Der gute Rat

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In einem der sozialen Netzwerke wurde in der vergangenen Woche die Frage an verschiedene Immobilienmakler gestellt, welchen guten Rat sie […] (Foto: goodluz / shutterstock.com)

In einem der sozialen Netzwerke wurde in der vergangenen Woche die Frage an verschiedene Immobilienmakler gestellt, welchen guten Rat sie für einen neuen Kollegen hätten.

Welchen guten Rat würden Sie geben?

Viele Kollegen haben mitgemacht. Nach einer Woche hatte diese Frage mehr als 2060 Kommentare. So funktionieren Soziale Netzwerke immer noch im besten Sinn.

Einige der Antworten, die dort gegeben worden sind, haben wir für Sie zusammen getragen:

  • Niemals eine Provision schon als verdient ansehen, wenn der notarielle Kaufvertrag noch nicht geschlossen worden ist.
  • Auch wenn Du gerade erst in den Beruf einsteigst, nimm den Beruf vom ersten Tag sehr ernst und motiviere Dich selbst mehr zu tun als andere von Dir erwarten.
  • Du darfst nie vergessen: Dies ist Dein Geschäft. Das ist nicht nur ein Job wie viele andere auch. Du bist jetzt nicht mehr angestellt. Niemand holt die Kohlen für Dich aus dem Feuer, wenn Du es nicht tust.
  • Versuche einen Mentor im eigenen Maklerbetrieb zu finden (und wenn nicht dort, dann in einem anderen Büro), der Dich unterstützt, den Du fragen kannst, und von dem Du Dir so viel abschauen kannst, wie es nur geht.
  • Wenn Du eine gute Phase hast, dann lege so viel Geld zurück, wie Du es nur kannst. Die schwierigen Zeiten kommen garantiert auch wieder. Darauf solltest Du Dich möglichst früh vorbereiten.
  • Fortbildung sollte niemals aufhören. Meine Erfahrung ist, dann man nichts verkaufen kann, worüber man nicht alles weiß. Die Öffentlichkeit und die Verbraucher sind immer aufgeklärter und besser informiert, so dass der Immobilienmakler dennoch mehr wissen muss als die gut aufgeklärten Kunden. Das kann nur durch eine regelmäßige Fortbildung geschehen.
  • Gerade den neu einsteigende Kollegen kann ich nur empfehlen: zuhören, zuhören, zuhören. Höre Dich in Deinem Büro um, höre zu, was die Kollegen miteinander besprechen und was dort diskutiert wird. Höre genauso auf jeden Kunden und das, was dieser Dir eigentlich sagen will. Du lernst auf diesem Weg am schnellsten, vor allem dann, wenn Du Dir nicht zu schade bist Fragen zu stellen.
  • Unsere Regel lautet: Je mehr mögliche Kunden wir ansprechen, umso mehr Geschäft realisieren wir auch. Das muss sich ein neu beginnender Immobilienmakler immer wieder sagen. Man darf nicht aufhören neue Kontakte zu knüpfen und gezielt Interessenten anzusprechen.
  • Schaffe Dir ein System, nach dem Du arbeitest und nutze dieses System täglich. Wir haben festgestellt, dass wir von den Zufälligkeiten in unserem Beruf wegkommen müssen und stattdessen gezielt Prozesse einsetzen müssen. Je ausgefeilter und geübter diese Prozesse und, desto erfolgreicher sind wir.

Die Kollegen haben noch viele weitere Tipps parat. Wir werden in unregelmäßigen Abständen auf diese Empfehlungen an neu einsteigende Immobilienmakler zurückkommen.

Und welchen guten Rat würden Sie einem neu einsteigenden Kollegen am ersten Tag in Ihrem Büro geben?

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Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.