Das Geldwäsche Gesetz: Wichtig für die Finanzbranche

Unternehmen müssen Maßnahmen zur Prävention von Geldwäsche einrichten. Das Wichtigste über das Geldwäsche Gesetz in Deutschland. (Foto: Siriwat Sriphojaroen / Shutterstock.com)

Geldwäsche ist in Deutschland strafbar. Ebenso der Versuch oder die Beihilfe können wie bei allen Straftatbeständen geahndet werden.

Anfang 2012 wurde das Geldwäsche Gesetz verschärft. Es betrifft jetzt nicht mehr nur überwiegend die Finanzbranche, sondern auch Händler, Immobilienmakler und viele mehr müssen sich mit dem Gesetz auseinandersetzen.

Für Unternehmer ist es sehr wichtig, die gesetzlich vorgeschriebenen Präventionsmaßnahmen zu kennen. Außerdem stellt sich seit der Änderung des Gesetzes die Frage, wer betroffen ist und was getan werden muss.

Ziel des Geldwäsche Gesetzes

Geldwäsche ist die Einschleusung von illegal erwirtschaftetem Geld oder Vermögenswerten in den legalen Finanzkreislauf.

In Deutschland wird Geldwäsche durch das Geldwäsche Gesetz bestraft: Wer erwischt wird, muss mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 5 Jahren rechnen. Auch Banken zahlen weltweit Milliardenstrafen, wenn ihnen Geldwäsche und Manipulation nachgewiesen werden kann.

Das Geldwäsche Gesetz in Deutschland soll verhindern, dass illegal angehäuftes Geld, zum Beispiel aus Drogengeschäften oder Waffenhandel, in den allgemeinen Wirtschaftskreislauf gebracht werden kann.


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Zur Bekämpfung von Geldwäsche sind Unternehmen und Banken in Deutschland dazu verpflichtet, Geldwäsche-Versuche zu verhindern. Sie müssen Prozesse zur Prävention einreichten, zum Beispiel ihre Geschäftskontakte identifizieren.

Wer ist betroffen?

Per Gesetz sind die Finanzbranche und die Versicherungen zu Maßnahmen zur Geldwäscheprävention verpflichtet. Mit der Verschärfung des Gesetzes wurden nun auch viele Unternehmer aus der Nichtfinanz-Branche zu sogenannten Verpflichteten.

Dazu gehören beispielsweise der gesamte Groß- und Einzelhandel, da man davon ausgeht, dass illegales Geld dort über die Bezahlung in den Wirtschaftskreislauf gelangt.

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Aber nicht nur Ökonomen, Unternehmer und Banken sind durch das Gesetz betroffen. Auch Privatpersonen bekommen die neue Verschärfung des Geldwäsche Gesetzes zu spüren: Wer Geldkarten im Wert von über 100 Euro kaufen will, muss seinen Personalausweis vorzeigen und sich identifizieren. Der Händler speichert persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift bis zu 5 Jahre in seinem System.

Geldwäsche Gesetz: Neue Pflichten für Unternehmen und Banken

Das Gesetz legt den betroffenen Unternehmen sogenannte Sorgfaltsplichten auf. Sie müssen Prozesse zur Erkennung und Vorsichtsmaßnahme vor Geldwäsche einrichten.

Diese Prozesse sind zum Beispiel die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter und die Identifikation aller Geschäftspartner nach einem risikobasierten Ansatz. Der risikobasierte Ansatz funktioniert etwa wie eine Bonitätseinstufung: Je nach seinem Geldwäscherisiko werden die Geschäftskontakte zukünftig in die Kategorien niedrig, mittel und hoch eingestuft.

Allerdings kann sich die Risikosituation einer Person jederzeit ändern. Daher müssen Unternehmen und Banken eine regelmäßige Überprüfung ihrer Geschäftskontakte durchführen.

Insgesamt wurde das Geldwäsche Gesetz stark verschärft. Banken sind jetzt nicht mehr die einzigen, die achtgeben müssen, auch die Finanz- und Handelsbranche ist zur Prävention verpflichtet.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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