Ein Jahr nach der Wahl: Donald Trump muss liefern

Egal wie man zu ihm steht, Donald Trump ist ein Phänomen. Mit seinem Aktivismus hat er es fertig gebracht, dass es sich wie Jahre anfühlt seitdem er gewählt wurde. Dabei sind es gerade mal zwölf Monate.

Die Zeit war erfüllt von Euphorie der Börsen einerseits sowie Kritik und ständigen Abgesängen andererseits. Ein Jahr nach der Wahl von Donald Trump dreht der Ereignismotor langsam auf weniger hohen Touren – Zeit für eine erste Bilanz.

Donald Trump: ein Jahr nach der Wahl

Von den vielen Ankündigungen Donald Trumps sind ein Jahr nach der Wahl bisher nur wenige umgesetzt worden. Und wenn, dann nicht so einfach wie gedacht. Strafzölle gegen Importeure lassen genauso auf sich warten wie die Mexiko-Mauer gegen Einwanderer und Billiglohnarbeiter. Obamacare musste er per Erlass aushebeln, weil es im Kongress keine Mehrheit gab. Und Einreisebeschränkungen für Muslime wurden von den Gerichten nur teilweise zugelassen.

Auch ist von der Infrastruktur-Offensive nichts mehr zu hören. Dass nun Jerome Powell Janet Yellen an der Spitze der Notenbank ablöst, ist dem Ende ihrer Amtszeit geschuldet. Mit Powell soll es keine Überraschungen für die Finanzmärkte geben. Nun wartet alles auf die Steuerreform mit Erleichterungen für Privatleute und Unternehmen.

Die Steuerreform könnte die Aktien weiterhin beflügeln. Lässt sie zu lange auf sich warten, besteht die Gefahr einer Korrektur an den Börsen. Ein Jahr nach der Wahl von Donald Trump beginnt die Kursrally nachzulassen. Beflügelt war sie zum Teil von der Erwartung seiner Versprechen. Dabei lief die Wirtschaft ohnehin schon seit Obama auf Touren, mit historisch niedrigen Arbeitslosenzahlen.


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Kursfeuerwerk – trotz oder wegen Trump?

Trump musste nur noch für Phantasie sorgen. Und tatsächlich legte der S&P 500 seit seiner Wahl um über 20 % zu. Nur bei John F. Kennedy und George Bush sen. war der Zuwachs größer. Gemessen am Dow Jones wiederum hat Trump mit einem Plus von 28,5 % die Nase vorn, doch der Index ist mit nur 30 Titeln nicht mit dem S&P vergleichbar. Auch nicht mit dem Dax, denn der Dow Jones ist nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet, sondern entsprechend der Addition aktueller Kurswerte.

Das Kursfeuerwerk nach der Präsidentschaftswahl ist also gar nicht so einzigartig in der Geschichte. Was abgesehen von der allgemeinen Aufbruchstimmung eher auf die Person Trump zurückgeht, sind die Kurszuwächse bei seinen Kernthemen Rohstoffe, Rüstung, Finanzen, Industrie oder Infrastruktur. Der Rest folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten. Auch der boomende Technologiesektor läuft weitgehend unabhängig von ihm.

Und das, obwohl Amazon, Facebook oder Google Trumps protektionistische Bestrebungen nicht gerade entgegenkommen. Der wesentliche Grund für die Börsenhausse liegt in den seit langem niedrigen Zinsen. Seine Ankündigungen sorgten für zusätzliche Phantasie. Mit der Steuerreform hat er noch einen Schuss frei. Zündet der nicht und bleibt auch das Infrastrukturprogramm stecken, könnten schnell die negativen Aspekte seiner Politik in den Vordergrund rücken.

Die Welt wartet nicht auf Amerika

Und dies betrifft die Kategorie Verweigerung und Rückzug. Sein Motto „America first“ treibt die USA zunehmend in die Isolierung. Mit dem Fernbleiben auf dem Weltklimagipfel etwa überlässt die Führungsmacht die Zukunftsgestaltung auch in Sachen neuer Technologien den anderen. Der Rest wartet nicht und macht eben ohne die Amerika weiter. Und sei es beim transpazifischen Freihandelsabkommen TPP. Die Partner haben sich schon auf einen Rahmenvertrag geeinigt.

Dass ihn die Regierung in Peking dieser Tag so zuvorkommend empfing, dürfte dem Hintersinn der Chinesen geschuldet sein. Sie freuen sich, an vielen Stellen in die Bresche zu springen und dort eigene Akzente zu setzen, wo die USA neuerdings freiwillig fehlen.

Ein Unternehmen zumindest hat durch Trumps Aktivismus besonders viel Aufmerksamkeit bekommen: Twitter. Wer den Blogging-Dienst noch nicht kannte, wurde spätestens mit den täglichen Äußerungen des Präsidenten im 140-Zeichenformat auf ihn aufmerksam. Ein Jahr nach der Wahl von Donald Trump aber sind sie mit der Umstellung auf 280 Zeichen in der alten Form Geschichte.


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14. November 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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