Dividenden: Besser als Mini-Zinsen

Mit Zins-Investments lässt sich derzeit leider kein Blumentopf gewinnen.

Das von den Notenbanken auf ein historisches Tief gedrückte Zinsniveau nutzt den überschuldeten Staaten, während Zinssparer die Zeche zahlen.

Ganz anders sieht es bei den Renditen aus, die Ihnen Dividenden aktuell bieten.

Sie übertreffen die mickrigen Zinsrenditen oftmals um ein Vielfaches.

Dividende: jährliche Gewinnausschüttung einer Aktiengesellschaft

Bei der Dividende handelt es sich um die (meist jährlichen) Ausschüttungen der Aktiengesellschaften an ihre Aktionäre.

Eine Dividende ist vom Grundsatz her eine Gewinnbeteiligung:

Ein Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftet hat, wird an die Aktionäre ausgeschüttet.

Ein Teil des Gewinns verbleibt üblicherweise im Konzern und dient neuen Investitionen.

Dividendenrendite: der „Zins“, den eine Aktie abwirft

Wie hoch die Rendite der Dividendenzahlung in Bezug auf Ihr eingesetztes Kapital ausfällt, können Sie leicht selbst ausrechnen:

Teilen Sie dazu die pro Aktie ausgeschüttete Dividende durch den Aktienkurs und multiplizieren das Ganze mit 100%! Als Ergebnis erhalten Sie die sogenannte Dividendenrendite.

Die Dividendenrendite ist gewissermaßen der „Zins“, den eine Aktie abwirft – selbst wenn diese Ihnen keine Kursgewinne bietet.

Im langjährigen Durchschnitt beträgt die Dividendenrendite bei den 30 DAX-Aktien zwischen 2 und 3%. Es gibt aber eine ganze Reihe Aktien, die Ihnen Dividendenrenditen zwischen 3 und 5% bieten.

Hohe Dividenden: gute Renditen mit zusätzlicher Sicherheit

Und hohe Dividendenrenditen lohnen sich:

Wissenschaftliche Studien beweisen, dass Dividenden-Ausschüttungen im Schnitt für 40% bis 50% der Performance von Aktien verantwortlich sind.

Bei Aktien mit besonders hoher Dividendenrendite von 5% macht der Anteil der Dividenden sogar mehr als die Hälfte der langfristigen Performance aus.

Neben attraktiven Renditechancen bieten Ihnen Dividendenwerte eine zusätzliche Sicherheit:

Entwickelt sich eine Aktie seitwärts, bleibt Ihnen zumindest die Dividendenrendite. Und in schwachen Börsenphasen gleichen hohe Dividendenzahlungen zumindest einen Teil der Kursverluste aus.

Einzelaktien oder Dividendenfonds

Wenn Sie in Dividendenwerte investieren möchten, besitzen Sie 2 grundsätzliche Anlage-Möglichkeiten: Entweder investieren Sie in eine oder mehrere Einzelaktien, die Sie selbst auswählen.

Oder Sie überlassen die Auswahl einem Profi und kaufen sogenannte Dividendenfonds. Dies sind Fonds, die sich auf Aktien mit hoher Dividendenrendite spezialisiert haben.

Vorteil des Dividendenfonds:

Sie haben wesentlich weniger Aufwand und investieren zudem breit gestreut in eine Vielzahl verschiedener Einzelwerte (oftmals enthalten solche Fonds 50 bis 100 verschiedene Aktien). Die breite Streuung sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Dem steht aber auch ein Nachteil gegenüber:

Beim Fonds fallen jährliche Kosten an, die üblicherweise zwischen 1,2 und 2,0% liegen, was Ihre Rendite schmälert.

Aber selbst mit diesen Kosten werfen Dividendenfonds deutlich mehr Rendite ab als Zins-Investments.

25. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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