Erst Negativ-Zinsen – dann Bargeld-Verbot

Banken werden in Zukunft immer mehr versuchen Negativ-Zinsen auf Konten durchzusetzen – anfangs nur für Reiche, später dann auch für […] (Foto: gopixa)

Banken werden in Zukunft immer mehr versuchen Negativ-Zinsen auf Konten durchzusetzen – anfangs nur für Reiche, später dann auch für Normalbürger.

Mit Bargeld gegen Negativ-Zinsen

Doch das wird so nicht funktionieren: Solange es Bargeld gibt, können Negativ-Zinsen nicht im großen Stil eingeführt werden.

Genau das ist der Punkt, warum Negativ-Zinsen so gefährlich für unser ganzes Finanz-System sind:

Die Anleger weichen dann auf das ohne Strafzinsen belegte Bargeld aus und je mehr Giralgeld damit in Bargeld umgeschichtet wird, umso kritischer wird es für das gesamte Geldsystem:

Es gibt heute keinen Grund für Anleger, der Bank nicht nur ihr Sparkapital kostenlos zu leihen, sondern dafür sogar noch Strafzinsen zu bezahlen.

Also werden immer mehr Anleger ihr Geld in Form von Bargeld abheben wollen, und genau dann kommen die Banken in Bedrängnis.

Negativ-Zinsen werden zur Bargeld-Hortung führen

Heute ist die Giralgeld-Menge etwa 10x größer als die Menge des Bargeldes – es kann also nur max. 1/10 der heutigen Buchgeldmenge überhaupt bar ausgezahlt werden.

Banken-Pleiten sind dann vorprogrammiert, wenn nur ein Teil der Anleger ihr Geld in bar ausbezahlt bekommen möchte, und je mehr Banken Negativ-Zinsen einführen, umso riskanter wird es.

Deshalb rate ich Ihnen auch dazu, sich schon heute vorsichtshalber einen Bargeld-Vorrat zu halten, mit dem Sie mind. 2 Monate Ihres derzeitigen Lebensstandards finanzieren können.

Auch 1/3 Ihrer Fremdwährungen empfehle ich Ihnen deshalb in bar zu halten. Bargeld ist für Sie die ultimative Absicherung gegen Banken-Krisen aller Art!

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Da auch den Experten und Politikern diese Problematik bekannt ist, werden seit einigen Jahren die Rufe nach einem Bargeld-Verbot immer lauter.

Nur wenn Bargeld abgeschafft wird, ist für die Banken der Weg frei auch Sie als Anleger mit Negativ-Zinsen zu belasten, ohne dass Sie noch ins Bargeld flüchten könnten.

Bargeld-Abschaffung als Schritt in den Überwachsungs-Staat

Vorreiter für die Bargeld-Abschaffung sind in den USA der Wirtschafts-Experte Kenneth Rogoff und bei uns der Wirtschaftsweise Peter Bofinger; beide bezeichneten Bargeld als veraltet und nur für Kriminelle interessant.

Doch letztlich sind das nur Vorwände dafür, Bargeld völlig abzuschaffen.

Das jedoch bedeutet für Sie, dass Sie zum „gläsernen Bürger“ werden: Es wird dann ständig festgehalten, wann Sie wo was zu welchem Preis gekauft haben.

Damit lässt sich ein exaktes Profil über Sie und Ihre Gewohnheiten erstellen, und sie unterliegen völlig dem Wohlwollen des Staates sowie dessen Banken.

Doch noch schlimmer: Letztlich wird die Bank dann zu Ihrem „Vormund“, denn sie bestimmt darüber, was Sie kaufen dürfen und was nicht.

Sie kann jederzeit eine Transaktion ablehnen, wenn ihr das von Ihnen gewünschte Produkt nicht zusagt oder beispielsweise ein Buch, das Sie gerade kaufen wollen, zu „systemkritisch“ ist.

Ein Bargeld-Verbot kommt deshalb der Abschaffung unserer Freiheit und dem Aufbau eines totalitären Überwachungs-Staates gleich.

Deshalb sollten Sie schon heute möglichst auf Karten-Zahlungen verzichten und Ihre Einkäufe möglichst bar erledigen.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.