Darum sollten Sie an der US-Börse handeln

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Ein wichtiger Tipp für alle Anleger: Handeln Sie Ihre Aktien in den USA, ohne Risikoabschlag und mit erheblich mehr Kursstellungen. (Foto: dominic8 / Shutterstock.com)

In der vergangenen Woche haben mich einige Zuschriften von Lesern erreicht, die aufgrund ihrer Ordererteilung an einem deutschen Handelsplatz nicht alle Treffer mitgemacht haben.

Aus diesem Anlass möchte ich Sie an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass es sehr wichtig für Sie ist, Ihre Kauf- und Verkaufsorders direkt an der US-Börse aufzugeben.

Extrem wenige Kursstellungen an deutschen Börsen

Denn nur an der US-Börse findet ein ausreichend liquider Handel statt, um die Höchststände zum Ausstieg zu erwischen und das eigene Timing-System optimal zu nutzen.

Während es in den USA täglich viele hunderte oder gar tausende Kursstellungen gibt, kommt es an deutschen Handelsplätzen bei kleineren US-Werten oftmals nur zu 1-3 Kursstellungen pro Tag.

Dies ist für Sie einfach nicht genug, um gute Ein- und Ausstiegskurse zu bekommen.

Außerhalb der US-Handelszeiten zahlen Sie an deutschen Börsenplätzen einen (hohen) Risikoabschlag

Und die in Deutschland gestellten Kurse weichen zum Teil erheblich von denen in den USA ab, wie das Beispiel Kornit Digital zeigt: Bei dieser Aktie haben einige Leser einen Euro-Kurs gestellt bekommen, der weit unterhalb des umgerechneten Dollar- Kurses lag.

Der Grund: Der Kurs wurde am Vormittag gestellt, also außerhalb der USHandelszeiten.

Grafische Darstellung der Stop-Loss und Take-Profit Levels

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Diese Kurse werden von Maklern gestellt, die – mangels Kaufinteressenten – bei Verkaufsorders selber als Käufer der angebotenen Aktien auftreten.

Wenn die Makler jedoch keinen aktuellen US-Kurs zur Verfügung haben, gehen sie beim Kauf der Aktien das Risiko ein, ihre Position bei der Eröffnung der US-Börsen nur mit Verlust wieder verkaufen zu können.

Also stellen sie die Kurse an deutschen Börsenplätzen außerhalb der US-Handelszeiten mit einem (zum Teil erheblichen) Risikoabschlag, den Sie in Form schlechterer Verkaufskurse bezahlen müssen.

Der Broker-Aufpreis für die US-Börse lohnt sich

Daher meine dringende Empfehlung: Handeln Sie Ihre Aktien in den USA, ohne Risikoabschlag und mit erheblich mehr Kursstellungen.

Das kann für Sie unter Umständen sogar den Unterschied zwischen einem +20 % Treffer und einem -10 % „Ausstopper“ ausmachen.

Der geringe Aufpreis, den Sie bei Ihrem Broker möglicherweise für den Handel an der US-Börse zahlen, ist dies allemal wert.


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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.