Euro-Crash: Investoren wetten auf den Zerfall

Der große Crash steht an, aber keiner spricht darüber; gleich gar nicht die hiesigen Politiker – und das, obwohl es sich eben nicht um Fake News handelt.

Wie Sie inzwischen wissen, gibt es immer mehr Experten, die ebenfalls davon überzeugt sind, dass Europa schwere Krisenzeiten bevorstehen.

Der umstrittene Crash-Prophet und seine Weltformel

Einer, der es wohl wissen muss, ist der umstrittene US-amerikanische Finanz-Analyst Martin Armstrong, der ein Computer-Modell zur Vorhersage von Krisen entwickelte.

Dieser sogenannte Pi-Code gilt unter Fachleuten als Weltformel.

Tatsächlich kann Armstrong, allen Widrigkeiten zum Trotz, große Erfolge vorweisen – und er kennt Lösungen, um einem großen Schulden-Kollaps zu entgehen.

Beispielsweise kann dies durch die Überführung von Schulden in produktives Kapital gelingen.

Staaten sind unproduktiv

Armstrong weiter:

„Staaten schaffen nichts, produzieren nichts. Regierungen sind nicht imstande, irgendetwas clever zu managen, noch nicht einmal Kaugummi-Automaten. Regierungen konnten noch nie ihre Schulden vollständig zurückzahlen.“

Außerdem:

„Regierungen produzieren rein gar nichts, sie sind nicht imstande, Sachen effizient zu managen. Als Mittel der Wahl erhöhen Regierungen immer nur die Steuern, um die immer höheren Schulden bedienen zu können.“

Der Untergang: Die Bekämpfung des Zyklus

Und weiter:

„Die Politik lernt nicht aus Fehlern. Schon Marx oder Keynes meinten, Regierungen müssten das Auf und Ab im Wirtschaftsleben bekämpfen und glätten. Aber das funktioniert nicht. Der Zyklus hat noch immer gewonnen. Das liegt in der menschlichen Natur. Das habe ich mit meiner historischen Forschung herausgefunden.“

Und dieser

„Zyklus wird niemals sterben. Selbst wenn man Kindern sagt, nicht ins Feuer zu fassen, möchte jedes Kind die Erfahrung selbst machen. Genauso verhält es sich auch bei erwachsenen Wirtschafts-Akteuren.“

Finger weg von Staatsanleihen!

Armstrong will den Zyklus auch nicht bekämpfen, sondern mit ihm gehen, getreu dem Motto:

„Immer da, wo es aufwärtsgeht, sind Sie dabei, und wo der Höhepunkt war, ziehen Sie sich zurück.“

Sein konkreter Vorschlag deckt sich mit dem, was wir Ihnen schon seit vielen Monaten empfehlen: Finger weg von Staatsanleihen!

Denn diese sind mitunter immer noch heillos überbewertet.

Investoren wetten auf den Zerfall des Euro

Als Beispiel dafür, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass der Euro scheitert, gab Armstrong bereits 2015 zu bedenken:

Viele Investoren würden noch immer auf den Zerfall des Euro spekulieren.

Sie würden deutsche Aktien oder Bundesanleihen kaufen, „weil Sie wissen, dass diese Anlagen im Zweifelsfall in harten D-Mark notieren und nicht in Schwach-Währungen.“

Hohes Risiko für einen Euro-Crash

Der Crash-Prophet sah das Risiko für einen Euro-Zerfall bei 90% – seine Begründung:

„Das ganze Projekt ist völlig falsch aufgezogen worden. Damit der Euro eine Chance gegen den Dollar hat, hätte man von Anfang an einen einheitlichen Anleihen-Markt schaffen müssen. Die großen Investment-Gesellschaften wollen ihre Hunderte Billionen in einheitliche Euro-Staatsanleihen anlegen und nicht in Bundesanleihen oder italienischen Schuldtiteln.“

Euro war ein Geburtsfehler

Armstrong verriet außerdem, dass die Bundebank, die einst gegen den Euro war, ihm und seinen Kollegen immer wieder vertrauliche Informationen zusteckte.

Demnach sah die Bundesbank die europäische Gemeinschafts-Währung als einen Geburtsfehler an.

4. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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