Einspruch beim Einkommensteuerbescheid: Das sind Ihre Nachteile

Der Widerspruch gegen den Einkommensteuerbescheid kann durchaus Negativfolgen haben. Erfahren Sie, welche das sind. (Foto: RomanR / Shutterstock.com)

Entdeckt das Finanzamt neue Ansatzpunkte, kann nach einem Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid eine Verschlechterung durch Steuererhöhung drohen. Das Amt muss den Steuerpflichtigen jedoch darauf hinweisen und ihm zugleich eine Frist zur Stellungnahme einräumen.

Einspruch Einkommensteuerbescheid kann jedoch zurückgenommen werden

Gibt es keine andere Berichtigungsmöglichkeit, kann der Steuerpflichtige eine Schlechterstellung allerdings vermeiden: Dafür braucht er seinen Einspruch nur wirksam zurückzunehmen.

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Vorsicht: Rücknahme des Einspruchs gegen Einkommensteuerbescheid muss bewiesen werden

Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Dass ein Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid fristgerecht zurückgenommen wurde, muss im Zweifel der Steuerzahler beweisen. So urteilte das Finanzgericht München (Az. 6 K 232/08). Der Steuerpflichtige sollte dies prozessfest dokumentieren können.

Die Kopie eines Rücknahmeschreibens ohne konkreten Absendevermerk reicht laut Finanzgericht dafür nicht aus. Der Steuerpflichtige ist vielmehr gehalten, „genauere Einzelheiten“ der Übermittlung darzulegen.


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Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".