Deutschland: Zahlmeister und Sündenbock

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Deutschlands geht’s gut, Deutschland ist der Gewinner des Euro,  Deutschland hat erhebliche Export-Überschüsse in der EU, hervorragende Beschäftigungszahlen, wenig Arbeitslose, […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Deutschlands geht’s gut, Deutschland ist der Gewinner des Euro,  Deutschland hat erhebliche Export-Überschüsse in der EU, hervorragende Beschäftigungszahlen, wenig Arbeitslose, …

Das hören Sie fast täglich in den Leitmedien – und zwar so oft, dass Sie dieses Märchen wohl längst auch schon selbst glauben.

So fallen Sie nicht mehr auf die „Regierungs-Fake-News“ herein

Doch die Realität sieht ganz anders aus! Werfen Sie deshalb mit uns hier wieder einmal einen Blick hinter die Kulissen!

Denn nur so sind Sie vollständig informiert und fallen nicht mehr auf die Regierungs-Fake-News herein.

Deutschland ist kein Winner

Verabschieden Sie sich vom Narrativ „Deutschland ist der EU-Winner“!

In der Tat weisen wir erhebliche Export-Überschüsse auf, aber vergessen wird dabei etwas ganz anderes:

nämlich, dass wir im Gegenzug dazu entsprechende Forderungen an die entsprechenden Länder aufbauen – und die sind heute schon total überschuldet.

Das ist ein brandgefährliches Spiel mit dem Feuer.

Die Krux mit den Target2-Forderungen

Nehmen Sie nur einmal die Target2-Forderungen:

Das sogenannte Trans-European Automated Realtime Gross Settlement Express Transfer System ist ein Zahlungsverkehrs-System, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld abgewickelt werden.

Neben Zahlungen zwischen Kredit-Instituten und aus anderen Settlement-Systemen (z. B. Wertpapier-Verrechnungs-Systemen) werden auch Zahlungen im Rahmen von Offenmarktgeschäften des Euro-Systems über Target2 abgewickelt.

Jeder von Ihnen hat 10.000 € Schulden – Haben Sie das gewusst?

Deutschlands Target2-Forderungen gegenüber anderen Ländern betragen – sage und schreibe –  850 Mrd. €, oder anders ausgedrückt: 10.000 € pro deutschem Bürger.

Das beste: Dieser Kredit wird auch noch zins– und tilgungsfrei gewährt, also ohne Sicherheit. Das wäre so, als würden Sie z. B. Ihr Auto einfach verschenken, verstehen Sie?!

Ihr Vermögen soll im Interesse Europas verschleudert werden

An anderer Stelle haben wir Ihnen bereits aufgezeigt, dass die Vorschläge zur Sanierung der Euro-Zone durch den französischen Präsidenten Emmanuel Macron v. a. zu Lasten des deutschen Steuerzahlers gehen.

Sie können auch sagen, dass der deutsche Wohlstand im Interesse der EU verschleudert werden soll. Denn genau darauf laufen diese Pläne hinaus.

Eine Umverteilung soll stattfinden, um Banken und Staatsausgaben zu sanieren und zu finanzieren; etwa von Deutschland nach Italien, Frankreich und Spanien.

Das ist nichts anderes als eine Vergemeinschaftung der Schulden. Der große Verlierer dabei ist natürlich Deutschland.

Die Krisenländer werden ihre eigenen Finanz-Probleme zulasten von uns lösen – so einfach ist das.

Weitere Gefahren für Ihr Vermögen

Ein weiterer Vorschlag der französischen Regierung ist die Monetarisierung der Schulden über die Bilanz der Europäischen Zentralbank (EZB).

D. h., die EZB würde die faulen Kredite aufkaufen und solange in ihrer Bilanz halten, bis sie eventuell annulliert werden.

“Super!”, werden Sie jetzt vielleicht hinsichtlich dieses Weges des Schulden-Abbaus sagen.

Doch die Folgen können verheerend für Sie sein, weil diese Strategie eine Hyper-Inflation auslösen kann. Wie dem auch sei:

Wird dieser Vorschlag umgesetzt, dann wird auch zwangsläufig Ihr Vermögen geringer, etwa durch Zahlungs-Ausfälle, Besteuerung oder durch die massive Entwertung des Geldes.

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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.