Die Wichtigkeit von Bargeld aus Sicht des wissenschaftlichen Beirats

Erst kürzlich kam eine neue Studie der wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries an die Öffentlichkeit.

Darin wurde untersucht, ob die Gründe, welche derzeit gegen das Bargeld angeführt werden, wirklich stichhaltig sind und eine Bargeldeinschränkung oder ein Bargeldverbot rechtfertigen würden.

Die Gründe, welche heute von interessierter Seite genannt werden, um die Bargeldnutzung gesetzlich einzuschränken, sind einmal die angeblich hohen Kosten des Bargelds, die besseren Chancen zur Bekämpfung der Finanzierung von Kriminalität und die Erweiterung der Möglichkeiten von Notenbanken, Negativzinsen einzuführen, wenn das Bargeld verboten wird.

Studie zur Bargeldabschaffung kommt zu kritischem Ergebnis

Die Studie kommt jedoch zu dem eindeutigen Urteil, dass dies alles vorgeschobene und damit nicht stichhaltige Gründe sind. Deshalb wurde ein solcher Eingriff in die Rechte des Bürgers als vollkommen unverhältnismäßig bezeichnet.

Die Notenbank würde durch die Herausgabe von Bargeld einen hohen Gewinn erzielen, der die Kosten dafür mehr als kompensiert.

Auch das Argument der besseren Kriminalitätsbekämpfung geht ins Leere, denn wenn man alles verbieten würde, was Kriminelle nutzen, müssten beispielsweise auch Autos oder Mobiltelefone verboten werden.

Ausdrücklich heißt es in der Studie, dass die Aufhebung jeglicher Anonymität von Zahlungen an den Grundlagen einer freiheitlichen Gesellschaft rührt.

Zwischenzeitlich mehren sich auch die kritischen Stimmen in der Bevölkerung, wie zum Beispiel durch eine Volkspetition gegen die Bargeldabschaffung.

Bargeldabschaffung wider besseren Wissens

Doch obwohl diese Studie ganz klar den Nutzen und die Bedeutung von Bargeld belegt, erwarte ich, dass es beim nächsten Finanzcrash zu einer Bargeldeinschränkung kommen wird.

Schon seit Längerem empfiehlt etwa der einflussreiche amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff die drastische Einschränkung von Bargeld, um eine kommende Finanzkrise zu bekämpfen.

Dabei sollen seiner Ansicht nach alle Banknoten aus dem Verkehr gezogen werden, deren Nennwert über 10 Dollar beziehungsweise 10 Euro liegt. Nur so können seiner Meinung nach Bankenpleiten durch das Abheben von Bankguthaben in Form von Bargeld gestoppt werden.

Die Geschichte zeigt deutlich, dass solche angedachten Maßnahmen früher oder später von der Politik tatsächlich umgesetzt werden und die jetzige Diskussion darüber nur dazu dient, die Bevölkerung auf diese Aktionen mental vorzubereiten.

Krisenschutz durch Silbermünzen

Ich empfehle Ihnen schon länger, sich einen Vorrat an Bargeld zuzulegen, mit dem Sie mindestens zwei Monate Ihres derzeitigen Lebensstandards abdecken können.

Da jedoch in der nächsten Krise eine Bargeldeinschränkung droht, empfehle ich Ihnen, diesen Bargeld-Vorrat möglichst in kleinen Scheinen unter 50 Euro zu halten. Vor allem rate ich nach wie vor dazu, hierfür die periodisch herausgegebenen 20-Euro-Silbermünzen der Deutschen Bundesbank zu nutzen.

Damit haben Sie den Vorteil, dass Sie ein gültiges gesetzliches Zahlungsmittel besitzen, das zusätzlich noch aus 92,5 Prozent Silber besteht.

Die Münzen haben also im Gegensatz zu einem 20-Euro-Schein den Vorteil, dass sie auch einen inneren Wert besitzen.

Diese Münzen bekommen Sie entweder bei Ihrer Hausbank oder besser noch bei Filialen der Deutschen Bundesbank zum Nennwert von 20 Euro. Wichtig ist, dass Sie keinesfalls Sammleraufschläge und damit mehr als den Nennwert von 20 Euro bezahlen.

5. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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