Die Wahrheit über die weiter bestehende Euro-Krise

Deutschland geht es ja so gut, Deutschland ist der große Euro-Gewinner – Pustekuchen!

Wir haben Ihnen aufgezeigt, wie schlecht es um unser Land und um Ihr Vermögen tatsächlich bestellt ist.

Das erzählt Ihnen kein Politiker

Deutschland hat 850 Mrd. € an Target2-Forderungen gegenüber anderen Ländern.

Eine Vergemeinschaftung der Staats- und Bankschulden auf europäischer Ebene wird angestrebt – und das natürlich zu Lasten Deutschlands.

40% der Menschen hierzulande haben keine Ersparnisse – trotz höherer durchschnittlicher Einkommen als sonst in Europa.

Zu viele (Sozial-)Abgaben schwächen die Kapitalkraft ebenso wie falsche (staatliche) Spar-Anreize und eine zu geringe Immobilienbesitz-Quote.

Letztlich sind wir in puncto Netto-Vermögen „ärmer“ als viele EU-Krisen-Staaten.

Vergessen Sie auch nicht die Niedrig-, Null- und Negativ-Zinsen, die Ihnen seit Jahren Ihre Ersparnisse / Ihr Vermögen wegfressen!

Faktisch gesehen haben wir auch deutlich höhere Staatsschulden als Italien. Die Euro-Krise ist noch immer nicht gelöst.

Deutschland ist der große Euro-Verlierer

À propos Euro:

Was Ihnen zudem weitläufig verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die Deutschen die großen Verlierer hinsichtlich der europäischen Gemeinschafts-Währung Euro sind.

Sehen Sie: Der Euro ist deutlich schwächer als die einstige D-Mark – und das ganz zum Nachteil der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Von wegen also, wir seien die eigentlichen Profiteure des Euro – alles nur ein großer Schwindel!

Denn der kleine Mann gehört bei Gott nicht zu den Euro-Gewinnern – ganz im Gegenteil: Die Gemeinschafts-Währung führte hierzulande zu einer Verringerung des Wohlstandes.

Das sind die Gründe, warum Sie zu den großen Euro-Verlierern zählen

Vor der Einführung des Euro werteten der US-Dollar, der französische Franc oder die italienische Lira gegenüber der D-Mark regelmäßig ab.

Die Wirtschaft hierzulande stand unter Aufwertungsdruck, war zu anhaltenden Produktivitäts-Zuwächsen gezwungen, die stetig wuchsen – mehr, als nach der Einführung des Euro.

So liegt die heutige deutsche Produktivität seit dem Jahr 2000 hinter den Steigerungen vieler Industrieländer und auch der jetzigen EU-Krisen-Länder wie etwa Spanien.

Dementsprechend langsamer wuchs auch das Bruttosozialprodukt pro Kopf.

Import-Waren wurden teurer, Ihre Kaufkraft schwächer

Vielleicht erinnern Sie sich noch – ich für meinen Teil zumindest schon:

Vor dem Euro waren unsere Urlaube billiger, ebenso die Import-Waren – weil wir eben von den Abwertungen der anderen Länder gegenüber der D-Mark profitiert haben.

Seit der Einführung des Euro wurden Importe und Urlaube deutlich teurer; die Kaufkraft des hiesigen Durchschnitts-Bürgers sank.

Deutschland wurde zum „kranken Mann“ Europas

Weil sich Deutschland einem überhöhten Wechselkurs zur Euro-Einführung gegenübersah, waren die Zinsen für das Land deutlich höher.

Die anderen Länder hingegen profitierten von einem deutlich tieferen Zinsniveau – mit dem Ergebnis, dass die Rezession in Deutschland nicht nur tiefer, sondern auch länger ausfiel.

Dementsprechend kürzte die Bundesregierung die Ausgaben und führte Arbeitsmarkt-Reformen durch, die wiederum zu geringeren Löhnen führten.

Die Folge davon war, dass die Einkommen der Durchschnitts-Bürger schließlich über 10 Jahre lang stagnierten.

Auf einmal war Deutschland der „kranke Mann“ Europas. Zu D-Mark-Zeiten wäre dies unfassbar gewesen…

Investitions-Kürzungen und Senkung der Binnen-Nachfrage

Hinzu kam, dass aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung hierzulande nach dem Jahr 2000 die Investitions-Ausgaben gekürzt wurden.

Auch wurden diese aufgrund der gedämpften Steuer-Einnahmen, der hohen Kosten für Sozial-Leistungen gekürzt – und nicht zu vergessen: des „Aufbau Ost“.

Damit einher ging eine nochmalige Senkung der Binnen-Nnachfrage in Deutschland.

21. November 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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