Dystopie oder Realität: Das Ende des bisherigen Europa?

Der Untergang der EU ist vorprogrammiert, nur keiner spricht darüber. So haben wir Ihnen u. a. bereits aufgezeigt, dass: das […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Der Untergang der EU ist vorprogrammiert, nur keiner spricht darüber.

So haben wir Ihnen u. a. bereits aufgezeigt, dass:

  • das Krisenland Griechenland neue Kredithilfen braucht,
  • Italien und Frankreich wackeln,
  • sich die Target2-Salden der Deutschen Bundesbank auf unglaubliche 800 Mrd. belaufen,
  • etc.

Das Ende des bisherigen Europa?

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht bereits von einem Europa der 2 Geschwindigkeiten.

Denn es gibt höchst unterschiedliche zukünftige Zielsetzungen der einzelnen EU-Regierungen.

Die Lage ist so dramatisch, dass vor Kurzem sogar EU-Präsident Jean-Claude Juncker Vorschläge auf den Tisch brachte, wie sich die Union in Zukunft entwickeln könnte, um sie zu retten.

Doch diese sind nicht nur sehr teuer und unrealistisch, sondern auch undurchführbar. Mehr noch: Sie führen geradezu in den Untergang.

Einer dieser Vorschläge ist, die bisherige Politik fortzusetzen – und das, obwohl sich die Union immer weiter von rechtstaatlichen Prinzipien verabschiedet; größtenteils selbst schuld an den Krisen ist.

Doch Juncker hat noch mehr Absurdes auf seinem Zettel:

Armutszeugnis für die EU-Kommission

Ein anderer Vorschlag ist, dass sich die EU um weniger Themen kümmert und diese effizienter und effektiver behandelt.

Im Umkehrschluss heißt das, dass die Union bislang zu viel reguliert, ineffizient und uneffektiv gearbeitet hat.

Oder anders ausgedrückt: Sie hat sich nicht auf die wesentlichen Themen konzentriert und auch keine brauchbaren Vorschläge gemacht.

Stattdessen wurden und werden Bereiche reguliert, die keine Regulierung brauchen oder besser von den nationalen Behörden zu ordnen wären.

Es ist klar, dass das geradezu ein Armutszeugnis für die hochdekorierte und gutbezahlte EU-Kommission ist.

Einige Länder sollen mehr tun, die anderen sich Zeit lassen

Auch Juncker äußerte sich zu einem Europa der 2 Geschwindigkeiten.

Dafür sollten Länder, die mehr tun wollen, auch mehr tun. Damit sind natürlich die erfolgreicheren Staaten wie z. B. Deutschland gemeint. Sie sollen die Integration stärker vorantreiben.

Dahingehend sollen sich die schwächeren Länder, also die Krisenstaaten wie etwa Griechenland, Zeit lassen und weniger strenge Vorschriften anwenden.

Die 2-Klassen-EU

Das würde aber bedeuten, dass die Länder

  • Griechenland,
  • Italien,
  • Spanien,
  • Portugal,
  • Irland,
  • Malta
  • und Zypern

zu zweitrangigen Mitgliedstaaten degradiert werden würden, während

  • Deutschland,
  • die Niederlande,
  • Belgien,
  • Luxemburg,
  • Österreich,
  • Finnland,
  • Schweden
  • und Frankreich (sobald es aus der Krise kommt)

an der Spitze der EU stehen würden – von wegen “europäische Gleichberechtigung” also!

Selbst die osteuropäischen Mitgliedsländer wie

  • Estland,
  • Lettland
  • und Litauen,
  • Polen,
  • Tschechien,
  • die Slowakei,
  • Ungarn,
  • Slowenien,
  • Kroatien
  • sowie Rumänien
  • und Bulgarien

würden zweitklassig sein.

Das würde zu noch mehr Zwist und Zwietracht führen, als sie in der Flüchtlingsfrage ohnehin schon bestehen, und zweifellos das Ende der EU einläuten.

Der Untergang der EU ist nur eine Frage der Zeit

Sie sehen also: Weder Merkel, noch Juncker, noch die EU-Kommission haben einen vernünftigen Fahrplan, wie es mit der Union weitergeht.

Deshalb ist die EU dem Untergang geweiht – früher oder später.

Glauben Sie deshalb nicht, was Ihnen im Wahlkampf erzählt wird! Bringen Sie viel lieber Ihre eigenen Schäfchen ins Trockene!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.