Die Abschaffung der Einlagensicherung

Auch heute gilt das Mantra: Glauben Sie der Politik nichts – und gleich gar nicht den Banken! Wir haben Ihnen […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Auch heute gilt das Mantra: Glauben Sie der Politik nichts – und gleich gar nicht den Banken!

Wir haben Ihnen aufgezeigt, wie desaströs die Lage bei verschiedenen europäischen Banken und Staaten ist. Aber auch Ihr Vermögen in Deutschland steht im Feuer.

Denn Sie, die Bürger, Steuerzahler, Arbeitnehmer und Sparer tragen das größte Haftungs-Risiko aller EU-Länder.

Diese Risiken resultieren aus

Das sind die Haftungsr-Risiken Deutschlands

Sie wissen jetzt: Die Kredite, welche die Bundesregierung im Zuge der Euro-Rettungs-Politik an Krisen-Staaten gewährt hat, sind eigentlich uneinbringlich.

Hinzu kommen die gewährten Kredite der Bundesbank an die anderen Euro-Zentralbanken (Target2), die sich auf etwa 900 Mrd. € belaufen. Auch diese sind höchstwahrscheinlich nicht rückzahlbar.

Die deutsche Gesamt-Haftung beläuft sich auf rund 2.000 Mrd. (2 Bio.) €! Das entspricht 50% des Netto-Geldvermögens der Deutschen.

Wenn diese Haftung fällig wird, dann ist dies das Ende des Euro und das Ende Ihres Vermögens.

Einlagen-Sicherung, ade?

Selbst die Einlagen-Sicherungs-Systeme taugen dann nicht mehr viel, wie wir Ihnen ebenfalls detailliert aufgeführt haben.

Denn die gültige Einlagen-Sicherung könnte bei einer Krise abgeschafft und durch ein anderes System ersetzt werden, um Banken vor einem Bankrun zu schützen.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit…

Erschwerter Zugang zu den Bank-Einlagen

Sie wissen: Jede Medaille hat bekanntlich 2 Seiten – und die 2. Seite bedeutet in diesem Fall, dass Ihnen als Bank-Kunden auch der Zugang zu Ihrem Geld erschwert wird.

In einem Bericht lässt die Europäische Zentralbank (EZB) dann auch die sprichwörtliche Katze aus dem Sack. Darin heißt es beispielsweise:

„Ein effektives – vor einer Bankabwicklung geschaltetes – Moratorium muss den breitestmöglichen Spielraum haben, um zeitnah auf Abflüsse von Liquidität zu reagieren.

Die Generalausnahme für versicherte Einlagen und Ansprüche im Rahmen von Sicherungssystemen für Investoren sollte ersetzt werden durch begrenzte, den Umständen angepasste Ausnahmeregelungen, die von der zuständigen Institution gewährt werden, um ein ausreichendes Maß an Flexibilität zu gewähren.“

Die Zugriffs-Aussetzung für Sie als Bank-Kunden auf Ihr Geld

Wissen Sie, was das heißt? – Nichts anderes, als dass Ihnen der Zugriff auf Ihre Bank-Einlagen für eine bestimmte Zeit verwehrt (ausgesetzt) wird.

Außerdem soll Ihnen danach nur die Abhebung kleinerer Beträge erlaubt werden – so sieht’s aus!

Wenn Sie es nicht glauben, dann zitieren wir die Direktive des EU-Parlaments zur Einlagen-Sicherung (2014/49/EU). Dort heißt es:

 „Beispielsweise ermöglicht es Artikel 8 (4) dieser Direktive, dass Bankkunden in einer Übergangsperiode innerhalb von fünf Arbeitstagen Zugang zu einem angemessenen Teil ihrer versicherten Einlagen haben sollen, um Ausgaben des täglichen Bedarfs zu bestreiten.“

Wie hoch dieser „angemessene Teil“ jedoch ist, wird nicht verraten – noch Fragen?

Das Einfrieren von Forderungen und Verbindlichkeiten

Doch es gibt noch drastischere Maßnahmen, die debattiert werden.

So fordert etwa Elke König, Chefin der europäischen Banken-Abwicklungs-Behörde, dass bei einem drohenden Bankrun die Banken ihre gesamten Forderungen und Verbindlichkeiten einfrieren.

Diese Maßnahme würde alle Geschäftspartner betreffen, vor allen Dingen aber Sie als Bank-Kunden.

Sie sehen also: Trotz vollmundig angepriesener Einlagen-Sicherung ist Ihr Geld auf der Bank alles andere als sicher.

V. a.: Im Ernstfall können Sie es nicht mehr oder nur einen kleinen Teil davon abheben.

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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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