Diese Unternehmen profitieren vom Bauboom in Deutschland

In Deutschland boomt der Wohnungsbau. Das liegt zum einen an der hohen Nachfrage, die unter anderem auf den Flüchtlingsstrom zurückzuführen ist, zum anderen an den niedrigen Zinsen.  Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes haben die Behörden hierzulande in den ersten 6 Monaten des Jahres 2016 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum 30,4% mehr Baugenehmigungen erteilt.

Dabei waren die größten Zuwächse bei dem Bau von Wohnheimen zu verzeichnen. Aber auch die Zahl der Neubauten von Ein- und Mehrfamilienhäusern legt zu. Das macht sich natürlich in den Auftragsbüchern der heimischen Bauunternehmen bemerkbar. Eine ganze Reihe von kleineren und größeren Gesellschaften profitiert vom Bauboom in Deutschland.

Bauboom Deutschland: Welche Unternehmen profitieren?

Trotz der erhöhten Bautätigkeit deckt das Angebot immer noch nicht die bestehende Nachfrage. Denn wie Experten der Immobilienwirtschaft erklären, schätzen sie den jährlichen Neubedarf an Wohnungen in Deutschland auf 350.000 bis 400.000 Einheiten. Im Jahr 2015 wurde diese Zahl mit 250.000 Neubauten deutlich verfehlt.

Von dieser Entwicklung profitieren in erster Linie Architekten, Bauunternehmen sowie die Hersteller von Baumaschinen. Wenn Sie als Anleger vom Baumboom in Deutschland profitieren möchten, könnten daher die folgenden Unternehmen für Sie interessant sein.

Beispiele für Bauunternehmen

  • Hochtief AG: Die Hochtief AG mit dem Firmensitz in Essen beschäftigt rund 47.000 Mitarbeiter. Die im MDAX notierte Gesellschaft weist eine Marktkapitalisierung von 8,14 Mrd. € auf.
  • Ed. Züblin AG: Das Stuttgarter Unternehmen, das zum österreichischen Strabag Konzern gehört, weist eine Mitarbeiterzahl von knapp 14.000 und einen Jahresumsatz von 3,415 Mrd. € auf.
  • Bauer AG: Die Bauer AG aus dem bayerischen Schrobenhausen ist sowohl im Baugewerbe als auch im Maschinenbau tätig. Die Gesellschaft ist im CDAX notiert und weist eine Marktkapitalisierung von 215,75 Mio. € auf.

Beispiele für Hersteller von Baumaschinen

  • Caterpillar: Das US-amerikanische Unternehmen ist der größte Baumaschinenhersteller der Welt. Für die im Dow Jones 30 Industrial notierte Gesellschaft sind knapp 154.000 Mitarbeiter tätig.
  • Komatsu: Der japanische Komatsu Konzern produziert und vertreibt Spezialmaschinen für die Segmente Bau und Industrie, Bergbau und Forstwirtschaft. Die im Nikkei 225 notierte Gesellschaft weist eine Marktkapitalisierung von 20,41 Mrd. € auf.
  • Volvo Construction Equipment: Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der schwedischen Volvo Gruppe. Der Spezialist für Radlader und Muldenkipper beschäftigt rund 14.300 Mitarbeiter. Der Firmensitz befindet sich im belgischen Brüssel.

Anleger, die am aktuellen Bauboom in Deutschland profitieren möchten, können dies sowohl in Form von Aktien-Einzelinvestments als auch in Gestalt von Aktien- oder Immobilienfonds tun. Darüber hinaus bietet der Anleihebereich so genannte Mortgage-Fonds, die weltweit in Hypotheken-Anleihen investieren.

Vom aktuellen Bauboom in Deutschland profitieren neben den Unternehmen auch die Anleger, die sich mit ihrem Kapital bei den entsprechenden Aktien, Fonds oder Anleihen engagieren. Die Chancen auf stabile Zuwächse sind wegen der konstant hohen Nachfrage durchaus realistisch.

10. November 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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