Erfolg für Trump: Steuerreform in den USA bewilligt

Trumps Steuerreform spaltet die USA. Nicht nur die US-Bürger betrifft die Reform, auch auf die deutsche Wirtschaft könnte sie sich auswirken. (Foto: JHVE / shutterstock.com)

Die von US-Präsident Donald Trump geplante Steuerreform wurde Anfang Dezember vom US-Senat mit einer knappen Mehrheit bewilligt. Besonders für Unternehmen hat die Steuerreform in den USA große Auswirkungen, denn der Kern der Reform zielt auf die Senkung der Unternehmenssteuer ab.

Die USA sollen als Standort für Unternehmen attraktiver werden

Diese war in den USA bisher deutlich höher als in vielen anderen Ländern, 35 % des Gewinns mussten Unternehmen bisher an den Staat abgeben. Das führte dazu, dass viele große US-Konzerne wie Apple, Facebook, AirBnb oder Ebay einen Großteil ihres Geschäfts nach Europa auslagerten. Besonders Irland ist bei vielen Firmen ein beliebter Standort, da die Gewerbesteuer hier nur 12,5 % beträgt. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 15 %, alle 28 EU-Länder kommen im Schnitt auf 20,8 %.

Die USA wollen diese Steuer im Zuge der neuen Reform auf 20 bis 22 % absenken, was die Verschuldung der USA stark ansteigen lässt. Trump will mit seiner Reform Investoren anziehen und die USA als Standort für Unternehmen wieder attraktiv machen.

So wirkt sich die Steuerreform der USA auf Deutschland und die EU aus

Auch auf Deutschland könnte sich die geplante Reform auswirken. Experten gehen davon aus, dass viele Jobs und Investitionen in den Bereichen Produktion und Industrie in die USA abwandern, die Deutschland dann fehlen.

Ein Forschungsteam der Universität Mannheim hat prognostiziert, dass die deutschen Investitionen in die USA mittelfristig um bis zu 39 Mrd. € ansteigen könnten. Auch andere Vertreter der Wirtschaft wie der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages oder der Chef des Münchener Ifo-Instituts sehen Auswirkungen von Trumps Steuerreform in Deutschland und Europa.


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Was kann Deutschland tun?

Deutschland müsse nun sein Unternehmensbesteuerungssystem wettbewerbsfähig halten, so die Experten. Eine neue Bundesregierung darf das Thema nicht aus den Augen verlieren und muss dagegen steuern, dass die US-Steuerreform auch Deutschland Geld kostet.

In der gesamten EU könnten aufgrund der Steuerreform langfristig Einnahmen fehlen, da viele der US-amerikanischen Unternehmen, die in Europa einen Standort hatten, nun in die USA gehen – so befürchten es zumindest die Staatschefs vieler EU-Länder. Doch wird es tatsächlich so kommen?

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Wie groß diese Auswirkungen tatsächlich sein werden, bleibt abzuwarten. Schließlich ist auch Deutschland immer noch ein interessanter Standort für Industrie und Produktion und die Effekte der Steuerreform werden sich voraussichtlich erst über einen längeren Zeitraum zeigen – in welchem die deutsche und europäische Politik bereits dagegen steuern kann.

Das ändert sich für Privatpersonen in den USA

Auch für Privatleute ändert sich mit der neuen Steuerreform der USA einiges. Nicht mehr sieben, sondern nur noch vier Steuersätze soll es im neuen System geben, 12 %, 25 %, 35 % und 36,9 % – je nach Einkommen. Mit 12 % ist der Eingangssteuersatz höher als bisher, was für Niedrigverdiener weniger Netto bedeutet, der Spitzensteuersatz bleibt unverändert bestehen.

Der Steuerfreibetrag pro Bürger soll zudem mit 12.000 US-Dollar verdoppelt werden, zudem werden die Einkommensgrenzen ab denen die vier Steuersätze gelten, angehoben. Dies entlastet zwar viele Bürger und auch die Geringverdiener, dafür entfallen aber Vergünstigungen, die es bisher gab. So können Ausgaben für Umzüge, Steuerberater oder Sonderbelastungen für Medikamente nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden und auch das Verrechnen von Staats-, Kommunal- und Bundessteuer ist nicht mehr möglich. Die persönliche Steuerbe- oder –entlastung hängt also stark vom Einzelfall ab.

Dadurch entscheiden der Wohnort und die eigene Situation letztlich darüber, ob die neue Reform eine Entlastung mit sich bringt oder höhere Abgaben bedeutet.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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