Diese Dax-Unternehmen freuen sich über satte Gewinne

Der Dax macht Freude. Ende Februar knackte er die 12.000-Punkte-Marke und pendelt seitdem um diesen Wert. Vor allem weil die Die Dax-Konzerne Gewinne machen.

Doch wie viel? Die Frage spiegelt sich im Kursverlauf: Seit Anfang des Jahres zeigt der Aufwärtstrend eine Reihe von Kurskorrekturen. Alles wartet gespannt auf die Ergebnisse der Berichtssaison. Treffen sie die Prognosen oder nicht?

Dax-Konzerne: Gewinne meist über Erwartung

Die Unsicherheit ist seit den Unwägbarkeiten nach Brexit und Trump gestiegen. Die Unternehmen sind mit ihren Vorhersagen vorsichtiger, die Prognosen schwankungsanfälliger. Bis jetzt haben 19 der 30 Dax-Konzerne in Sachen Gewinne und Umsätze ihre Prognosen korrigiert, und das gleich 24 Mal – ein neuer Rekord.

Erfreulich: Nur in 8 Fällen wurden die Erwartungen gesenkt, der Rest waren Aufwärtskorrekturen. Die Mehrheit der Unternehmen scheint also nicht nur gut aufgestellt, sie ist es auch. Nachfolgend einige Beispiele:

Adidas ist sportlich unterwegs

Den größten Freudensprung machte die Adidas-Aktie. Nachdem der Sportartikelhersteller seine Aussichten bekannt gab, legte sie um über 11 % zu. Auf Grundlage des erfreulichen Geschäftjahres 2016 wurden die Ziele nach oben korrigiert. Bis 2020 sollen die Erlöse um durchschnittlich 10 % bis 12 % zulegen. Die Gewinne gar bis zu 22 %. Bislang war von lediglich 15 % die Rede.

Allianz erfreut Anleger

Auch die Allianz sorgt für gute Laune. Der Versicherer wurde profitabler. Trotzt weniger Einnahmen bei niedrigen Zinsen ist der Überschuss um 4 % gestiegen. Das Versicherungsgeschäft lief geteilt: Lebens- und Krankenversicherungen stiegen operativ um 9,3 %. Der Schadensbereich verlor 4,2 %.

Und die Asset Management-Tochter Pimco hat den Turnaround geschafft. Fürs laufende Jahr werden vergleichbare Ergebnisse in Aussicht gestellt. Langfristig gäbe es „keine Wachstumsgrenzen“, so Vorstand Bäte. Die Aktie legte um 3 % zu. Der groß angelegte Aktienrückkauf wird den Kurs stützen.

Infineon pflegt die Zukunft

Ein echter Zukunftskandidat ist Infineon. Der Halbleiterkonzern gehört mit seiner Spezialisierung auf Autochips und digitale Mobilität zu den Aktien, welche die Digitalisierung per se repräsentieren. Infineon liefert die Basis für die digitale Transformation und wuchs im ersten Quartal 2016/17 um ca. 6 %.

Das Ergebnis konnte um fast 12 % zulegen. Beide Werte übertreffen die Erwartungen. Für dieses Jahr erwartet der Vorstand ein Umsatzplus von 6 % sowie eine Steigerung der Marge auf 16 %. Seit drei Jahren hat sich der Aktienwert mehr als verdoppelt.

SAP und die wachsende Cloud

Nach Vorlage der SAP-Zahlen ist das Papier der Softwareschmiede bis dato um gut 10 % gestiegen. 2016 verdienten die Walldörfer 4 % mehr. Der Umsatz stieg um 7 %, der Nettogewinn um 3 %. Vorstand McDermott sprach von einem „herausragenden Jahr“ und verwies vor allem auf Wachstumsraten von 30 % im Cloud-Geschäft.

Der Zukunftsbereich veranlasst zu einer deutlichen Anhebung der Erwartungen im laufenden Jahr und danach. SAP ist das einzige deutsche Softwarehaus, das in der Liga mit Oracle & Co. spielt und im Dax eines der drei Schwergewichte neben Siemens.

Siemens bleibt auf Kurs

Siemens wiederum setzte ebenfalls verstärkt auf Software für die Industrie. Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr erhöht Vorstand Kaeser die Erwartung für die operative Marge auf nun 12 % und die Gewinnerwartung pro Aktie um 50 Cent auf 7,70 €. Anlass sind insgesamt gute Zuwächse.

Die Aussichten beurteilt er verhalten optimistisch und verweist auf die Unsicherheiten durch Donald Trump. Siemens ist in den USA mit mehr als 60 Fabriken vertreten. Dennoch stieg die Aktie auf ein Rekordhoch von fast 125 €.

Dax kann weiter zulegen

Ansonsten übertrafen auch Bayer, Deutsche Börse, Linde oder Pro7Sat1 Prognosen und Erwartungen. Fresenius Medical Care, Merck, Münchner Rück und BMW indes lagen darunter.

Und wie geht es weiter im Dax? Die eine Überlegung ist, dass sich die positiven Rahmenbedingungen und Aussichten noch nicht voll in den Kursen niedergeschlagen haben. Die andere: Angesichts anhaltender politischer Unsicherheiten ist mit einer Fortsetzung der Schwankungen zu rechnen. Da Frühindikatoren wie der Einkaufsmanager- oder Ifo-Index auf ein solides Wachstum hindeuten, sollte der Dax das Jahr – stand heute – mit erneutem Plus beenden.


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23. März 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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