Die krude Europa-Vision des SPD-Chefs

Der neue und alte SPD-Chef Martin Schulz will bis zum Jahr 2025 die Vereinigten Staaten von Europa. Diejenigen EU-Mitgliedsländer, die […] (Foto: Vibrant Pictures / Shutterstock.com)

Der neue und alte SPD-Chef Martin Schulz will bis zum Jahr 2025 die Vereinigten Staaten von Europa.

Diejenigen EU-Mitgliedsländer, die dem nicht zustimmen, sollen das Staaten-Bündnis automatisch verlassen.

Eine „Wahnsinns-Idee“

Was für eine krude Europa-Vision des Sozialdemokraten! Da kann man nur noch den Kopf schütteln…

Noch einmal: Erstmals gibt ein hochrangiger Politiker zu, dass ein EU-Superstaat kommen soll.

Was bisher als Verschwörungs-Phantasie galt, spricht nun der Ex-Kanzlerkandidat der zweitgrößten Partei Deutschlands ganz offen aus.

Die Auflösung Deutschlands und anderer Nationalstaaten

Es ist doch ganz logisch, oder finden Sie nicht!?

Bevor es zu einem solchen EUdSSR-Superstaat kommen kann, müssen die Nationalstaaten sozusagen aufgelöst bzw. abgewickelt werden. Natürlich auch Deutschland.

Doch dieses Minenfeld betreten Schulz oder auch andere Befürworter dieser Brüsseler Großmacht-Phantasien nicht – und wenn doch, dann ganz vorsichtig und auf leisen Sohlen.

Schulz will Deutschland und die souveränen Staaten Europas abschaffen

Der EU-Superstaat-Plan des SPD-Chefs dürfte wohl auch von den anderen Politikern der sogenannten etablierten Parteien mit Wohlwollen aufgenommen, sprich: unterstützt werden.

Denn wir haben ja fast nur EU-hörige Volksvertreter – auch wenn jetzt einige Stimmen aus der Union aufklingen, dass dieser Vorschlag absurd sei.

Die CSU bezeichnet Schulz sogar als Europa-Radikalen, der einen „Feldzug gegen Andersdenkende“ anstrenge.

Wie wir Ihnen nachfolgend schildern werden, sind das alles wohl nur Lippenbekenntnisse.

AfD wendet sich gegen die Abschaffung der Nationalstaaten

Die nach der letzten Bundestagswahl drittstärkste Partei im Bundestag, die Alternative für Deutschland (AfD), will mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Abschaffung Deutschlands und der freien und souveränen Staaten Europas kämpfen.

Die Partei stehe für ein friedliches Europa der Vaterländer mit sinnvoller Zusammenarbeit in supranationalen Fragen, wie es die Gründerväter der Union beabsichtigt hatten und nicht für einen „bürgerfernen Superstaat der nur vermeintlichen Eliten.“

An dieser Stelle sei angefügt: Man muss kein Sympathisant der AfD sein, um den EUdSSR-Plänen von Schulz eine Absage zu erteilen.

Und die Bundeskanzlerin?

Angela Merkel verhielt sich nach der Schulz-Europa-Rede seltsam zurückhaltend. Allerdings sagte sie zwischen den Zeilen, dass es ihr bis 2025 v. a. um mehr Handlungsfähigkeit der EU gehe.

Die EU-Staaten müssten in vielen Bereichen stärker kooperieren. Merkel nannte diesbzgl. die Verteidigungs-, Außen- und Entwicklungs-Politik.

Außerdem müsse die Wirtschafts- und Währungs-Union wetterfest gemacht werden.

Der EU-Superstaat – Längst beschlossene Sache?

Die Worte der Bundeskanzlerin hören sich doch so (ähnlich) an, wie die des SPD-Chefs – oder etwa nicht!?

Bedenken Sie: Martin Schulz, Angela Merkel, Emmanuel Macron, der französische Staatspräsident und Jean-Claude Juncker, der Präsident der Europäischen Kommission arbeiten längst gemeinsam an diesen verrückten EU-Plänen!

Vielleicht sind diesw hinter verschlossenen Türen sogar längst schon beschlossen…


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.