Der nächste Crash kommt mit Sicherheit

Gewinne, Gewinne, Gewinne… So gut wie jede Börsenseite im Internet berichtet Ihnen von Gewinnen.

Marktkommentare handeln auch meist von Gewinnen, von der Werbung ganz zu schweigen…

Verluste gehören zum Alltag an der Börse

Verluste gehören an der Börse aber auch dazu – und Crashs!

Sie sind selten, sie sind derzeit unwahrscheinlich, und doch ist sicher: Es wird sie geben.

Genau deswegen müssen Sie darauf vorbereitet sein – immer!

Verluste bei einzelnen Trades oder auch für einen begrenzten Zeitraum im Depot sind Alltag an der Börse.

Diese dürfen sich nur nicht zu weit oder zu lange ausweiten.

4:1-Strategie Call- zu Put-Optionen

Im Optionen-Profi arbeiten wir deshalb mit der 4:1-Strategie Call-Optionen zu Put-Optionen. Diese empfehle ich Ihnen auch an dieser Stelle regelmäßig.

Sie besagt: Kaufen Sie für je 4.000 €, die Sie in Call-Optionen investieren, für 1.000 € Put-Optionen.

Nach dieser Strategie habe ich den Lesern des Optionen-Profi auch in den zurückliegenden Jahren, in denen die Märkte kontinuierlich stiegen, regelmäßig Put-Optionen empfohlen.

Etliche dieser Put-Optionen musste ich mit Verlust glattstellen – das gehört zum Börsen-Alltag.

Hätte ich diese Puts nicht empfohlen, wäre die Performance bei steigenden Märkten noch besser, als sie sowieso schon ist.

Ich habe aber trotzdem regelmäßig Puts zur Absicherung empfohlen. Der Grund ist fiolgender:

Unvorhersehbare Ereignisse sorgen für die größten Kursbewegungen

  1. Jedem Fondsmanager wird wohl verziehen, dass er den Anschlag vom 11.09.2001 auf das World-Trade-Center nicht antizipieren konnte. Die schlechte Performance danach wird entschuldigt.
  1. Jedem Fondsmanager wird wohl verziehen, dass er die Pleite von Lehman Brothers vom 15.09.2008 nicht ahnen konnte. Die schlechte Performance als Folge wird wohl entschuldigt.
  1. Gehen wir weiter zurück: Jedem Fondsmanager wird wohl verziehen, dass er den „Schwarzen Montag“ vom 19.10.1987 nicht hat voraussehen können. Seine Verluste an diesem Tag von 20%, 30% oder auch mehr werden sicher entschuldigt.
  1. Ein letztes Beispiel: Im August 1998 wurde Russland im Gefolge der Asienkrise zahlungsunfähig. Wer würde dem Fondsmanager vorwerfen, dass er das nicht vorhergesehen hat?! Er ist sicher entschuldigt, dass sein Portfolio um etwa 22% einbrach – entschuldigt, wie immer!

Diese Liste ließe sich fast endlos fortsetzen. Die größten Kurs-Ausschläge gab es immer durch nicht vorhersehbare Ereignisse.

Wer nicht vorsorgt, ist nicht entschuldigt

Gehen wir zum Crash der Jahre 2008/2009:

Vor dem Crash notierte der DAX im Hoch mit rund 8.000 Punkten. Den Punktestand hatte der deutsche Leitindex im Frühjahr 2013 wieder erreicht. Heute notiert er rund 50% höher.

Rein rechnerisch ist das über die Jahre gesehen ein Plus, es hat aber viele Nerven gekostet. Das ist schon nicht toll, aber schlimmer noch: Es gilt nur in der Theorie.

Wer mit Hebel-Produkten handelt, den hat es im Crash richtig erwischt, wenn er nur auf steigende Aktienkurse investiert war. Nicht wenige Depots hat es geschreddert.

Rechnen Sie immer mit dem Unvorhersehbaren

Nicht vorhersehbare Ereignisse bergen in sich, dass sie eben nicht vorhersehbar sind.

Aber: Es ist vorhersehbar, dass es nicht vorhersehbare Ereignisse geben wird. So ist es auch jetzt sicher, dass es „irgendwann“ einen Crash geben wird.

Deshalb handelt derjenige fahrlässig, der nicht vorsorgt.

Und deshalb sind auch die oben mehrfach „entschuldigten“ Fondsmanager eben nicht entschuldigt. Sie haben nicht vorgesorgt, das war falsch!

Gewinnen fängt mit Kapital-Erhalt an

Ihr Kapital ist beim Traden Ihr Arbeitsmittel. Sie müssen damit sorgfältig und sicher arbeiten.

Wenn Sie eine Zeit lang keine Gewinne erzielen und einzelne Trades mit Verlust beenden, ist das nebensächlich. Wichtig ist, dass Sie weiter handeln können.

Da schließt sich der Kreis: Sie können aber nur traden, wenn Sie Kapital haben. Deshalb empfehle ich Ihnen dringend, dass Sie Ihr Kapital sichern – immer!

Mit Put-Optionen verbuche ich auch Verluste. Diese Verluste sind mir aber egal, denn: Ich bin immer sicher aufgestellt – das ist wichtig!

Ich kann weiter arbeiten, ich werde weiter Gewinne erzielen.

Ich kenne nicht wenige Trader, die nach dem Crashjahr 2008 (gezwungenermaßen) ausgestiegen sind.

Im Optionen-Profi haben wir das Crashjahr 2008 aber mit rund 30% Gewinn abgeschlossen, obwohl der DAX ca. 40% verloren hatte.

9. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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