Der Sparkassen-Broker: Kunde werden – ja oder nein?

Der Sparkassenbroker ist wahrscheinlich das Angebot, das Neueinsteigern bei ihrer Suche als erstes ins Auge springt.

Gegründet wurde der Online-Broker jedoch zunächst nicht unter dem deutschlandweit bekannten Konzernnamen, sondern im Juli 1999 als pulsiv AG . Diese war Tochter der HSBC Trinkhaus und hatte seinen Unternehmenssitz in Duisburg.

Der tatsächliche Sparkassen-Broker (auch S-Broker) begann erst zwei Jahre später, am 30.08.2001, mit der Geschäftstätigkeit.

Inzwischen sind mehr als 200 Sparkassen direkt oder indirekt am Sparkassen Broker beteiligt.

Es handelt sich um ein Unternehmen der Sparkasse, das sich an Sparkassenkunden richtet, die aktiv und ohne Beratung ihre Anlageentscheidungen umsetzen wollen.

Der Vorteil für bereits bestehende Kunden: Als Sparkassenkunde können Sie Ihr dortiges Girokonto als Verrechnungskonto für alle Transaktionen nutzen.

Lästiges Hin- und Herüberweisen entfallen somit.

Welche Produkte können Sie als Kunde des S-Brokers handeln?

Der S-Broker bietet alle in Deutschland handelbaren Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate und Optionsscheine an.

Gehandelt werden kann an allen deutschen Parkettbörsen, sowie an 28 der wichtigsten Auslandsbörsen, wie dem US-Markt. Allerdings sind die Preise für Auslandsorders im Schnitt doppelt so hoch wie für Orders im Inland.

Welche Handelsspesen fallen beim Sparkassen-Broker an?

Eine Wertpapierorder kostet Sie beim S-Broker im Direkthandel 4,95 € plus 0,25% des Ordervolumens.

Dabei beträgt die Minimalgebühr 9,90 €, maximal zahlen Sie 49,95 €.

Zu diesen Gebühren kommen noch börsenplatzabhängige Entgelte, wenn Sie über einen Börsenplatz handeln wollen. So wird Ihnen für den Handel an Inlandsbörsen ein Aufschlag von 0,95 € berechnet.

Handeln Sie an einer ausländischen Börse, kommen noch 12,95 € als Zuschlag hinzu.

Welche Orderwege stehen Ihnen zur Verfügung?

Der S-Broker bietet die Ordermöglichkeit per Handelsmaske im Internet und per Telefon an.

Bei einer Order per Telefon fallen zusätzliche 9,95 € an Gebühren an.

Rabatte für (sehr) aktive Anleger

Tätigen Sie als Kunde des Sparkassen-Brokers 100 und mehr Transaktionen pro Jahr, erhalten Sie auf Ihre Transaktionen 10% Rabatt.

Ab 250 Transaktionen beträgt der Rabatt bereits 20%.

Mit dieser Rabatt-Staffelung spricht der S-Broker den sehr aktiven Anleger und kurzfristig orientierten Trader an.

Welche Tagesgeldzinsen zahlt der S-Broker?

Aktuell liegt die Verzinsung Ihrer Einlage beim S-Broker bei 1,50% und das bis zu einer Summe von 500.000 €.

Wie geeignet ist die Handelsmaske für den Börsenhandel?

Die Handelsmaske des S-Brokers ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen.

Sie bietet Ihnen zudem umfangreiche Such- und Analysefunktionen.

Wie sicher ist mein Geld beim S-Broker?

Der S-Broker ist dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassenorganisation angeschlossen. Hierbei wird das Geld von jedem Kunden durch den Sparkassenstützungsfonds abgesichert.

Dieser Fonds setzt sich aus regionalen Stützungsfonds, Sicherungsreserven der Landesbanken und der Landesbausparkassen zusammen.

Die Einlagen der Kunden sind damit in voller Höhe abgesichert.

25. Februar 2012

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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