IWF-Geheimpapier zur Abschaffung des Bargelds

Wieder einmal geht es um die flächendeckende Abschaffung des Bargeldes, die immer konkreter wird:

Goodbye, Cash?!

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat nun in einem Arbeitspapier mit dem Titel „The Macroeconomics of De-Cashing“, salopp gesagt, die Hosen heruntergelassen.

Denn darin gibt der IWF den Regierungen strategische Ratschläge, wie der Widerstand der Bürger – also von Ihnen – bei der Bargeld-Abschaffung gebrochen werden kann.

Dazu empfiehlt der IWF den einzelnen Staaten ein international koordiniertes Vorgehen.

So soll der Widerstand gegen die Einschränkung oder Abschaffung des Bargeldes gebrochen werden

Der IWF empfiehlt in seinem Strategiepapier zunächst mit kleinen, unverdächtigen und harmlosen Maßnahmen zu beginnen, um die Bürger über die wahren Absichten hinwegzutäuschen.

Oder anders ausgedrückt:  Dem widerstrebenden Volk soll die Bargeld-Beseitigung (De-Dashing) untergejubelt werden, ohne dass es Verdacht schöpft.

Ganz konkret heißt es darin, dass einer dieser kleinen Schritte die Abschaffung der großen Scheine sei.

Ein anderer die Festsetzung von Transaktions-Obergrenzen sowie die Pflicht zur Kennzeichnung von Bargeld beim Grenzübertritt.

Kommt Ihnen das nicht bekannt vor? – Große Scheine, wie beispielsweise der 500-€-Schein, wurden in der Eurozone bereits eliminiert.

Eine Bargeld-Obergrenze gibt es ebenfalls schon längst in verschiedenen EU-Ländern; auch in Deutschland wird eine solche diskutiert.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble deutete 5.000 € als eine solche Grenze an.

Weitere heimliche Schritte zur Bargeld-Abschaffung

Doch dabei will es der IWF bei seinen Ratschlägen nicht belassen: Weitere Schritte könnten zudem wirtschaftliche Anreize sein, um das Bargeld (bei Transaktionen) zu reduzieren.

Dies soll etwa durch eine weitergehende Digitalisierung des Finanz-Systems sowie Erleichterungen beim mobilen Bezahlen vonstatten gehen.

Außerdem soll die schleichende Bargeld-Abschaffung nicht als eine Maßnahme des Staates an die Bürger verkauft werden, sondern als eine Folge der Innovationen privater Firmen.

So perfide ist der IWF-Plan

Der IWF empfiehlt gewissermaßen die Einschränkung – mit der anschließenden Abschaffung – des Cash als eine Aktion des Privat-Sektors darzustellen; diesen sozusagen unverdächtig vorzuschicken.

Es soll somit nicht als eine vom öffentlichen Sektor angeordnete Maßnahme kundgetan werden, weil sich Bargeld nach wie vor großer Beliebtheit erfreut.

Und wie könnte das geschehen, fragen Sie sich jetzt vielleicht? Ganz einfach: beispielsweise mit einer gutartigen Aktion, immer mehr Smartphones zum Bezahlen zu verwenden.

Dahingehend wird den Verantwortlichen schon noch mehr einfallen, um die Nutzer davon zu überzeugen, dass diese Methode besser und/oder sicherer sein soll.

Verdeckte Aktion des IWF

Der IWF geht sogar noch einen Schritt weiter:

Er empfiehlt Regierungen unbedingt den Eindruck zu verhindern, dass mit einer Bargeld-Abschaffung eine Ausweitung der Kontrolle der Bürger einhergehe – was aber natürlich Fakt ist.

So soll mit einem zielgerichteten, weitreichenden Programm das Misstrauen der Bürger gelindert – und der Eindruck verhindert werden, die staatlichen Behörden wollten alle Aspekte des Lebens kontrollieren

11. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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