Die deutsche Banken-Dämmerung

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Viele Banken und Versicherer wackeln in Europa – und damit auch das Vermögen der Bürger; Ihr Geld. Jetzt hat sich […] (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Viele Banken und Versicherer wackeln in Europa – und damit auch das Vermögen der Bürger; Ihr Geld.

Jetzt hat sich die Lage dramatisch verschärft, bloß keiner erzählt Ihnen etwas darüber: weder die Politiker, die Banker, noch die Medien.

Es ist also an der Zeit, Ihnen klaren Wein darüber einzuschenken…

Bevor wir Ihnen alle Hintergrund-Informationen dazu geben, möchten wir Ihnen nachfolgend noch die gefährlichsten Banken der Welt vorstellen:

So werden die gefährlichsten Banken der Welt ermittelt

1x jährlich aktualisiert der Finanz-Stabilitätsrat (FSB) in Basel die Liste (G-SIB) der 30 global systemrelevanten Banken. Dabei wird folgendes bewertet:

  • die Größe,
  • wie vernetzt die Bank im Finanz-System ist
  • und welches Risiko in ihren Geschäften steckt, sollte sie in Schieflage geraten.

Vor allen Dingen der letzte Punkt ist entscheidend dafür, welche Folgen das für die ganze Branche haben könnte.

Das sind die gefährlichsten Banken der Welt

Laut der G-SIB-Liste ist die US-Investmentbank JPMorgan nicht nur für die Stabilität des weltweiten Finanz-Systems das bedeutendste, sondern auch gefährlichste Institut der Welt.

Es folgt die US-Bank Citigroup, die in einer Reihe mit der Deutschen Bank, der Bank of America und der HSBC steht.

Danach kommen die französische Bank BNP Paribas sowie die chinesischen Finanz-Institute ICBC, Bank of China und China Construction Bank.

Und schließlich wären da noch die Schweizer Credit Suisse, die UBS und die Royal Bank of Canada.

Banken-Krise in Italien hält an

Seit 2015 mussten bereits 8 (!) Geld-Institute in Italien ihre Pforten schließen. Selbst Traditions-Häuser müssen um ihr Überleben kämpfen.

Schon vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet, dass die älteste Geschäftsbank der Welt, die italienische Banca Monte die Paschi di Siena, wackelte.

Sie hat im Jahr 2016 einen Verlust von unglaublichen 3,38 Mrd. € verbuchen müssen. Die EZB stufte ihren Kapital-Bedarf sogar auf 8,8 Mrd. € ein.

Der italienische Staat und seine illegale Rettungs-Aktion

Nur mit finanzieller Unterstützung der italienischen Regierung – und damit mit 4,5 Mrd. € an Steuer-Geldern – sowie mithilfe des Aktien-Umtauschs konnte die Monte dei Paschi gerettet werden und kehrte an die Börse zurück.

Diese staatliche Rettungs-Aktion erfolgte allerdings entgegen der strikten Auslegung der europäischen Bail-in Regeln.

“Warum?”, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. – Ganz einfach:

Nach diesen Bestimmungen darf eine Bank erst dann mit Steuergeldern gestützt werden, wenn zuvor die Forderungen der Anleihe-Besitzer und Bank-Kunden (Aktionäre und Gläubiger) beschnitten wurden.

Das war hier nicht der Fall.

Übrigens: Bis zum Jahr 2021 will die Monte dei Paschi von ihren 2.000 Filialen etwa 600 schließen. Jede 5. Stelle soll somit gestrichen werden.

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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.