Deutsche Börsengänge 2017: Diese Unternehmen wollen auf’s Parkett

Auch im Jahr 2017 stehen wieder einige Börsengänge deutscher Unternehmen an. Sie alle erhoffen sich davon weiteres Wachstum. (Foto: wallix / Shutterstock.com)

Nachdem bereits im Jahr 2016 einige deutsche Firmen an die Börse gegangen sind (u.a. Trivago und Uniper, die Energieerzeugungssparte von E.ON) planen auch im Jahr 2017 einige Unternehmen nachzuziehen.

Auch das US-amerikanische, international boomende Social Media-Unternehmen Snap mit seiner App Snapchat will 2017 den Sprung an die Börse schaffen. Bei der Rocket Internet-Tochter Hello Fresh steht der Börsengang schon seit 2015 auf dem Programm und wurde nur immer wieder verschoben. 2017 könnte es nun soweit sein.

Diese deutschen Unternehmen wollen 2017 an die Börse

Vapiano

Die Restaurantkette Vapiano betreibt 175 Filialen in 31 Ländern und will im Jahr 2017 an die Börse. Die Bewertung des Unternehmens liegt bei 600 Mio. €, größter Eigentümer ist die Vermögensverwaltung Mayfair mit einem Anteil von 44 %. 2015 hat Vapiano in Deutschland 191 Mio. € umgesetzt, der Umsatz weltweit lag fast doppelt so hoch.

Delivery Hero

Der Essenslieferdienst Delivery Hero, der seinen Hauptsitz in Berlin hat, will 2017 an die Börse. Rocket Internet ist zu 38 % an Delivery Hero beteiligt, die Planung das Unternehmen an die Börse zu bringen besteht schon länger. Eigentlich war das IPO (mit einem Initial Public Offering werden erstmalig Unternehmensaktien öffentlich zum Kauf angeboten) schon für 2016 geplant, der Börsengang wurde aber auf das zweite Quartal 2017 verschoben. Das Unternehmen selbst hält eine Bewertung von bis zu 6,5 Mrd. € für möglich, andere Stimmen gehen von 3,5 Mrd. € aus

Medizintechniksparte Siemens

Der deutsche Technologiekonzern überlegt, seine Medizintechniksparte Siemens Healthineers im Jahr 2017 an die US-amerikanische Börse zu bringen. Man geht davon aus dort höhere Preise erzielen zu können als auf dem europäischen Markt. Siemens will die Kontrolle behalten und nur eine Minderheitsbeteiligung an die Börse bringen, die Sparte könnte so aber weiter ausgebaut werden.

Ottobock

Ottobock ist der weltweit größte Prothesen-Hersteller und plant für 2017 den Börsengang. Vorher sucht das Unternehmen noch Investoren, an die es 20 % der Anteile verkaufen kann. Die Bewertung des Unternehmens liegt bei 3 Mrd. €.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Hello Fresh

Nachdem der Börsengang der Rocket Internet-Tochter Hello Fresh im Jahr 2015 gescheitert war, da die Bewertung des Unternehmens mit 3,3 Mrd. € zu hoch angesetzt war, könnte es im Jahr 2017 so weit sein. Konkrete Pläne gibt es zu Beginn des Jahres zwar noch keine, die Spekulationen laufen aber auf Hochtouren. Die Bewertung des Unternehmens lag zuletzt bei 2,6 Mrd. €, trotz großer Verluste.

Dieser Börsengang könnte für viel Furore sorgen

Snap

Snapchat ist zwar ein US-amerikanisches Unternehmen, der für 2017 geplante Börsengang könnte aber auch in Deutschland für Furore sorgen. Laut Insiderinformationen soll das IPO noch Ende März 2017 stattfinden, die Bewertung für das Unternehmen „Snap“ liegt bei 25 Mrd. US-$ (umgerechnet 23,5 Mrd. €).

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.