Aktien von Familien-Unternehmen und deren Vorzüge

Machen Sie es so wie die meisten Anleger: raus aus dem Aktienmarkt, sobald die Schwankungen an den Aktienmärkten zunehmen? Das […]

Machen Sie es so wie die meisten Anleger: raus aus dem Aktienmarkt, sobald die Schwankungen an den Aktienmärkten zunehmen?

Das ist aus meiner Sicht in der aktuellen Niedrigzins-Phase keine Option – zumindest dann nicht, wenn Sie eine positive Realrendite erzielen wollen.

Die Realrendite ist die Verzinsung, die nach Abzug der Inflationsrate und ggf. der Steuern noch übrigbleibt:

also beispielsweise 1%, wenn Sie insges. 3% Zinsen erhalten, die Inflation 2% davon auffrisst und Sie keine Abgeltungs-Steuer zahlen.

Das heißt:

Wollen Sie, dass unterm Strich – nach Abzug von Kosten, Steuern und unter Berücksichtigung der Inflation – noch eine positive Rendite übrig bleibt, können Sie als Anleger gar nicht auf Aktien verzichten.

Was also tun? – Eine richtig gute Optionen sind Aktien von Familien-Unternehmen.

Warum diese für risikoscheue und dennoch renditeorientierte Anleger genau das Richtige sind, erfahren Sie hier:

Das spricht konkret für Aktien von Familien-Unternehmen

Aktien von Familien-Unternehmen schwanken weniger als „normale” Aktien von Firmen, die nicht familiengeführt werden.

Der Grund: Inhabergeführte Konzerne haben i. d. R. einen Großaktionär, der mind. 25% der Stimmrechte hält.

Was ist daran so gut für Sie als Anleger?

Häufig sind die Familien-Unternehmer zusätzlich im Vorstand oder Aufsichtsrat aktiv.

Somit handelt es sich bei den Entscheidern gleichzeitig um die Profiteure der Entscheidungen, soll heißen: Dieser Umstand führt zu einer langfristig ausgerichteten Strategie.

Die Firmenlenker und Haupteigentümer der Baumarkt-Kette Hornbach fassen diese Philosophie wie folgt zusammen: „Wir denken nicht quartalsweise, sondern in Generationen.”

Das wird auch dadurch sichtbar, dass die entsprechenden Entscheider meist länger im Betrieb bleiben, da es sich um ihr Lebenswerk handelt.

Und sind wir doch einmal ehrlich:

In einer Welt, in der fast jeder Vorstands-Chef an den kurzfristigen Profit und nicht an die langfristigen Folgen denkt, ist diese Einstellung doch wirklich eine Ausnahme!

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Oftmals ruhiger und renditestärker

Ein langfristiger Vergleich zwischen Familien-Unternehmen und dem Euro Stoxx 50 (umfasst die 50 größten börsennotierten Firmen der Euro-Zone) zeigt:

Die Familien-Betriebe liefern fast immer bessere Renditen.

Aktien von inhabergeführten Konzernen sind also nicht nur ruhiger, sondern auch renditestärker als andere Aktien.

Ein weiterer Pluspunkt der Familien-Unternehmen:

Sie verfügen im Schnitt über eine überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalquote, die bei den 50 größten europäischen familiengeführten Firmen im Durchschnitt bei 45% liegt.

Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei unter 30%.

Für Sie zur besseren Einordnung:

Die Eigenkapitalquote gibt Auskunft darüber, wie viel Prozent des Gesamt-Vermögens eines Konzerns aus eigenen Mitteln – und nicht aus Krediten oder Anleihen – finanziert ist.

Zukünftig die großen Gewinner

Eine höhere Eigenkapital-Ausstattung verleiht in Krisen-Zeiten Stabilität und Banken-Unabhängigkeit. Das alles sind Faktoren, von denen Sie als Anleger nur profitieren können.

Und sobald die Aktienmärkte wieder verstärkt auf Kriterien wie

  • Bilanz-Qualität,
  • Höhe und Stabilität der Dividenden-Zahlung
  • sowie Ertragskraft

achten, werden Familien-Unternehmen zu den ersten und größten Gewinnern dieser Entwicklung zählen.

Wenn Gewinn wieder vor dem Umsatz steht und nachhaltige Gewinne vor kurzfristig maximierten Gewinnen, werden plötzlich wieder sehr viele Augen auf den oft zurecht gelobten deutschen Mittelstand gerichtet sein.

Daher sollten Sie als Anleger Ihren Blick genau dann in diese Richtung lenken, wenn die Mehrzahl der anderen Anleger es (noch) nicht tut.

Auf diese Weise können Sie, so hat es die Vergangenheit gezeigt, in großem Umfang von den Tugenden der inhabergeführten Firmen profitieren.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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