Der EU-Untergang und die Zeichen für den Sturm

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Die Zeichen stehen auf Sturm für die EU. Doch die Politiker, die sich allesamt im Wahlkampf-Modus befinden, und auch die […] (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Die Zeichen stehen auf Sturm für die EU.

Doch die Politiker, die sich allesamt im Wahlkampf-Modus befinden, und auch die Mainstream-Medien schweigen größtenteils darüber.

Keinesfalls ist die Euro- und Bankenkrise von 2008 überwunden – ganz im Gegenteil:

Gefahr Target2

Sehen Sie: Griechenland braucht bis spätestens im Sommer 2017 neues Geld, sprich: neues Kapital von der EU und vom IWF.

Neben den Hellenen gibt es weitere Wackelkandidaten – und zwar mit die größten in der Union: Italien und Frankreich.

Außerdem stiegen die Target2-Salden der Deutschen Bundesbank auf unglaubliche 800 Mrd. €.

Target2 ist ein Zahlungsverkehrs-System, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbank-Geld abgewickelt werden.

Diesen Transaktionen können ganz unterschiedliche Geschäfte zugrunde liegen, wie z. B.:

  • der Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers,
  • die Gewährung oder Rückzahlung eines fälligen Darlehens
  • und auch die Geldanlage bei einer Bank.

Hohe Risiken für die deutsche Zentralbank

Bedenken Sie: Die Bundesbank steht wahrlich im Feuer.

Denn: Kollabieren EU-Krisenländer, wird sie mit ihren rund 800 Mrd. Target2-Schulden, die bei ihr als Forderungen gegenüber anderen Zentralbanken stehen, selbst kippen.

Auch Luxemburg, die Niederlande, Finnland und Zypern würden hier um hohe Beträge umfallen.

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Von wegen also: Deutschland als Zuglokomotive der Konjunktur in der EU – das alles ist nur Augenwischerei!

Hohe Risiko-Aufschläge bei Schuldpapieren

Oder denken Sie an die wachsenden Differenzen bei den Zinsen für Staatsanleihen! – Warum? – Weil der Risiko-Aufschlag für die Schuldpapiere einiger Eurostaaten steigen – so einfach ist das.

Nicht zu vergessen die Hunderten von Milliarden an faulen Krediten, die in den Tresoren der europäischen Banken wie ein Krebsgeschwür schlummern.

Merkels Zweifel an der EU

Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel zweifelt inzwischen – und erstmals – an der Einheit der EU.

Wahrscheinlich sind Ihnen dahingehend ihre getarnten Floskeln gar nicht bekannt. Deshalb helfen wir Ihnen auf die Sprünge:

Europa der 2 Geschwindigkeiten

Reuters berichtete, dass Merkel auf Malta – nach den Beratungen der 27 EU-Regierungen ohne Großbritannien – meinte, “die EU werde sich in den nächsten Jahren noch stärker in eine Union mit unterschiedlichen Integrations-Stufen entwickeln.”

Denn die Geschichte der letzten Jahre habe gezeigt, “dass es auch eine EU mit verschiedenen Geschwindigkeiten geben wird, dass nicht immer alle an den gleichen Integrations-Stufen teilnehmen werden.”

Merkel spricht von einem Zeitraum von 10 Jahren.

Bye, bye, Vereinigte Staaten von Europa

Wissen Sie was das bedeutet? – Dass nicht alle EU-Mitglieds-Staaten die zentralen Integrations-Stufen mitgehen können, sondern auch nicht wollen.

Ade, du Geist der Gemeinsamkeit!

Damit sind die einst politisch gewollten Vereinigten Staaten von Europa ferner als je zuvor – eigentlich eine gute Nachricht für diejenigen, die das ablehnen.

Zentralismus war noch nie gut. Das verheerendste Beispiel war in diesem Zusammenhang wohl die Sowjetunion…


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.