Die politische Moral und der gefährdete Wohlstand

Die politische Moral verkommt – zumindest nach Ansicht immer mehr Bürger, die Parteien am linken oder am rechten Rand wählen.

Doch ist das auch so? Und was hat das mit der Euro-, Finanz- und Bankenkrise sowie mit Ihrem Lebensstandard, mit Ihrem Vermögen zu tun?

In einigen vorangegangenen Artikeln zeigten wir Ihnen wieder einmal auf, was die Republik bewegt.

Und wir verrieten Ihnen das, was sich hinter den Kulissen abspielt, so auch heute:

Geldpolitik kann ökonomisches Wohl erhöhen oder verelenden

Einer der bedeutendsten National-Ökonomen des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes, erklärte einmal, dass die Geldpolitik durch geeignete Regulierungen das ökonomische Wohl der Bürger erhöht.

Doch durch ihre Entscheidungen auch unnötiges Elend produzieren könnte.

Diese Einsicht ist nicht nur zu einer Binsenweisheit seines Denkens geworden, sondern trifft auch heute noch zu.

Die Finanzkrisen gefährden Ihr ökonomisches Wohl

Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurden das ökonomische Wohl und die politische (Entscheidungs-)Freiheit der Bürger in Europa, also von Ihnen, so aufs Spiel gesetzt wie in den letzten Jahren durch:

  • Fiskalpakt,
  • ESM-Rettungsschirm,
  • Aufkauf von Staatsanleihen der EU-Krisenländer durch die Europäische Zentralbank (EZB),
  • Banken-Union,
  • Null- und Negativ-Zinsen,
  • Sparere-Enteignungen.

Verantwortliche Politiker in Berlin, Brüssel und in anderen Parlamenten nicken wie Marionetten alles ab.

Bürger werden an den politischen Entscheidungs-Prozessen nicht beteiligt

Doch trotz dieser schwerwiegenden und langfristigen Schicksalsfragen bleiben Sie, der Bürger, das Volk, bei diesen Entscheidungen zumeist außen vor.

Man sollte eigentlich denken, Demokratie sieht anders aus. Oder was sagen Sie dazu?

So wurde und wird in den Krisen vertuscht, gelogen und betrogen, verschleiert und unterlassen. Kein Politiker klärt die Bürger über die wahren Sachverhalte auf.

Eines der besten Beispiele hierfür ist die Euro-Krise. Nachfolgend möchten wir näher darauf eingehen, damit Sie verstehen, was gemeint ist.

Obwohl einiges schon mehrere Jahre zurückliegt, ist die Thematik so aktuell wie damals. Urteilen Sie selbst!

„…dem Volk die Wahrheit sagen!“

Im Herbst 2012 forderte der damalige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, den Deutschen „endlich die Wahrheit“ zu sagen.

Noch einmal: Ein Spitzenpolitiker fordert die Regierungs-Chefin auf, den Bürgern die Wahrheit zu sagen.

Hat sie denn sonst gelogen? Oder wie soll man das wirklich verstehen? Schon alleine dies spricht Bände.

Allerdings vergaß Steinbrück dabei zu erwähnen, dass weder er selbst noch andere Politiker – ob Christ-, Sozialdemokraten, Liberale, Grüne oder Linke – dies bis dato getan hatten.

Politiker vs. Politiker

So ging im März 2013 – inmitten des Bundestagswahlkampfs – die Selbstzerfleischung los:

Das CDU-Bundesfinanzministerium unter Wolfgang Schäuble gab zwar eine Mitverantwortung an der globalen Finanz- und Schuldenkrise zu.

Es rechnete aber mit den damaligen SPD-Finanzministern Hans Eichel und Peer Steinbrück ab.

25. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Guido Grandt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt