Die besten Aktien aus dem norwegischen Staatsfonds seit 2000

Auch wenn die Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft ist – die Entwicklung so mancher Aktie lässt staunen und zeigt das Potenzial, das in der Anlageform steckt.

Wer etwa 1980 beim Börsengang von Apple Aktien ergattern konnte, zahlte 22 US-$ pro Anteilsschein, was nach den Aktiensplits etwa 2 US-$ entspricht. Mittlerweile notiert der Kurs bei 160 US-$. Und wer 1997 Amazon-Aktien zum Einstiegskurs von 18 US-$ kaufte, sah 20 Jahre später rund 1.000 US-$ auf der Kurstafel.

Was sind die besten Aktien seit 2000 aus dem norwegischen Staatsfonds?

Die Papiere gehören auch zu den besten Aktien seit 2000 und haben sich als Wachstumsgaranten im neuen Jahrhundert bewährt. Immerhin fällt dieser Zeitpunkt in eine Phase der Ernüchterung, nachdem die zuvor geplatzte Internetblase die Kurse ins Bodenlose stürzen ließ. Newcomer Google etwa betrat  erst später die Bühne, als es längst wieder aufwärts ging. Aber auch der Suchmaschinenriese musste danach die Rücksetzer in der Finanzkrise überstehen.

Wichtig war es, die Nerven zu bewahren und am Ball zu bleiben. Statt dauernd auf den Kurs zu schielen zählen die Fundamentaldaten und ein solides Geschäftsmodell. Wer die besten Aktien seit 2000 sucht und sich nicht verzetteln will, kann sich am weltweit größten Staatsfonds aus Norwegen orientieren, der auf langfristige Perspektiven hin Risiken und Chancen genauestens abwägt.

Unter den 20 Titeln, in denen der Fonds am stärksten investiert ist, dominieren US-Firmen: von Alphabet und Amazon über Exxon Mobil, General Electric, HSBC Holdings und Wells Fargo. Royal Dutch Shell ist britisch, Samsung aus Korea, und Nestlé sowie Roche sind Schweizer. Anheuser-Busch InBev ist ein belgischer Konzern.

Die 7 Staatsfonds-Aktien mit höchsten Durchschnittsrenditen

Bei der Auswahl der besten Aktien seit 2000 nach Wachstum ist allerdings die durchschnittliche Jahresrendite aussagekräftiger als die schiere Bruttoperformance bis heute. Durchschnittsrenditen erlauben zum Beispiel einen Vergleich mit Zinspapieren wie Anleihen. Es mag verblüffen, aber Staatsanleihen brachten in all den Jahren bis Ende 2016 eine Durchschnittsrendite von 4,8 %. Deshalb sind in der Betrachtung Aktien ab 5 % interessant.

Alphabet wird übrigens nicht berücksichtigt, da Vorgänger Google erst seit 2004 an Börse notiert ist. Und die durchschnittliche Jahresrendite zeigt an, wie stark Anleger profitiert hätten, die im Jahr 2000 ein- und Ende 2016 ausgestiegen wären.

7. Johnson & Johnson 5 % durchschnittliche Jahresrendite

Der amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterhersteller ist ein typischer Vertreter solider Defensivwerte, die konjunkturunabhängig stets weiter wachsen.

6. Nestlé 6,6 %

Der weltweit größte Konsumgüterhersteller zeigte zuletzt Schwächen, durchläuft aber ein Kostensenkungsprogramm. Der neue Chef Schneider baut den Konzern komplett um.

5. Microsoft 6,8 %

Windows, Office und über 10.000 Patente, vorwiegend auf Softwarelösungen – wie kein anderer beherrscht Microsoft die digitale Welt. Nächster Schritt: Der Konzern erfindet sich über die Cloud neu.

4. BlackRock 14,8 %

Die Beteiligungsgesellschaft ist der weltgrößte Vermögensverwalter – hierzulande vor allem durch den ETF-Ableger iShares bekannt. Allein die Beliebtheit der Anlageform beschert hohe Mittelzuflüsse.

3. Anheuser Busch InBev 15,5 %

Beck´s, Budweiser, Löwenbräu… mit über 200 Marken und gemessen am Absatz ist der Brüsseler Konzern die größte Brauereigruppe der Welt. Fortlaufende Zukäufe und hohe Kosteneffizienz begeistern nicht nur Warren Buffet.

2. Amazon 27,4 %

Der Technologieriese ist breit aufgestellt und wächst unaufhaltsam. Mit dem Schwerpunkt Internethandel überstand er sowohl die Internetblase als auch die Finanzkrise vergleichsweise gut.

1. Apple 34,1 %

Stärkere Rücksetzer musste dagegen das nach Börsenwert wertvollste Unternehmen der Welt  einstecken. Trotz mehrfachen Abgesangs gelang es ihm, den Spitzenplatz zu erobern und zu halten.

Top-Renditebringer sind Technologie- und Konsumgüterunternehmen

Die Top-Renditebringer rekrutieren sich aus drei Technologie- und drei Konsumgüterunternehmen – Fortschritt und Lebensbasis sozusagen. BlackRock wiederum steht für Geldzuwachs. Mit immer mehr Kapital bewegt der Finanzgigant die Märkte. Er investiert in alles was Rang und Namen hat – und ist natürlich an den aufgezählten Konzernen beteiligt.

Mit über 4 Bio. US-$ verwaltet der Fonds mehr Geld als der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands entspricht. Deutsche Bank-Chef Cryan hatte den schwarzen Felsen erst letztes Jahre gar als „letzte Instanz“ der weltweiten Liquiditätsversorgung bezeichnet – über die Zentralbanken hinaus.

16. August 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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