Dividenden schlagen auch 2016 Zinsen

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Aktuell und in den kommenden Jahren werden viele Zinsangebote unterhalb der Inflationsrate liegen. Der Ausweg: Substanzstarke Dividendenwerte! (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Beginnen möchten wir diesen Beitrag mit einer guten und einer schlechten Nachricht für Sie. Die schlechte Nachricht ist, dass die Zinsen in der Euro-Zone über Jahre hinweg niedrig bleiben werden.

Diese Nachricht ist für diejenigen unter Ihnen, die unsere Analysen und Fachbeiträge schon über längere Zeit verfolgen, nicht neu.

Dennoch muss an dieser Stelle noch einmal betont werden: Warten Sie nicht auf steigende Zinsen in Europa – das wird noch Jahre dauern!

Die nachfolgende Abbildung zeigt Ihnen die Entwicklung der Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen in den vergangenen Jahren:

chart

Sie können gut erkennen, dass die Zinsen nicht erst seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 rückläufig sind. Vielmehr handelt es sich um einen Trend, der bereits zuvor einsetzte. Doch warum sind die Zinsen schon vor Ausbruch der Finanzkrise gesunken?

Ganz einfach: Weil die Staatsschulden schon vor dem Jahr 2008 systematisch angestiegen sind und die Staaten mit Hilfe der Notenbanken deshalb schon vorher das Zinsniveau drücken mussten.

Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen

Wer sich also heute und in den kommenden Jahren einzig und allein auf Zinsangebote verlässt, wird bestenfalls den Wert seines Vermögens erhalten können. Der wahrscheinlichere Fall jedoch ist, dass Sie sogar über die Jahre indirekt enteignet werden, wenn Sie sich nur auf Zinsangebote verlassen.

Denn: Aktuell und in den kommenden Jahren werden viele Zinsangebote unterhalb der Inflationsrate liegen. Das wiederum bedeutet, dass Ihr Geld am Ende des Jahres weniger wert ist als zu Beginn des Jahres (Ihre Kaufkraft sinkt).

Kommen wir jetzt zu der guten Nachricht: Es gibt einen Ausweg aus der Null-Zins-Falle. Und Sie als regelmäßiger GeVestor-Leser kennen diesen Ausweg bereits: Substanzstarke Dividendenwerte.

Denn: Aktuell und für die kommenden Jahre gilt: Dividenden sind die besseren Zinsen!

2016 wird erneut ein Rekordjahr für Dividenden

Bereits im vergangenen Jahr 2015 erreichte die weltweite Ausschüttungssumme (die Summe der weltweit ausgeschütteten Dividenden) einen Rekordwert. Experten gehen davon aus, dass es auch im laufenden Jahr einen neuen Rekordwert geben wird.

Diese Einschätzung teilt auch Henning Gebhardt, Aktienchef bei Deutsche Asset & Wealth Management (gehört zur Deutschen Bank): „Die Ausschüttungssumme börsennotierter Unternehmen wird 2016 voraussichtlich zum 8. Mal in Folge steigen und damit wieder einen neuen Rekord markieren.“

In Zeiten niedriger Zinsen können Sie sich daher weiterhin auf hohe Dividenden-Ausschüttungen freuen.

Die Dividenden-Rendite: Bedeutung und Berechnung dieser Kennzahl

Kommen wir jetzt abschließend noch dazu, wie Sie die Dividenden-Rendite berechnen können: Die Dividenden- Rendite ergibt sich aus der Division der Dividende durch den aktuellen Aktienkurs multipliziert mit 100.

Dargestellt als Formel sieht dies dann wie folgt aus:

Dividende

————– x 100% = Dividenden-Rendite

Aktienkurs

Ein konkretes Rechenbeispiel für Ihre persönliche Dividenden-Rendite

Sie haben eine Aktie zum Kurs von 20 Euro gekauft. Der aktuelle Kurs beträgt 43 Euro und die aktuelle Dividende 2 Euro je Aktie.

Dann ist die veröffentlichte Dividenden- Rendite:

2 Euro

———— x 100% = 4,7%

43 Euro

Im Gegensatz dazu beträgt Ihre persönliche Dividenden- Rendite dann:

2 Euro

———- x 100% = 10%

20 Euro

Sie sehen also: Die veröffentlichte Dividenden-Rendite muss keinesfalls mit Ihrer persönlichen übereinstimmen. Der Grund dafür ist, dass sich die Dividenden-Rendite auf den Aktien-Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bezieht und nicht auf Ihren persönlichen Einstiegskurs.

Ihre persönliche Dividenden-Rendite kann also erheblich abweichen von der Rendite des laufenden Jahres.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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