DAX: Warum der MDax der bessere Index ist

Während der DAX aktuell noch immer unter seinem Höchststand von April 2015 (bei 12.391 Punkten) notiert, marschiert sein „kleiner Bruder“, […] (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Während der DAX aktuell noch immer unter seinem Höchststand von April 2015 (bei 12.391 Punkten) notiert, marschiert sein „kleiner Bruder“, der MDax, seit einiger Zeit von Hoch zu Hoch.

Auch in der langfristigen Betrachtung zeigt sich, dass der MDax den DAX in Sachen Performance deutlich abhängt.

Seit dem zurückgerechneten Start des MDax mit 1.000 Punkten vor 29 Jahren hat sich der Punktestand in etwa verdreiundzwanzigfacht (Stand: März 2017)!

Der DAX legte im selben Zeitraum nur um das 12-fache zu – und damit nur rund halb so viel wie der MDax.

Doch woran liegt das? Dafür gibt es mehrere Gründe, auf die ich an dieser Stelle für Sie im Detail eingehen möchte:

MDax profitiert von vielen Nischen-Weltmarktführern

Genauso wie die 30 DAX-Mitglieder erwirtschaften auch die 50 MDax-Mitglieder einen Großteil ihrer Erlöse (rund 2/3) im Ausland.

Doch im Gegensatz zu den DAX-Konzernen sind viele der MDax-Unternehmen Weltmarktführer in kleinen Nischenmärkten.

Das macht die Produkte dieser Firmen ein Stück weit unentbehrlicher und stärkt gerade in schwierigeren Zeiten die Position der Nischen-Weltmarktführer aus dem MDax.

Zwar gibt es auch im DAX Konzerne mit starken Marken und starken Produkten (wie beispielsweise Henkel mit Persil oder Beiersdorf mit Nivea).

Doch der DAX schleppt auch seit Jahren einige Sorgenkinder wie z. B. die Commerzbank, die Deutsche Bank oder die beiden Energieversorger E.ON und RWE durch.

Höhere Fluktuation als Erfolgsfaktor

Damit kommen wir dann auch schon zum nächsten Punkt: Im DAX sind heute noch 17 Gründungs-Mitglieder enthalten (von 30) (Stand: März 2017).

Im MDax hingegen befinden sich 50 Konzerne und nur noch 6 der heute im MDax enthaltenen Unternehmen sind Gründungs-Mitglieder (Stand: März 2017).

Dabei handelt es sich um die beiden Baudienstleister Hochtief und Bilfinger, die Anlagenbauer Krones und Gea sowie den Rüstungs-Konzern Rheinmetall und Südzucker.

In vielen Bereichen ist Konstanz etwas Positives – in Sachen Index-Zusammensetzung ganz offensichtlich nicht!

Denn die höhere Fluktuation innerhalb des MDax ist eine der Stärken des kleinen DAX-Bruders: Die starken Firmen bleiben drin und die schwachen fliegen raus.

Die sehr starken steigen zwar in den DAX auf, haben dann allerdings in den meisten Fällen ihre besten Wachstums-Zeiten bereits hinter sich.

Höheres Gewinn-Wachstum

Ein weiterer Punkt, der für den MDax spricht: Das Gewinn-Wachstum der MDax-Firmen fiel in den vergangenen Jahren signifikant höher aus als das der DAX-Konzerne.

Während die MDax-Unternehmen seit dem Jahr 2010 auf ein Gewinn-Wachstum von 120% kommen, sind es bei den 30 DAX-Mitgliedern gerade einmal 20% (Stand: März 2017).

Damit spricht auch dieser Punkt ganz klar für den MDax!

Sie sehen: Es gibt gute Gründe dafür, dass der MDax seinen großen Bruder, den DAX, in der Vergangenheit in Sachen Wert-Entwicklung deutlich abgehängt hat und auch weiterhin abhängen wird.

Daher sollten Sie als Anleger unbedingt (auch) auf kleine und mittelgroße börsennotierte Konzerne aus Deutschland – und damit auf die Stärken des deutschen Mittelstands – setzen!


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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