Invest Messe Stuttgart, von 05. bis 06. April 2019

Die FinTech-Branche unter der Lupe: Das sind die großen Player

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Das Thema „mobiles Bezahlen“ wird in der hochtechnisierten Gesellschaft immer wichtiger, doch der Markt ist hart umkämpft. (Foto: Sundry Photography / shutterstock.com)

Das Thema „mobiles Bezahlen“ wird in der hochtechnisierten Gesellschaft immer wichtiger.

Einerseits erleichtert es den Alltag, bringt vermeintliche Sicherheit und protokolliert gleichzeitig, was wir wofür ausgegeben haben. Kein Wunder also, dass die sog. „FinTech“-Branche boomt.

Unter diesem Oberbegriff werden alle modernen Finanz- und Zahlungsdienstleistungen zusammengefasst.

Der junge Markt ist hart umkämpft. Vor allem kleinere Start-ups machen hier den großen Konzernen die Positionen streitig.

Diese Risiken müssen Sie vermeiden

Insgesamt bietet der Markt sehr viel Potenzial, aber auch einige Risiken. Wenn es um unser Kapital geht, möchten wir Anleger Letztere gerade vermeiden.

Daher habe ich mich allein auf den Markt für Geldtransaktionen konzentriert.

Hier greifen nicht nur die oben dargestellten Aspekte, sondern auch politische Interessen. Digitales Bezahlen ist für die Politik einfach genial.

Damit lässt sich das Bargeld schrittweise aus dem alltäglichen Leben verdrängen, und die Bürger können so besser kontrolliert werden. Letztlich können Banken und Staat im weiteren Schritt mit Leichtigkeit entschuldet werden. Ein wahrhaft perfider Plan.

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Kaufen Sie PayPal noch vor dem Mega-Deal

Doch wer profitiert neben dem Staat und den Banken noch von dieser Entwicklung? Eigentlich gibt es nur zwei Profiteure: Apple und PayPal.

Beide Unternehmen bieten mobile Bezahlsysteme an. Was viele nicht wissen, Apple verdient deutlich mehr beim mobilen Bezahlen als PayPal.

Allerdings beschränkt sich das Lifestyle-Unternehmen fast ausschließlich auf seine Multimedia-Datenbank iTunes.

PayPal überzeugt mit Planungsgeschick

PayPal agiert dagegen deutlich globaler und hat somit auch bessere Wachstumschancen. Aktuell laufen beispielsweise Verhandlungen mit dem Internetriesen Amazon.

Man muss nicht viel von Börse verstehen um zu wissen, dass das ein Mega-Deal wäre.

Ich vermute, dass dieses Vorgehen von Anfang an geplant war. PayPal gehörte früher zu der Internetauktionsplattform eBay. Eine solche Kooperation zwischen den Erzkonkurrenten eBay und Amazon hätte aber sofort die Kartellschützer auf den Plan gerufen.

Nach der Abspaltung kann PayPal jetzt viel freier mit Amazon kooperieren.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.