Enteignung per Knopfdruck: Die Behörden jubeln

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Der Kampf der Politik-, Wirtschafts- und Finanz-Eliten gegen das Bargeld nimmt an Fahrt auf. Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, was […] (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com)

Der Kampf der Politik-, Wirtschafts- und Finanz-Eliten gegen das Bargeld nimmt an Fahrt auf.

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, was dazu die EU-Kommission plant:

eine Vereinheitlichung der schon eingeführten Bargeld-Obergrenzen und eine sukzessive Abschaffung der Banknoten.

Der Einzug des 500-€-Scheins ist der 1. Schritt dazu.

Ferner bereitet Brüssel ein Papier vor, in dem festgeschrieben wird, dass es kein Grundrecht auf Bargeld gibt.

Oder anders ausgedrückt: Sie haben weder einen Anspruch darauf in bar bezahlen zu können, noch rechtliche Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.

Was sonst noch hinter diesen perfiden Plänen steckt, verraten wir Ihnen nachfolgend.

Ohne Bargeld können Banken leichter durch Sie gerettet werden

Sie wissen aus der Vergangenheit, dass große und/oder systemrelevante Banken gerettet wurden und werden, wenn sie sich verspekuliert haben.

Um den Staat mit solchen Rettungen erst einmal außen vor zu halten, wurde per Gesetz die sogenannte Gläubiger-Haftung festgeschrieben.

Demnach müssen noch vor dem Staat die Gläubiger bluten, also vor allen Dingen die Einleger.

Im Ernstfall würden die meisten Einleger weglaufen, indem sie unverzüglich ihr Bargeld abheben, um kein Gläubiger der Banken mehr zu sein.

Doch ohne Bargeld könnten Sie, salopp gesagt, per Knopfdruck von einem Teil Ihres Vermögens enteignet werden.

Enteignung per Knopfdruck

Und so kann es geschehen: Über Nacht werden Ihnen z. B. 5% Negativzins auf Ihre Einlagen abgebucht, um die Banken wieder solvent zu machen.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Banken-Rettung in Zypern…?!

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Dort wurden die Bank-Einlagen in einem harten Schnitt sogar um bis zu 50% entwertet, um die Finanz-Institute zu retten.

Davon wären alle betroffen, die Guthaben auf Bankkonten halten., v. a. aber die mittleren Einkommen und Vermögen.

Sie werden komplett gläsern

Mit der Abschaffung des Bargelds würde das Horror-Szenario eintreten, dass all Ihre Finanz-Transaktionen nicht nur digital, sondern auch überwachbar, kontrollierbar werden.

Ein komplettes Lebens-Profil könnte so von Ihnen angefertigt werden:

  • Was kaufen Sie ein?
  • Wo und wann gehen Sie ins Restaurant, in eine Bar oder eine Diskothek?
  • Wann und wo fahren Sie Zug, mieten Sie ein Fahrzeug?
  • usw.

All das wird natürlich zu Abrechnungs-Zwecken aufgezeichnet.

Die Behörden jubeln

All diese o. g. digitalen Spuren – und noch viele mehr – zeigen ganz einfach Ihre Lebensgewohnheiten auf.

Finanzämter, Strafverfolgungs-Behörden, Geheimdienste und Datenkraken jubeln ob der Aussicht, diese Daten ganz einfach per Knopfdruck zu erhalten.

Die Konzerne im internationalen Daten- und Zahlungs-Verkehr gewinnen

Besonders die Unternehmen, die an der vollständigen Digitalisierung des Zahlungs-Verkehrs arbeiten, können feiern, so etwa:

  • der US-amerikanische IT-Konzern Microsoft,
  • die amerikanischen Finanz-Dienstleister Citi, Mastercard, Visa und Paypal,
  • sowie das US-Außenministerium
  • und die Weltbank in Washington.

Diese US-Konzerne sind führend im internationalen Daten- und Zahlungs-Verkehr – und damit sind sie es auch, die bei zusätzlichen Gebühren noch mehr verdienen werden.

Bargeld-Abschaffung ist ein fatales Zeichen für die Demokratie

Nach Meinung zahlreicher Kritiker ist die Einschränkung bzw. die Abschaffung von Bargeld ein geradezu verheerendes Zeichen für die Demokratie – und damit für Ihre individuelle Freiheit!

Dagegen schützen können Sie sich nur, wenn Sie keine nennenswerten Bankguthaben besitzen, lediglich das, was Sie für den alltäglichen Zahlungs-Verkehr benötigen.

Den Rest Ihres Vermögens sollten Sie beispielsweise in Sachwerte wie Immobilien oder Gold und Silber und in krisenresistente Aktien stecken.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.