. Hier allerdings ist der Kursauftrieb seit Trumps Wahl am stärksten ausgeprägt. Insgesamt zeigt sich, dass Rüstungsaktien schon länger für satte Renditen sorgen. Unter Trump haben sich die Aussichten eben wesentlich verbessert. Das Aufrüstungsprogramm wird die Branche auf Jahre hinaus beflügeln.

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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